Gemäßigtes Klima mit großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht. Zwischen November und März fällt der meiste Niederschlag. Die Nordosthänge der Anden sind subtropisch. La Paz wird oft als unangenehm empfunden, da die Luft durch die Höhenlage sehr dünn ist. In den Bergen wird es nachts empfindlich kühl.
Amaszonas (Z8) (Internet: www.amaszonas.com) und TAM (JJ) (Internet: www.tam.com.br) betreiben den Inlandflugverkehr. Aerosur (5L) bietet auch Flüge in andere südamerikanische Länder wie Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay an. Aufgrund der geographischen und klimatischen Verhältnisse ist das Flugzeug das beste Verkehrsmittel.
Flughafengebühren
15 Bs.
Die wichtigsten Inlandflughäfen sind Santa Cruz (Viru-Viru) und La Paz (El Alto), der höchst gelegene Flughafen der Welt und Cochabamba.
Das Abkommen mit Paraguay erlaubt Schifffahrt auf den Flüssen Paraguay und Paraná, so dass Bolivien Verbindungen zum Meer hat. In Bolivien gibt es mehr als 14.000 km schiffbare Flüsse, die fast ganz Bolivien mit dem Amazonasbecken verbinden.
Bolivien hat außerdem zollfreien Zugang zu den Häfen Matarani in Peru, Antofagasta und Arica in Chile, Rosario und Buenos Aires in Argentinien und Santos in Brasilien.
Passagierschiffe verkehren zwischen Copacabana, Huatajata, Puno in Peru und den kleinen Inseln im Titicaca-See. Auf dem Titicaca-See verkehren Tragflächenboote und Katamarane. Kreuzfahrten auf dem Titicaca-See sind buchbar.
Die Eisenbahnen sind für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet. Das Streckennetz umfasst 3697 km und besteht aus zwei getrennten Schienennetzen im Osten und Westen des Landes. Der Zugverkehr wurde privatisiert und Zugverbindungen sind eingeschränkt. Das westliche Eisenbahnnetz wird von der Ferrocarril Andino SA (FCA) (Internet: www.fca.com.bo) betrieben und das östliche von der Ferrocarril Oriental SA (FCO). Bolivien und Brasilien planen den gemeinsamen Bau einer neuen Strecke zwischen Santa Cruz und Cochabamba.
Folgende Strecken werden bedient:
Oruro via Uyuni, Tupiza nach Villazón: Expreso del Sur und Wara-Wara del Sur.
Santa Cruz de la Sierra - Yacuíba: Ferrobus und Mixto.
Santa Cruz de la Sierra - Roboré - Quijarro: Rapido.
Santa Cruz de la Sierra - Quijarro: Rapido: Expresszug.
Sucre - Potosí: Ferrobus.
Cochabamba - Higuerani: Ferrobus.
Cochabamba - Aiquile: Ferrobus.
Buen Retiro - Cochabamba: Vorortszug.
Verkehrsmäßig ist das Land noch wenig erschlossen. Das Straßennetz umfasst 50.419 km, lediglich 1940 km davon sind befestigt. Die meisten Straßen befinden sich in der Region Altiplano und in den Anden. Bus: Mit dem Bus, Boliviens Transportmittel Nr. 1, sind alle größeren Orte erreichbar. Unregelmäßiger Busverkehr auf den Nebenstrecken. Taxis haben feste Fahrpreise und werden häufig mit anderen Fahrgästen geteilt, Trinkgeld ist unüblich. Mietwagen: Hertz und einheimische Firmen sind in La Paz vertreten. Unterlagen: Internationaler Führerschein, bei der Federación Inter-Americana de Touring y Automobil (Internet: www.fitac.org) unter Vorlage des nationalen Führerscheins erhältlich. Es ist allerdings ratsam, den internationalen Führerschein bereits vor der Abfahrt zu beantragen.
Die Linienbusse in La Paz werden von einem Zusammenschluss privater Busunternehmer betrieben. Außerdem gibt es Taxis (Trufi), die auf bestimmten Strecken verkehren sowie Sammeltaxis (Trufibus). Die jeweiligen Routen sind an den verschiedenfarbigen Flaggen zu erkennen. Fahrpreise sind festgesetzt.
Alle größeren Städte verfügen meist über einen zentralen Busbahnhof (terminal terrestre).
von La Paz zu folgenden größeren bolivianischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Cochabamba | 0.25 | - | 6.00 |
| Santa Cruz | 0.50 | - | 24.00 |
| Tarija | 1.00 | - | 18.00 |
| Sucre | 0.35 | - | 11.00 |
| Potosí | 0.40 | - | 12.00 |
| Bemi | 0.35 | - | - |
Nach dem Ende der Bolivianischen Airline LAB (LLoyd Aereo Boliviano) gründete die Bolivianische Regierung die neue nationale Fluggesellschaft Boliviana de Aviación (BoA), die derzeit nur südamerikanische Städte anfliegt.
Verbindungen gibt es über Washington-Dulles, Miami u. südamerikanische Flughäfen. Von Frankfurt, Zürich und Wien bestehen Verbindungen nach La Paz über Madrid.
Der South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmenden Fluglinien sind: TAM (JJ) und TAM Mercosul (PZ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.
Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Finnair, Iberia, JAL Japan Airlines, LAN, Malev Hungarian Airlines, Qantas und Royal Jordanian Airlines innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr von 15 US$ erhoben. Stornogebühren: Vor Reiseantritt 50 US$, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.
25 US$. Ausgenommen sind Transitpassagiere und Kinder unter 2 Jahren.
La Paz (LPB) (El Alto) liegt 14 km südwestlich der Stadt. Taxis und Minibusse vorhanden. Es gibt einen Flughafenbus, der rund um die Uhr zur Stadt fährt (Fahrzeit 20 Min.). Flughafeneinrichtungen: Duty-free-Shop, Postamt, Bank, Geschäfte, Bars und Restaurant.
Santa Cruz (VVI) (Viru-Viru) ist 16 km von Santa Cruz entfernt. Taxis und Busse fahren zur Stadt. Duty-free-Shop und Restaurant.
Bolivien ist ein Binnenland. Europäische und amerikanische Schiffe laufen die Atlantik- und Pazifikküsten Südamerikas an. Von den Häfen Perus, Chiles, Brasiliens, Paraguays und Argentiniens kann man mit dem Zug nach La Paz oder Santa Cruz weiterfahren. Der nächstgelegene Hafen ist Arica (Chile).
Der wichtigste Hafen am Titicaca-See ist Guaqui, der von Puno (Peru) aus angelaufen wird. Guaqui ist 90 km von La Paz entfernt und kann per Bahn oder Bus erreicht werden.
Es gibt eine Verbindung mit dem Tren Internacional von Uyuni nach Calama in Chile.
Die Strecke von La Paz nach Arica (Chile) ist stillgelegt worden.
Die Panamerikana verbindet Argentinien mit Peru und durchläuft dabei Bolivien von Süden nach Nordwesten. Durch die Straßenverbindung von La Paz nach Ilo (Peru) ist der Pazifik in 5 Std. erreichbar. Die Andenstraße verbindet Peru, Chile und Bolivien. Diese neue Touristenroute führt von San Pedro de Atacama in Chile durch Bolivien bis nach Arequipa in Peru.
Während der Regenzeit ist von Autofahrten abzuraten. Die Hauptverbindungsstraßen sind in gutem Zustand.
Internationale Direktdurchwahl.
GSM 1900, Hauptnetzbetreiber umfassen VIVA (Internet: www.nuevatel.com) und Entel Móvil SA (Internet: www.entelmovil.com.bo).
Sind vorhanden.
Hauptanbieter ist Megalink (Internet: www.megalink.com). In den größeren Städten gibt es Internetcafés.
Von der Westküste aus möglich durch American Telegraph Company (Hauptstelle: Edificio Electra, Calle Mercado 1150, La Paz).
Postsendungen nach Europa sind zurzeit sehr unzuverlässig und langsam. Luftpostsendungen nach Europa wurden seit der Krise der Fluggesellschaft LAB eingestellt. Postlagernde Sendungen sind möglich.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
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La Paz liegt 3632 m ü. d. M. und ist damit der
höchst gelegene Regierungssitz der Welt. Im Hintergrund erhebt sich die
imposante Silhouette des schneebedeckten, 6402 m hohen Monte Illimani. Viele
Museen, die Kathedrale und die barocke Basilika Menor de San
Francisco laden zur Besichtigung ein. Interessant ist auch ein Bummel auf
der Avenida 16 de Julio, der Prachtstraße der Stadt.
Ausflüge:
Beliebte
Ausflugsziele sind der Titicaca-See, die Yungas-Täler, der
Skiurlaubsort Chacaltaya und die faszinierenden Felsformationen im
Valle de la Luna (»Mondtal«). Nahe dem Titicaca-See liegt
Tiahuanaco, Boliviens wichtigste archäologische Stätte.
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Die 2558 m ü. d. M. gelegene »Gartenstadt« Cochabamba ist mit Recht stolz auf ihre lebendige Folklore und Kultur. Das Archäologische Museum verfügt über eine interessante Sammlung alter indianischer Schriftzeichen.
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Das Departamento Santa Cruz ist für seinen Reichtum an Bodenschätzen bekannt. Die Stadt gleichen Namens hat in den letzten Jahren einen Bauboom erlebt, aber viele Gebäude aus der Kolonialzeit sind erhalten geblieben. Auch hier haben sich die Bewohner ihre volkstümlichen Traditionen bewahrt.
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Die Kaiserstadt Potosí liegt am Fuß des berühmten Monte Cerro Rico, was so viel wie »Berg reich an Erz« bedeutet. Die riesigen Mineralvorkommen (vor allem Silber) verhalfen der Stadt zu Wohlstand. Die Zahl der Indios, die als Sklaven in Potosís Minen starben, ist legendär. Viele Minen sind noch in Betrieb und einen Besuch wert. Zu Beginn der Kolonialzeit war Potosí die wichtigste und bevölkerungsreichste Stadt des Kontinents, heute gehört sie zu den bedeutendsten historischen Städten Südamerikas. Das »Haus der Münzen«, die alte Münzprägestätte, ist nur eines der vielen kulturhistorisch interessanten Bauwerke.
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Oruro ist eine Bergbaustadt mit vielen Zeugnissen aus der Kolonialzeit. Während des Karnevals (Febr./März) kann man hier eine der ausdrucksvollsten religiösen Folkloredarbietungen Südamerikas sehen.
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Sucre im Departamento Chuquisaca spielte im Unabhängigkeitskampf eine bedeutende Rolle. Die Hauptstadt bietet neben vielen beeindruckenden Kirchen und schönen Gebäuden zahlreiche Museen, Bibliotheken und historische Archive wie das Kathedralen-Museum, die Nationalbibliothek, das Kolonialmuseum, das Völkerkundemuseum und das Naturgeschichtliche Museum. Die Klöster der Stadt, ganz besonders das Recoleta-Nonnenkloster, sind sehr beeindruckend.
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Tarija, 1957 m ü. d. M. gelegen, ist eine einladende Stadt mit angenehmem Klima, Blumen und guten regionalen Weinen.
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Die Departamentos Beni und Pando liegen mitten im bolivianischen Dschungel. Das »goldene« Pantiti hat viele befahrbare Flüsse und ist ideal für Wanderungen, Angel- und Bootsausflüge. Die beiden größten Städte sind Trinidad und Cobija. Ausflüge in den tropischen Regenwald mit einheimischen Führern geben einen guten Einblick in die Pflanzen- und Tierwelt.
Wichtige Wirtschaftszweige
Trotz zahlreicher Bodenschätze wie Erdgas, Erdöl, Blei, Wolfram, Gold, Silber, Zinn und Antimon hat Bolivien eines der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in ganz Lateinamerika. Am bedeutendsten ist die Zinnproduktion – Bolivien ist einer der größten Zinnproduzenten der Welt. Erdöl, Erdgas und Mineralien sind weitere bedeutende Einkommensquellen. Die Landwirtschaft ist einer der wichtigsten Arbeitgeber, die Produktivität war bislang jedoch relativ gering. Haupterzeugnisse sind Soja, Zucker, Kaffee, Holz, Rindfleisch und Häute, die auch exportiert werden. Der florierende illegale Koka-Handel ist für zahlreiche Bauern die Haupteinnahmequelle. Die Regierung fördert allerdings mit Unterstützung der USA in verschiedenen Koka-Anbaugebieten den alternativen Anbau von Gewürzen, Obst und Tee, um den Bauern neue Einkommensquellen zu erschließen und den Kokainhandel wirkungsvoll an der Wurzel zu bekämpfen.
Wirtschaftslage
Die asiatische Wirtschaftskrise 1998 wirkte sich in Bolivien durch den drastischen Verfall der Rohstoffpreise und dadurch erheblich sinkende Exporterlöse aus. Die Abhängigkeit von Vorproduktimporten, hohe Transportkosten, Infrastrukturengpässe und eine schwache industrielle Basis beeinträchtigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit in zunehmendem Maße. Die bolivianische Wirtschaft leidet auch vermehrt unter den Auswirkungen der innenpolitischen Auseinandersetzungen, der Nationalisierungspolitik der Regierung und der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2008 betrug 6,5 % bei 14 % Inflation. 2007 hatte die Infaltionsrate noch bei 8,7 % gelegen. Für 2009 beträgt das Wirtschaftswachstum voraussichtlich nur noch 2 %. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP betrug 2008 11,3 %, der Industrie 36,9 % und der Dienstleistungen 51,8 %. Geschätzte 60 % der bolivianischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.
Wirtschaftspolitik
Die Regierung unter Evo Morales Ayma hat sich die Stärkung des staatlichen Einflusses in der Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Am deutlichsten wurde dieses Vorhaben in der Verstaatlichung des Erdöl- und Erdgassektors seit Mai 2006. Die Verstaatlichung soll nach Regierungsplänen auch im Bergbau und in der Forstwirtschaft erfolgen. Im "Nationalen Fortschrittsplan 2006-2010" ist zudem die Übernahme der Aktienmehrheit durch den Staat in den Sektoren Energie, Telekommunikation und Eisenbahn festgelegt.
1997 wurde Bolivien in die HIPC-Initiative zur Entschuldung hochverschuldeter armer Länder einbezogen. Die durch den Schuldenerlass eingesparten Mittel werden für die Durchführung von Strukturreformen und von ländlichen Entwicklungsprogrammen eingesetzt. 1999 erhielt das Land auch die Zugangsberechtigung zur so genannten erweiterten HIPC-Initiative (HIPC II). Deutschland hat Bolivien am 01.05.2002 im Rahmen von HIPC II seine gesamten, bis zum 01.07.2001 entstandenen Schulden in Höhe von 347 Mio. US$ (einschließlich Zinsen: 361 Mio. US$) erlassen. Trotzdem stieg die Außenverschuldung des Landes kontinuierlich weiter und erreichte 2008 ca. 5,9 Mrd US$.
Bolivien ist Mitglied der Andengemeinschaft, der La Plata-Gruppe, des Amazonaspaktes und der Rio-Gruppe. Die regionale Wirtschaftsintegration durch Mitgliedschaft in der Mercosur-Freihandelszone hat die wirtschaftliche Position Boliviens gestärkt, bedeutet aber auch erhöhten Wettbewerbsdruck für Bolivien.
Handelspartner
Wichtigste Handelspartner sind Brasilien, Argentinien, die USA, Japan und Venezuela. Die Handelsbilanz Boliviens war 2004 zum ersten Mal nach langer Zeit wieder positiv. Aufgrund stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise (1. HJ 2008), insbesondere für Metalle und Erdöl/Erdgas, konnte Bolivien auch 2008 eine positive Handelsbilanz aufweisen.
Vorherige Terminabsprachen sind unnötig. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.00 Uhr.
Deutsch-Bolivianische Industrie- und Handelskammer
Calle 15 de Calacoto 7791, Torre Ketal Of. 311, Casilla 2722, BO-La Paz
Tel: (02) 279 51 51.
Internet: www.ahkbol.com
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (79) 699 54 47
Internet: www.latcam.ch
Cámara Nacional de Industrias (Nationale Industriekammer)
Edif. Cámara Nacional de Comercio, Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Casilla 7, BO-La Paz
Tel: (02) 237 44 77.
Internet: www.bolivia-industry.com
Cámara Nacional de Comercio de La Paz (Nationale Handelskammer von La Paz)
Avenida Mariscal Santa Cruz 1392, Edificio Cámara Nacional de Comercio, Pisos 1 y 2, BO-La Paz
Tel: (02) 237 86 06.
Internet: www.boliviacomercio.org.bo
Die bolivianische Küche ist unverwechselbar gut. Nationalgerichte sind Empanada Salteña (Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfe Soße und Paprika in Teig gebacken), Lomo Montado (zartes Steak mit zwei Eiern, garniert mit Reis und gebratener Banane als Beilage), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln, die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen).
Getränke: Bolivianisches Bier, besonders Cruzena, ist unter den südamerikanischen Biersorten besonders zu empfehlen. Chicha wird aus fermentiertem Getreide und Mais gebraut und ist sehr stark. Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke sind überall erhältlich.
In La Paz gibt es zahlreiche Nachtklubs, die meist gegen Mitternacht öffnen, und unzählige Whiskerias, wie die einheimischen Bars genannt werden. Freitags und samstags finden ab ca. 20.00 Uhr Volksmusik- und Tanzaufführungen statt. In Cochabamba und Santa Cruz gibt es Diskotheken.
Beliebte Souvenirs sind Holzschnitzereien, Schmuck, Lama- und Alpacadecken, indianische Handarbeiten sowie Gold- und Silberschmuck.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.30-12.30 und 15.00-19.30 Uhr, Sa 10.00-15.00 Uhr.
Fußball ist der beliebteste Publikumssport. Golf und Bergsteigen werden angeboten. Skilaufen ist im April, Mai, September und Oktober möglich. Die Piste auf dem Monte Chacaltaya ist die höchst gelegene der Welt. Forellenangeln ist besonders beliebt.
Febr. Karneval, Oruro, Sucre, Santa Cruz und Tarija. März San Juan de Dios, Tarija. März Phujllay (Unabhängigkeitsfeiern), Tarabuco. März/April Karwoche. Mai Tag des Heiligen Kreuzes, landesweit. Mai Festtag des Allmächtigen Herrn, La Paz. Jun. San Pedro und San Pablo Fiestas, landesweit. Jun. Santísima Trinidad. Jun. Gran Poder, La Paz. Jun. San Juan, Tarija, Santa Cruz und ländliche Provinzen. Jun. Corpus Christi, Potosi, Sucre und Copacabana. Jul. Apostel Santiago, Tarija und in den ganzen Anden. Jul. San Ignacio de Moxos. Aug. Fest der Jungfrau von Candelaria, Copacobana. Aug. Virgen de Urkupiña (größte religiöse Feiern in Cochabamba), Quillacollo. Aug.-Sept. San Augustín, Toledo. Sept. San Roque, Tarija. Sept. Herr der Erhabenheit, Potosí, Cochabamba und Oruro. Sept. Frühlingstagundnachtgleiche, Tihuanacu. Okt. San Rafael, Santa Fé. Nov. Santo Domingo, Oruro. Nov. Jahrestag der Gründung von Beni, Trinidad. Nov. San Andrés, Santa Cruz und Taquri. 1. Nov. Allerheiligen, landesweit. Dez. Santa Barbara (siebentägiges Festival), Oruro. Dez. Día de la Immaculada Concepión, Santa Cruz und Cochabamba.
Weitere Auskünfte über Veranstaltungen erteilt das Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Umgangsformen: Die üblichen Höflichkeitsformen gelten. Traditionen sollten respektiert werden. Die bolivianische Landbevölkerung nennt sich Campesinos, nicht Indios.
Kleidung: Westliche Kleidung und Essgewohnheiten werden auch langsam von den Campesinos übernommen. Bei gesellschaftlichen Anlässen ist elegantere Kleidung angebracht, ansonsten wird legere Freizeitkleidung akzeptiert.
Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet.
Trinkgeld: Üblich sind 5-10% in Hotels und Restaurants, obwohl bereits 25% für Bedienung berechnet wird. Gepäckträger erwarten ebenfalls Trinkgeld.
Es gibt mehrere Luxus- und Spitzenhotels. Bedienung und Steuern (insgesamt ca. 25-27 %) werden auf die Rechnung aufgeschlagen. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Preise nur für Übernachtung. Preiswerte gute Hotels gibt es überall. Auskünfte vom Bolivian Chamber of Hotel Management, Calle Panamá, esquina Plaza Uyuni, edificio Shoppig Miraflores, 3°, oficina 303, BO-La Paz. (Tel: (02) 222 26 18, (02) 222 62 90)
Campingplätze sind selten. Gegen eine Gebühr findet sich aber meist ein Platz zum Zelten. Mallasa, Valencia und Palca im Flußtal unterhalb von La Florida sowie Chinguihue (10 km von der Stadt entfernt) sind besonders zu empfehlen.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in der südlichen Hälfte und im Zentrum des Landes vorkommen, herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor allem im Tiefland vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Durch hetero- und homosexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer HIV-Infektion.
Die UV-Strahlung in Bolivien ist wegen der extremen Höhenlage sehr stark und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor ist daher unbedingt erforderlich.
Herzkranke sollten sich wegen der extremen Höhenlage von La Paz Zeit für die Akklimatisation nehmen.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung, Mückennetze und insektenabweisende Mittel.
Pest-Fälle wurden von der südichen Hälfte von La Paz (Provinzen: Franz Tamayo, Sud Yungas, Valle Grande) gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die medizinische Versorgung im Lande ist auf dem Land vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Für Notfälle steht eine amerikanische Klinik in La Paz zur Verfügung. Zumutbare Krankenhäuser befinden sich ausschließlich in privater Hand, die oft sehr hohe Kosten berechnen.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rücktransport wird daher dringend empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt. Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 12 Monate sind. Kann eine Gelbfieber-Impfung aus medizinischen Gründen nicht gegeben werden, muss der Reisende darüber einen ins Spanische übersetzten ärztlichen Nachweis erbringen.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. die Departmentos Beni, Chuquisaca, Cochabamba, El Alto, La Paz, Oruro, Potosi, Riberalta, Santa Cruz, Tarija und Tupiza sind betroffen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4] Malariaschutz ist ganzjährig erforderlich für alle Regionen unter 2500 m. Ein Risiko besteht im Norden an der Grenze zu Brasilien, in den Departements Pando und Beni, insbesondere im Gebiet von Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico sowie in den tieferen Lagen von Tarija, Cochabamba und La Paz. Ein mittleres Risiko besteht in den übrigen ländlichen Gebieten unterhalb von 2500m. Ein geringes oder kein Risiko besteht in den Städten sowie im Oruro-Departement, den Provinzen Ingavi, Los Andes, Omasuyos und Pacajes (La Paz Departement) und im Potosi Departement.
Vorherrschend ist die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (Malaria tertiana). Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) kommt in den Departamentos Pando und Beni, insbesondere in Guayaramerín, Riberalta und Puerto Rico vor. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethaminresistenz von Plasmodium falciparum wurden gemeldet. Einen ausreichenden Schutz bietet langärmelige Kleidung, Mosquitonetze und Insektenschutzmittel. Bei Gebieten mit mittlerem und hohem Malariarisiko (unter 2500 m) empfiehlt sich eine Notfallmedikation.
[5] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt
Ein Infektionsrisiko für Gelbfieber besteht in den Departments Pando, Beni und Santa Cruz sowie in den tiefer gelegenen Gebieten von Cochabamba und La Paz. Eine Impfung ist für alle Reisenden vorgeschrieben.
Seit Anfang des Jahres sind vermehrt Fälle von Dengue-Fieber in den Provinzen Beni, Chuquisace, Cochabamba, La Paz, Pando, Santa Cruz und Tarija im Norden und Osten des Landes aufgetreten. Reisende sollten sich vor überwiegend tagaktiven Stechmücken schützen.
2011
1 Jan Neujahr
20 Feb - 21 Feb Karneval
22 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
23 Jun Fronleichnam
6 Aug Unabhängigkeitstag
1 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten
2012
1 Jan Neujahr
16 Feb Karneval
6 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
7 Jun Fronleichnam
6 Aug Unabhängigkeitstag
1 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten
In den einzelnen Provinzen und Städten gibt es zusätzliche Feiertage.
Folgende Artikel können zollfrei nach Bolivien eingeführt werden (Personen über 17 Jahre):
400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 g Tabak;
3 l Alkohol;
Artikel für den persönlichen Gebrauch: 1 Fotoapparat, 1 Videokamera mit Zubehör, 1 Laptop, 1 Tonbandgerät, 1 Palm Top, 1 Mobiltelefon und 1 Sportgerät;
Neuwaren, die den Gegenwert von 1.000 US$ nicht überschreiten.
1 Boliviano = 100 Centavos. Währungskürzel: Bs, BOB (ISO-Code). Der Boliviano ist an den US-Dollar gebunden. Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Bs im Umlauf; Münzen in den Nennwerten 5, 2 und 1 Bs sowie 50, 20 und 10 Centavos.
Fremdwährungen können in den größeren Städten in Banken, in Casas de Cambio (Wechselstuben) und auch in Hotels getauscht werden. Am einfachsten lassen sich US-Dollar in kleineren Stückelungen wechseln.
An vielen Geldautomaten kann man mit ec-/Maestro-Karte (sofern diese das Maestro- oder Symbol tragen) Bargeld in Landeswährung abheben. Auch Karten mit dem Cirrus-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Gängige Kreditkarten wie MasterCard, Visa, American Express und Diners Club werden in den größten Hotels, in Restaurants und Einkaufszentren in den größeren Städten akzeptiert. Kreditkarten werden allerdings in kleineren Geschäften und in abgelegenen, kleineren Städten selten angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Sollten in US-Dollar ausgestellt sein und können in Banken, Wechselstuben und in Hotels in den größeren Städten eingetauscht werden. Zunehmend werden auch Reiseschecks in Euro angenommen. In kleineren Städten werden Reiseschecks selten akzeptiert; deshalb empfiehlt sich dort die Mitnahme von Bargeld.
Keine Beschränkungen bei der Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen. Bei Beträgen ab 50.000 US$ (oder Gegenwert in anderen Fremdwährungen) ist eine Genehmigung der bolivianischen Zentralbank notwendig. Unbeschränkte Ausfuhr der Landeswährung. Ausfuhr von Fremdwährungen unbeschränkt, ab 50.000 US$ Genehmigung (s.o.) notwendig.
Mo-Fr 09.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 9.15 BOB |
| 1.00 CHF = 7.62 BOB |
| 1.00 USD = 6.92 BOB |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Da sich die Visabestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Um Probleme bei der Wiederausreise zu vermeiden, sollten Minderjährige, die allein oder mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil reisen, Vollmachten der gesetzlichen Vertreter bei sich tragen. Diese müssen notariell beglaubigt und von einem Landgericht überbeglaubigt werden, mit beeidigter Übersetzung ins Spanische. Weitere Informationen erteilen die konsularischen Vertretungen.
Allgemein erforderlich. Ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Jahr: EU-Länder, Schweiz und Türkei ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsbürger von Bulgarien, Malta, Rumänien und Zypern).
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, gültige Dokumente für die Weiterreise besitzen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Staatsangehörige von China benötigen jedoch in jedem Fall ein Transitvisum.
U.a. Touristenvisum, Visum für einen bestimmten Zweck ("visa de objeto determinado": Geschäftsreise oder Arbeitsverhältnis mit Arbeitsvertrag, Praktikum, unbezahlte freiwillige Arbeit, Eheschließung, vorübergehende Verlegung des Wohnsitzes oder Einwanderung, Filmproduktion für kommerzielle Zwecke), Studentenvisum, Transitvisum.
Falls ein Visum erforderlich ist, sind die Visagebühren je nach Nationalität verschieden und vom aktuellen Wechselkurs abhängig. Staatsbürger mancher Länder erhalten das Visum kostenlos. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Touristenvisum: ab Einreisetag 30 Tage,
Visum für einen bestimmten Zweck (z.B. Geschäftsreise): ab Einreisetag 30 Tage (Verlängerungsmöglichkeit bis zu 90 Tagen vor Ort).
Studentenvisum: 60 Tage (Verlängerungsmöglichkeit bis zu 90 Tagen vor Ort).
Konsulat oder Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktdressen).
Für Staatsangehörige mancher Länder (jedoch keiner EU-Länder) muss vor der Beantragung eines Visums eine Genehmigung vom Außenministerium in Bolivien eingeholt werden, was in der Regel einige Wochen dauert. Nähere Angaben von der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).
Touristenvisum:
(a) Anschreiben an die Konsularabteilung der Botschaft oder eines der Honorarkonsulate unter Angabe mit der Anschrift und Telefonnummer des Antragstellers.
(b) Antragsformular und Kopie.
(c) 2 aktuelle Passfotos in Farbe.
(d) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monaten gültig ist.
(e) Nachweis des Hin- und Rückflugtickets.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(g) Ggf. Reiseerlaubnis für Minderjährige, die allein bzw. mit nur einem Elternteil nach Bolivien reisen.
(h) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.
U. U. sind weitere Unterlagen notwendig, die bei der zuständigen konsularischen Vertretung erfragt werden können. Bei postalischer Antragstellung sollte ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigelegt sein. Diese Angaben können sich kurzfristig ändern.
Anfragen an die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Je nach Staatsangehörigkeit verschieden, i.d.R. ca. 3 Wochen.
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Für die Einreise nach Bolivien ist ein gültiger internationaler Gelbfieberimpfpass zwingend erforderlich (Die Impfung muss spätestens 10 Tage vor der Reise erfolgt sein.). Für die Ausreise aus Bolivien über Drittstaaten (z.B. Brasilien, Argentinien) kann ein Nachweis über eine Gelbfieberimpfung erforderlich sein. Der Impfpass sollte daher stets greifbar im Handgepäck mitgeführt werden. Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
(a) Rück-/Weiterreiseticket
(b) Ausreichende Geldmittel.
Für Vögel, Katzen und Hunde wird ein Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland benötigt, das bescheinigt, dass das Tier frei von Krankheiten ist. Für Katzen und Hunde ist des Weiteren ein Tollwut-Impfzertifikat erforderlich. Eine rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der zuständigen konsularischen Vertretung ist in jedem Fall ratsam.
Südamerika.
1.098.581 qkm.
9.247.816 (Schätzung 2008).
8,4 pro qkm.
Sucre. Einwohner: 295.455 (Schätzung 2009).
Regierungssitz: La Paz. Einwohner: 887.512 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik seit 1967. Verfassung von 2009. Zweikammerparlament (Congreso Nacional) aus Senat (Camara de Senadores) mit 36 Mitgliedern und Abgeordnetenhaus (Camara de Diputados) mit 130 Mitgliedern. Legislaturperiode: 5 Jahre. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre, seit Inkrafttreten der neuen Verfassung max. 2 Wahlperioden. Unabhängig seit 1825 (ehemalige spanische Kolonie).
Bolivien ist ein Binnenland. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile. Das weitgehend unfruchtbare Hochplateau Altiplano, eingefasst von den Anden, liegt etwa 4000 m ü. d. M. und macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus. Etwa 70% der Bevölkerung leben hier, von denen fast ein Drittel Stadtbewohner sind. Die zweite geographische Region ist ein fruchtbares Tal, das zwischen 1800 m und 2700 m ü. d. M. liegt. Das feucht-tropische, bewaldete Tiefland (Llano) im Osten nimmt zwei Drittel der Gesamtfläche ein.
Amtssprache ist Spanisch; daneben auch die Indianersprachen Aimará, Quechua und Tupi-Guarani. Englisch sprechen einige Beamte und Geschäftsleute.
Katholizismus (95%) ist Staatsreligion; Protestanten (ca. 50.000), Bahai.
MEZ -5. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Bolivien.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Std. und im Sommer -6 Std.
220 V, 50 Hz; La Paz: 110/220 V, 50 Hz; Potosí: 110 V. Die meisten Hotels haben zweipolige Steckdosen für beide Stromstärken. Abweichungen können vorkommen.
Evo Morales, seit Januar 2006.
Evo Morales, seit Januar 2006.
Postanschrift: Postfach 1323, D-94003 Passau
Tel: (0851) 756 56 44.
Internet: www.bolivialine.de
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.
Av. Sanchez Lima 1512, Edif. Melissa Piso 11-D Sopocachi, BO-La Paz
Tel: (02) 242 00 13.
Internet: www.bolivialine.de
Plaza Isabel la Católica, Edificio Presidente Bush Of. 2 Mezzanine (Sopocachi), BO-35075 La Paz
Postanschrift: Casilla 3, BO-35075 La Paz
Tel: (02) 243 51 62.
Internet: www.njboltravel.com
Edificio Cámara de comercio, Piso 11, BO-La Paz
Tel.: (00591 2) 233 48 49, 235 24 79, 237 51 29.
Internet: www.turismobolivia.bo
Wichmannstraße 6, D-10787 Berlin
Tel: (030) 263 91 50. Konsularabt.: (030) 26 39 15 13.
Internet: www.bolivia.de
Mo-Do 09.00-17.00 und Fr 09.00-14.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr (Publikumsverkehr), Mo-Fr 14.00-17.00 Uhr (tel. Anfragen)
Honorargeneralkonsulat in Hamburg. Honorarkonsulate in Bremen, Schlossborn/Frankfurt/M. und München.
Waaggasse 10/4, A-1040 Wien
Tel: (01) 587 46 75.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-17.00 Uhr (Termin nach Vereinbarung).
Honorarkonsulate in Altenberg/Linz, Salzburg und Wien.
(mit Visumerteilung)
Sevogelplatz 2, CH-4052 Basel
Tel: (061) 312 44 45.
Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr.
Honorarkonsulat (mit Visumerteilung) in Lausanne (Tel: (021) 311 16 13).
Bolivien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 20.04.2012
Unverändert gültig seit: 12.04.2012
Aktuelle Hinweise
Die bolivianische Fluggesellschaft AeroSur hat in letzter Zeit mehrere internationale Verbindungen gestrichen. Die Wiederaufnahme der Flüge ist ungewiss. Es wird geraten, sich vor einer eventuellen Buchung über die aktuelle Lage zu informieren.Â
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisemöglichkeiten können dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.
Reisende in Bolivien sollten daher die Medienberichte aufmerksam verfolgen, sich bei ihren Reisebüros rückversichern und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.
Reisenden wird dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land unbedingt zu meiden.
Reisen über Land / Straßenverkehr
In Bolivien kommt es regelmäßig zu schweren Busunglücken, bei denen meist viele Todesopfer zu beklagen sind. Bei Überlandreisen mit dem Bus wird dringend geraten, nur mit bekannten Busunternehmen zu fahren. Auch bei Fahrten mit Reiseveranstaltern von Uyuni in den Südwesten des Landes (Laguna Colorada etc.) und zum Salar de Uyuni kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Bei der Wahl von Reisebüros und Transportunternehmen ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Aus gegebenem Anlass wird empfohlen, von La Paz aus zum Titikakasee nur in Gruppen und nur mit bekannten Busunternehmen zu reisen.
Das Land ist verkehrsmäßig noch wenig erschlossen. Es gibt nur etwa 3.000 km asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege; wenige Brücken) sind während der Regenzeit oft tagelang nicht passierbar. Besonders betroffen ist zurzeit die Strecke nach Nordosten. Reisenden wird geraten, sich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.
Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation rät die Botschaft dringend von Überlandfahrten mit Pkw oder Bus bei Dunkelheit ab. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet. Gleiches gilt oft auch für andere Verkehrsteilnehmer, die sich auch nicht immer an die geltenden Vorfahrtsregelungen halten.
Es gibt eine gesetzliche Regelung, nach der Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen höhere Benzinpreise als Fahrzeuge mit bolivianischen Kennzeichen zahlen müssen. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellen nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher oft weigern, an ausländische Fahrzeuge Benzin zu verkaufen.
Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.
Kriminalität
Die Kriminalität in Bolivien hat in letzter Zeit zugenommen. So gab es vermehrt Vorfälle mit alleinreisenden, ausländischen Touristen, die bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden und dort, unter Mithilfe von falschen Polizisten in Uniform mit dem Vorwand, eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen wurden (sog. â€Expressentführungen"). Es gab zahlreiche Fälle, in denen Personen hierfür sogar einige Tage gefangen gehalten wurden. Ähnliche Fälle wurden auch aus anderen bolivianischen Großstädten berichtet.
In letzter Zeit sind der bolivianischen Polizei Fahndungserfolge gelungen, die zur Aushebung von kriminellen Banden geführt haben. Außerdem tritt die Touristenpolizei an verschieden neuralgischen Punkten (z.B. dem Busbahnhof in La Paz) verstärkt in Erscheinung und berät ankommende Reisende. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen zu einer spürbaren Verbesserung der Situation führen.
Es wird dringend geraten, nur auf bekannte Funktaxi- und Busunternehmen zurückgreifen und keine Taxis auf der Straße heran zu winken, insbesondere nicht nachts. In aller Regel fordern Restaurants, Hotels, Kneipen usw. auf Wunsch des Gastes ein Radio-Taxi an. Außerdem sollte man in der Öffentlichkeit keine großen Bargeldsummen bei sich führen oder Ausweispapiere und Geld offen in der Hosentasche tragen.
Es wird auch immer wieder davon berichtet, dass Besuchern von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen (einheimisch: Burundanga) verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen. Diese Zeit wird genutzt, um die betreffende Person auszurauben.
Die Drogenkriminalität in Bolivien ist verbreitet, mit steigender Tendenz. Von Erwerb, Besitz, Konsum, Handel und der Ausfuhr von Drogen und Drogenprodukten aller Art wird dringend abgeraten.