Heißes Äquatorialklima am Tanganjika-See und in der Flussebene des Ruzizi. Am See ist es oft windig, im Hochland mild und angenehm mit Durchschnittstemperaturen um 18°C (1000-2000 m). Kurze Regenzeit von Oktober bis Dezember, lange Regenzeit von Februar bis Mai. Lange Trockenzeit von Mai bis Oktober.
Es gibt keinen Inlandflugverkehr.
Die meisten Straßen sind befestigt. Von Bujumbura führen größere Straßen Richtung Osten nach Muramvya (ehemalige Königsstadt) und südlich in Richtung Gitega. Die Straßen nach Kayanza, Ngozi und Kirundo können extrem gefährlich sein (Raubüberfälle) und sind oft während Militäreinsätzen geschlossen. Viele Hauptstraßen sind nach 16.00 Uhr geschlossen. Aufgrund der instabilen politischen Lage wird derzeit davon abgeraten, sich außerhalb von Bujumbura aufzuhalten. Während der Regenzeit sind die meisten Straßen kaum befahrbar.
Mietwagen: in Bujumbura erhältlich, außerdem können an Tankstellen Fahrzeuge gemietet werden.
Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Linienbusse verkehren in und um Bujumbura und in größeren Städten. Minibusse sind oft billiger und weniger überfüllt als Sammeltaxis. Fahrer warten auf eine volle Fuhre, bevor sie abfahren. Öffentliche Verkehrsmittel außerhalb Bujumburas sollten als gefährlich angesehen werden.
Taxi: Tanus-tanus (Lastwagentaxis) sind in der Regel überfüllt.
von Bujumbura zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Bus/ PKW | Schiff | |
| Gitega | 1.30 | - |
| Resha Gumonge | 0.45 | 13.00 |
| Nyanza Lake | - | 5.00 |
| Kirundo | 4.00 | - |
| Muyinga | 5.00 | - |
| Ngozi | 3.00 | - |
Burundis nationale Fluggesellschaft Air Burundi (8Y) ist nicht in Europa vertreten.
Andere Fluggesellschaften, die Burundi anfliegen, sind Air France (AF), KLM (KL). Ethiopian Airlines (ET) und Kenya Airways (KQ).
Im Codeshare mit Brussels Airlines (SN) fliegt Lufthansa (LH) nach Bujumbura.
Bujumbura (BJM) liegt 11 km nordwestlich der Stadt. Taxis fahren zur Stadt. Flughafeneinrichtungen umfassen Bank/Wechselstube, Bar/Restaurant, Mietwagenschalter, Postamt und Duty-free-Shops.
Fracht- und Passagierschiffverbindungen auf dem Tanganjika-See zwischen Kigoma (Tansania) und Bujumbura, wenn es die politische Lage erlaubt; außerdem von Bujumbura nach Kalemi (Demokratische Republik Kongo) und Mpulungu (Sambia). Es gibt drei verschiedene Deckklassen. Die Abfahrtszeiten werden nicht immer eingehalten.
Akzeptable Straßen führen von der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda nach Burundi. Nach Ruanda sollte man nur als Teil eines UN-Konvoys fahren, da es immer wieder zu Überfällen kommt. Die Straßenverbindung in die Demokratische Republik Kongo kann möglicherweise ohne langfristige Vorankündigung geschlossen werden. Die Straßenverbindung von Tansania ist schlecht. Gebiete in Grenznähe können sehr gefährlich sein.
Internationale Direktdurchwahl. Gespräche ins Ausland müssen vom Office National des Telecommunications (0NATEL), von Hotels oder von Telefonzentren geführt werden.
GSM 900. Netzbetreiber: Telcel Burundi (Internet: www.telecel.com), SAFARISund Spacetel. Die Netzabdeckung beschränkt sich auf den Westen des Landes.
Hauptanbieter ist CBI Network (Internet: www.cbinf.com). In Bujumbura gibt es einige Internetcafés.
Bei der Direction des Télécommunications in Bujumbura.
Öffnungszeiten des Hauptpostamts in Bujumbura: Mo-Fr 07.30-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
Die Haupt- und Hafenstadt Bujumbura liegt
am Ufer des Tanganjika-Sees. Die Region wurde gegen Ende des 19.
Jahrhunderts von Deutschland kolonialisiert und man findet noch heute
Gebäude aus dieser Zeit, wie z. B. das Haus des Postmeisters. Außerdem lohnt ein Besuch der Museen, des islamischen Kulturzentrums und des ausgezeichneten Marktes. Das Living Museum,
ein rekonstruiertes burundisches Dorf, gewährt Einblick in die
nationale Handwerkskultur. Der See bietet eine Vielzahl von
Wassersportmöglichkeiten. Andere Sehenswürdigkeiten sind die alten
Königsstädte Muramvya und Gitega (Nationalmuseum) sowie das Denkmal in der Form einer Pyramide in der Nähe von Rutana an der Quelle des Weißen Nils.
Die
weltbekannten »Maîtres Tambours du Burundi« (Meistertrommler von
Burundi) sind ein musikalisches Ereignis, das man nicht verpassen
sollte.
Burundi hat mehrere Nationalparks und Naturreservate, u. a. den Parc National de la Kibira (Schimpansen und andere Affenarten), den Parc National de la Ruvubu (Büffel) und das Réserve Gérée de la Ruzizi (Antilopen, Nilpferde, Krokodile).
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 3,102 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 400 US$ (2008)
Wachstumsrate: ca. 4,5 % (2008)
Arbeitslosenrate: k.A.
Inflationsrate: ca. 24,1 % (2008)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 68 % (2002)
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt
Landwirtschaft: ca. 33,4 % (2008)
Industrie: ca. 21 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 45,6 % (2008)
Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft
Außenhandel
Importe: ca. 350 Mio. US$ (2008)
Exporte: ca. 79 Mio. US$ (2008)
Wichtige Handelsbeziehungen: Japan, Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda,
Saudi-Arabien, Deutschland, Belgien, Frankreich, Pakistan, Indien
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Vereinte Nationen und deren Sonderorganisationen,
Blockfreien-Bewegung und Afrikanische Union (AU),
CEPGL: Wirtschaftsgemeinschaft der Länder der Großen Seen mit Demokratischer Republik Kongo und Ruanda
OBK: Organisation zur Entwicklung des Kagera-Beckens; mit Tansania, Uganda und Ruanda
COMESA: Freihandelszone des östlichen und südlichen Afrika
CEEAC: Wirtschaftsgemeinschaft der Staaten Zentralafrikas
EAC: Ostafrikanische Gemeinschaft
Burundi ist immer noch ein Agrarstaat und gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Aufgrund der instabilen politischen Lage befindet sich das Land kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Leichte Anzüge bzw. Kostüme sind angemessen für Geschäftstermine. Für Geschäftsreisen sind die Monate April bis Oktober bzw. Dezember und Januar am günstigsten.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.30-12.00 und 14.00-17.30 Uhr.
Chambre de Commerce et de l’Industrie du Burundi (Industrie- und Handelskammer)
BP 313, BI-Bujumbura
Tel: 22 22 80.
Hauptveranstalter für Konferenzen und Tagungen ist:
Intercontact
19 Rue de l’Industrie, BP 982, BI-Bujumbura
Tel: 22 66 18, 22 66 66, 22 66 71.
Internet: www.intercontactservices.com
Die Auswahl ist begrenzt. Gerichte in den Hotels in Bujumbura sind teuer und recht einfach. Eine Spezialität ist gebratener Ndagara-Fisch aus dem Tanganjika-See. Es gibt gute französische, indische und griechische Restaurants in der Stadt. Außerhalb von Bujumbura und Gitega findet man kaum Restaurants.
In Bujumbura gibt es Nachtklubs, Restaurants und Bars.
Einheimisches Kunstgewerbe, besonders Korbwaren, sind zu empfehlen. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. Allg. Mo-Fr 08.30-12.00 und 15.00-18.00 Uhr, Sa 08.30-12.30 Uhr.
Wassersport (Segeln, Wasserski und Angeln) in Bujumbura am Tanganjika-See. Der öffentliche Strand liegt 5 km westlich der Stadt. Im Entente-Sportklub kann man Tennis, Volleyball, Basketball und Golf spielen. Besuchern wird eine befristete Mitgliedschaft angeboten.
Die üblichen gesellschaftlichen Höflichkeitsformen gelten. Einheimische Sitten und Gebräuche sollten unbedingt respektiert werden. Die Kleidung sollte nicht zu zwanglos sein. Trinkgeld wird nicht automatisch berechnet, ca. 10% sind angemessen.
Fast alle Hotels befinden sich in Bujumbura. In den anderen Landesteilen gibt es nur wenige Unterkünfte, mit Ausnahme einiger Hotels in Gitega, Ngozi und Kirundo. Informationen erteilt das Office National du Tourisme (s. Adressen) oder NITRA, PO Box 1402, 7 Place de l’Indépendence. (Tel: 22 23 21)
Zelten wird ungern gesehen, besonders in Stadtnähe, und ist gefährlich. Eine Erlaubnis der örtlichen Behörden sollte unbedingt eingeholt werden.
Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen. Hepatitis B ist hochendemisch. Bei längerfristigem Aufenthalt und bei Kindern und Jugendlichen sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis B erfolgen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.
Für die von Mücken übertragene Schlafkrankheit besteht ein geringes Übertragungsrisiko.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Fledermäuse und andere Tiere. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Auch das Zeckenbissfieber kommt landesweit vor.
Landesweit ist mit erheblichen Engpässen bei der medizinischen Versorgung zu rechnen, da Burundi zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika gehört.
Adäquate Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten, Begleitattest ratsam) und Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle sind dringend empfohlen.
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt. Burundi gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist normalerweise keine Einreisebedingung. Das Risiko einer Infektion besteht,v.a. in den Provinzen Bubamza, Bujumbura, Bururi und Citiboke. In Das Infektionsrisiko ist für Touristen jedoch relativ gering. Sicherheitshalber, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3] Hohes Malariarisiko ganzjährig landesweit. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll chloroquinresistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung durch Medikamente.
[4] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Milch ist nicht pasteurisiert, daher ebenfalls abkochen. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
2011
1 Jan Neujahr
5 Feb Unionstag
1 May Tag der Arbeit
1 Jun Unabhängigkeitstag
2 Jun Christi Himmelfahrt
15 Aug Mariä Himmelfahrt
13 Oct Todestag von Prinz Rwagasore
21 Oct Todestag von Präsident Ndadaye
1 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten
2012
1 Jan Neujahr
5 Feb Unionstag
1 May Tag der Arbeit
17 May Christi Himmelfahrt
1 Jul Unabhängigkeitstag
15 Aug Mariä Himmelfahrt
13 Oct Todestag von Prinz Rwagasore
21 Oct Todestag von Präsident Ndadaye
1 Nov Allerheiligen
25 Dec Weihnachten
Folgende Artikel können zollfrei nach Burundi eingeführt werden:
1000 Zigaretten oder 1 kg Tabak;
1 l alkoholische Getränke.
Für Kameras, Schreibmaschinen, Aufnahmegeräte etc. kann eine Kaution verlangt werden.
1 Burundi Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: BuFr, BIF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500, 100, 50, 20 und 10 BuFr im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen von 10, 5 und 1 BuFr.
Fremdwährungen können am Flughafen, in den Banken in Bujumbura und in großen Hotels umgetauscht werden.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Diners Club, American Express und MasterCard werden vereinzelt in größeren Hotels akzeptiert (bei Buchung erfragen). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist auf 2.000 BuFr begrenzt. Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen.
Mo-Fr 08.00-11.30 Uhr.
| 1.00 EUR = 1834.73 BIF |
| 1.00 CHF = 1528.16 BIF |
| 1.00 USD = 1386.5 BIF |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Allgemein erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Länder.
Transitreisende, die über gültige Papiere für die Weiterreise verfügen und den Flughafen nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Touristen-, Geschäfts- und Transitvisum.
Deutschland, Österreich und Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum:
50 € (Aufenthalt von bis zu 1 Monat, einmalige Einreise).
100 € (Aufenthalt von bis zu 3 Monaten, mehrmalige Einreise).
Persönlich oder postalisch bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).
(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Touristen: Bestätigung des Reisebüros einer bezahlten Hin- und Rückreise.
(e) Geschäftsreisende: Schreiben der entsendenden Firma an die Botschaft mit Namen des Reisenden, Adresse der einladenden Firma in Burundi, Reisezweck und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.
(e) Gebühr (bei persönlicher Antragstellung in bar, postalisch: Beleg der Überweisung).
Bei postalischer Antragstellung ist ein und frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.
Mindestens 3 Tage.
Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr). Weitere Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Zentralafrika.
27.834 qkm.
8.691.005 (Schätzung 2008).
312 pro qkm.
Bujumbura. Einwohner: 367.544 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik seit 1966. Verfassung von 1992. Militärputsch 1996; seit 1998 ist eine Übergangsverfassung in Kraft. Parlament (Assemblée Nationale) mit 140 Mitgliedern; Wahl alle 5 Jahre. Seit dem Militärputsch von 1996 Übergangsparlament aus Mitgliedern des Parlaments und Vertretern aller politischen und gesellschaftlichen Gruppen. Unabhängig seit 1962 (ehemaliges belgisches Treuhandgebiet).
Burundi liegt am Nordzipfel des Tanganjika-Sees, der zusammen mit der schmalen Flussebene des Ruzizi das Land im Westen begrenzt. Das Landesinnere besteht aus Hochland, das im Osten nach Tansania und zum Tal des Malagarasi hin abfällt. Die Landschaft ist hügelig und mit Eukalyptusbäumen, Bananenfeldern, Acker- und Weideland bedeckt. Im Osten geht die fruchtbare Landschaft in Savanne über.
Amtssprachen sind Französisch und Kirundi. Kisuaheli und Englisch sind weit verbreitet.
Überwiegend römisch-katholisch (62 %); protestantische (5 %) und muslimische (10 %) Minderheiten, außerdem Naturreligionen (23 %).
MEZ + 1. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Burundi.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 1 Std. und im Sommer 0 Std.
220 V, 50 Hz. Eurostecker.
Pierre Nkurunziza, seit August 2005.
Pierre Nkurunziza, seit August 2005.
2 Avenue des Euphorbes, BP 902, BI-Bujumbura
Tel: 22 20 23 oder 22 93 90.
Berliner Straße 36, D-10715 Berlin
Tel: (030) 234 56 70.
Internet: www.burundi-embassy-berlin.com
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-13.00 Uhr;
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsulate ohne Visumerteilung in Stuttgart und Wien.
Rue de Lausanne 44, CH-1201 Genève
Tel: (022) 732 77 05.
Burundi
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.04.2012
Unverändert gültig seit: 29.03.2012
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.
Burundi unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Infolge dieser Unterstützung gibt es Attentatsdrohungen islamistischer Akteure gegen Burundi und Uganda. Am 11. Juli 2010 kam es in der ugandischen Hauptstadt zu mehreren Selbstmordattentaten mit zahlreichen Toten und Verletzten. Ähnliche Anschläge können in Burundi nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und besondere Vorsicht beim Fotografieren sensibler Punkte anzuwenden.
Burundi ist ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 fanden Richtungswahlen statt, die der Regierungspartei CNDD-FDD eine überwältigende Mehrheit verschafft haben. Die Opposition hat die Wahlen boykottiert und ist nicht mehr in Parlament und Senat vertreten. Zwischen den politischen Lagern herrscht großes Misstrauen. Erneute Instabilität bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen kann nicht ausgeschlossen werden. So wurden etwa am 18. September 2011 bei einem schweren Attentat in Gatumba, ca. 15 km außerhalb von Bujumbura, 39 Menschen getötet.
Die im Laufe des vergangenen Jahres stark vermehrt auftretende Zahl bewaffneter Überfälle und Gewalttaten scheint aber in den letzten Monaten wieder etwas rückläufig zu sein.
Reisende sollten deshalb folgende Vorsichtsmaßnahmen einhalten:
In der Provinz Bujumbura Mairie sollten die Stadtteile Kanyosha, Musaga, Kamenge, Cibitoke und Ngagara nach 18:00 Uhr gemieden werden.
In Bubanza und Citiboke wird von Ausgängen/-fahrten zwischen 17:30 Uhr und 07:00 Uhr gänzlich abgeraten. Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Es sollte grundsätzlich nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden. Auch in allen anderen Provinzen sollten Ausgänge und Überlandfahrten nach 18:00 Uhr unterbleiben.
Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft in Bujumbura dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit stellen angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land zentrale Probleme dar. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Dunkelheit und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.