Tropisch. Im Norden, in der Ashanti-Waldregion und in den südwestlichen Ebenen heiß und schwül. Die Regenzeiten dauern im Norden von April bis September und im Süden von April bis Juli und von September bis November. Der Harmattan, ein trockener heißer Wüstenwind, bläst im Norden von Dezember bis März, im Süden im Januar. Regenschauer sind nur von kurzer Dauer. An der Küste gibt es keine spürbaren Jahreszeitenunterschiede.
Ghana Airways (GH) (Internet: www.fly-ghana.com) betreibt Flugverbindungen zwischen Accra, Kumasi und Tamale.
Flughafengebühren: 1000 C.
Ein Dampfschiff, die Yapei Queen, fährt regelmäßig auf dem Volta See zwischen Akosombo und Yeji. Fährverbindung von Yeji nach Buipe und Makongo. Vorausbuchung ist beim Ministry of Tourism möglich (s. Adressen).
Das Schienennetz ist rund 1.000 km lang. Es gibt eine Verbindung zwischen Accra, Takoradi und Kumasi. Es gibt zwei Preisklassen. Kinder unter 3 Jahren reisen kostenlos, von 3 bis 11 Jahren zum halben Preis.
Das Straßennetz umfasst ca. 39.400 km. Die Straßen innerhalb von Städten sind in recht gutem Zustand, außerhalb von Städten in meist schlechtem.
Staatliche Fernbusse verbinden alle größeren Städte.
Mietwagen mit oder ohne Fahrer können bei internationalen und einheimischen Firmen gemietet werden; die Mietgebühr ist jedoch hoch. Nachtfahrten sollten gemieden werden.
Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Accra hat ein ausgedehntes Busnetz, das überwiegend von Privatunternehmen betrieben wird. Sie benutzen kleine Busse (Moto-way), ca. 120.000 Minibusse (Tro-Tro) und Busse mit Holzkarosserie (Mammy Wagons). Die kleinen Busse sind jedoch stark unfallgefährdet. Es stehen Taxis und Sammeltaxis zur Verfügung, der Fahrpreis sollte vorher ausgehandelt werden.
Ghanas nationale Fluggesellschaft heißt Ghana Airways (GH) (Internet: www.fly-ghana.com), sie fliegt von Düsseldorf (direkt) und London nach Accra.
Von Frankfurt/M. aus gibt es mit United Airlines (UA) und Lufthansa (LH) nach Accra. Air Berlin (AB) fliegt ab Düsseldorf nach Accra. Swiss (LX) und United Airlines (UA) fliegen von Zürich nach Accra. Von Wien fliegen Austrian Airlines (OS), Lufthansa (LH) und KLM (KL).
Eine Weiterreise nach Accra von Windhoek (Namibia) über Johannesburg (Südafrika) ist auch mit Air Namibia (SW) möglich. Air Namibia fliegt mehrmals wöchentlich direkt von Frankfurt nach Windhoek.
50 US$.
Accra (ACC) (Kotoka) liegt 10 km nördlich der Stadt (Fahrzeit: ca. 20 Min.). Flughafeneinrichtungen: Bank, Postamt, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Geschäfte, Bars und Restaurants, Mietwagenschalter und Hotel-Reservierungsschalter. Taxis vorhanden.
Ghana verfügt über zwei Tiefseehäfen in Takoradi und in Tema. Schiffe verkehren zwischen Tema und Nigeria, Côte d'Ivoire, Kamerun und Südafrika.
Eine Küstenstraße verbindet Lagos (Nigeria), Cotonou (Benin) und Lomé (Togo) mit Accra. Die beste Straße führt von Abidjan (Côte d’Ivoire) über Kumasi ins Landesinnere. Die Straße von Burkina Faso überquert bei Navrongo die Grenze, es verkehren Busse, Taxis und Tro-Tros (Minibusse). Mit Langstreckentaxis erreicht man bequem die Nachbarstaaten.
Selbstwählferndienst. Das moderne Telefonnetz ermöglicht Verbindungen zu allen Ortschaften.
Mobilfunkgesellschaften umfassen Ghana Telecommunications Company Ltd (GSM 900) und SPACEFON (GSM 900; Internet: www.spacefon.com). Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In Accra.
Hauptanbieter: Network Computer Systems (NCS) und Ghana.com (Internet: www.ghana.com). In Accra und Tema gibt es Internetcafés.
Können bei der Ghana Telecom aufgegeben werden (High Street, Accra; Circle Post Office, Accra und Stewart Avenue, Kumasi). Es gibt drei Tarife.
Luftpost nach Europa braucht ca. zwei Wochen.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
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Accra: Das Landesmuseum beherbergt eine umfassende Sammlung ghanaischer Kunst und ein interessantes Erinnerungsstück an die jüngste Geschichte: die Statue von Kwame Nkrumah, dem »Vater« der Unabhängigkeit, mit abgehackten Armen. Der Makola-Markt an der Kojo Thompson Road ist ein weitläufiger Straßenmarkt auf dem Händler aus den umliegenden Dörfern täglich ihre Produkte verkaufen. Im Centre for National Culture kann man traditionelles Kunstgewerbe erstehen.
Aburi liegt 38 km nördlich von Accra in den Akuapim-Hills. Das im 19. Jahrhundert erbaute Sanatorium (heute ein Rest House) deutet auf das erfrischende Klima hin. Der Botanische Garten wurde während der Kolonialzeit angelegt und beherbergt eine umfassende Sammlung subtropischer Pflanzen und Bäume.
Shai Hills Game Reserve: Dieses verhältnismäßig kleine Tierschutzgebiet liegt 50 km von Accra entfernt und kann mit dem Auto erreicht werden.
Ada ist ein beliebtes Urlaubsgebiet an der Mündung des Volta. Angler können in der Flussmündung Barracudas und Nilbarsche fangen. In der Nähe liegt die Salzmarsch der Songow-Lagune, die für ihre artenreiche Vogelwelt bekannt ist.
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Kumasi ist die historische Hauptstadt der Ashantis. Hier kann man die Ruinen des von Lord Baden-Powell niedergebrannten Manhyia-Palastes und des königlichen Mausoleums sehen. Das Kulturzentrum mit einem zum Großteil den Ashantis gewidmeten Museum, einer Bibliothek und einer Freilichtbühne ist sehr interessant. Im »Lebenden Museum«, das aus einer Farm und einem nachgebauten Dorf besteht, kann man Goldschmiede, Töpfer und Bildhauer nach traditionellen Techniken arbeiten sehen. Besonders interessant sind die Weber, die bunte Kente-Stoffe herstellen.
Das Owabi-Naturschutzgebiet liegt im Westen unweit von Kumasi. Weiter nordöstlich befindet sich das Boufom Wildlife Sanctuary mit den eindrucksvollen Banfabiri-Fällen. Im Süden liegt die Goldgräberstadt Obuasi.
Akosombo ist die ehemalige Siedlung der Arbeiter, die den Staudamm am Volta gebaut haben, wodurch der größte künstliche See der Welt entstanden ist. Zur Zeit wird hier ein Feriendorf mit guten Wassersportmöglichkeiten angelegt. Eine Rundfahrt mit der Autofähre nach Kete Krachi dauert einen Tag; ein Dreitageausflug zur nördlichen Hauptstadt New Tamale am Seezufluss ist auch möglich. Es gibt gute Segel-, Wasserski- und andere Wassersportmöglichkeiten.
Der Mole-Nationalpark ist das schönste Tierschutzgebiet Ghanas. Man kann den Park zu Fuß oder per Landrover durchstreifen, muss aber immer von einem Führer begleitet werden. Die Touren sind so geplant, dass Antilopen, Affen, Büffel, Warzenschweine und die selteneren Löwen und Elefanten, die man hier wieder angesiedelt hat, aus der Nähe beobachtet werden können. Es darf gezeltet werden, Besucher sind nicht an vorgeschriebene Wege gebunden. Am Parkeingang gibt es ein Motel mit Restaurant. Nicht weit von hier kann die Larabanga-Moschee, Ghanas älteste Moschee, im traditionellen westafrikanischen Stil erbaut, besucht werden.
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Der Fischmarkt in Dixcove und die britische Festung aus dem 17. Jahrhundert sind schöne Ausflugsziele. In der Nähe liegt Busua, ein tropischer Strand mit Palmen und hohen Atlantikwellen. Allerdings ist hier, wie fast an der gesamten Küste, Schwimmen gefährlich, da die Wellen eine starke Strömung erzeugen. Es gibt aber kleine Felsbuchten, in denen man gefahrlos baden kann. Elmina (»die Mine«) war die erste portugiesische Siedlung und hat eine interessante, vollständig erhaltene Festung aus dem 15. Jahrhundert.
Cape Coast und Takoradi: Überall in dieser Region stößt man auf Zeugnisse der Kolonialzeit. Cape Coast, die ehemalige Hauptstadt der »Goldküste«, wird von einer Burg überragt, in der Sklaven vor der Überfahrt nach Amerika gefangen gehalten wurden. Heute beherbergt die Burg das West African Historical Museum.
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 34,2 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 1.500 US$ (2005)
Wachstumsrate: ca. 7,3 % (2008)
Arbeitslosenrate: 11 % (2000)
Inflationsrate: ca. 16,5 % (2008)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 28,5 (2007)
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 37,3 % (2008)
Industrie: ca. 25,3 % (2005)
Dienstleistungen: ca. 37,5 % (2008)
Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (u.a. Kakao), Bergbau (u. a. Manganerz), Diamanten- und Goldgewinnung
Außenhandel
Importe: ca. 10,24 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 5,245 Mrd. US$ (2008)
Wichtige Handelsbeziehungen:
Niederlande, Nigeria, China (VR), Großbritannien, Frankreich, USA, Belgien
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen (seit 1957), Commonwealth (seit 1957), Afrikanische Union (AU - seit 1963; Gründungsmitglied der Vorgängerorganisation OAE), Mitgliedschaft u.a. in EG-AKP-Abkommen über die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, WTO (Welthandelsorganisation), ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten), UNESCO (VN-Organisaiton für Erziehung, Wissenschaft und Kultur), WHO (Weltgesundheitsorganisation), ILO (Internat. Arbeitsorganisation), FAO (UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft), IWF (Internat. Währungsfonds), IBRD (Internat. Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) u.a.
Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate September bis April. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Terminvereinbarung ist üblich.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.
Handelsabteilung der Botschaft der Republik Ghana
Stavangerstraße 17-19, D-10439 Berlin
Tel: (030) 547 14 90.
Handelsabteilung des Generalkonsulats der Republik Ghana
56 Rue de Moillebeau, CH-1209 Genève
Tel: (022) 919 04 50.
Ghana National Chamber of Commerce (Handelskammer)
PO Box 2325, Accra.
Tel: (21) 66 24 27.
Internet: www.ghanachamber.org
In vielen Restaurants steht eine gute Auswahl einheimischer Spezialitäten auf der Speisekarte. An der Küste werden häufig Garnelen und andere Meeresfrüchte angeboten. Einheimische Spezialitäten sind Suppen mit Palm- und Erdnuss, Kontomere und Okro (Eintöpfe), die zusammen mit Fufu (pürierter Maniok), Kenkey oder Gari serviert werden. In Accra findet man auch zahlreiche asiatische, chinesische, französische und andere europäische Restaurants. Getränke: Das einheimische Bier ähnelt dem europäischen Pilsner und ist überall erhältlich.
In Accra und anderen großen Städten findet man Nachtklubs mit westlicher oder afrikanischer Musik.
Kleinere Geschäfte und Marktstände bieten eine große Auswahl. Kunsthandwerk aus der Ashanti-Region und Nordghana sind ebenso schöne Souvenirs wie handgearbeiteter Gold- und Silberschmuck. Moderne und alte Kunstwerke gibt es auch zu kaufen, Preise sind allerdings hoch. Ashanti-Hocker und Messinggewichte, die früher zum Goldwiegen benutzt wurden, sind beliebte Mitbringsel. Auf allen Märkten im Norden werden Steinguttöpfe, Lederartikel, gewebte Hemden und aus vielfarbigem Raffia-Bast gewobene Bolgatanga-Körbe angeboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo, Di, Do, Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.30 Uhr, Mi, Sa 08.00-13.00 Uhr.
Golfplätze gibt es in Achimota, Accra und Kumasi. Wassersport: In mehreren Zentren werden Segeln und Wasserski angeboten, besonders empfehlenswert sind die Jachtklubs von Akosombo und Ada an der Mündung des Volta. Obwohl Ghanas Küste viele Kilometer Sandstrand hat, ist Schwimmen nicht immer ungefährlich. In der Nähe von Accra stehen drei Swimmingpools am Strand zur Verfügung. In Ada gibt es sichere Bademöglichkeiten. Publikumssport: Die Ghanaer sind begeisterte Fußball- und Tennisfans; Boxkämpfe sind immer gut besucht. Ein weiterer beliebter Publikumssport sind Pferderennen, die samstags auf der Pferderennbahn Accras stattfinden.
Feste mit Trommelmusik, Tänzen und Festessen sind ein besonderes Vergnügen. Jeder Landesteil hat eigene Feste, die die Stammestradition festigen, der Verstorbenen und ehemaligen Herrscher gedenken und das Land »reinigen«, damit es sich auf ein neues Jahr vorbereiten kann.
Jan. (1) Edina Buronya (Neujahr), Elmina. (2) Adaekese Festival, Ashanti-Region. Febr. DipoKrobo, Odumase. März Gologo, im Nordosten (Talensi, Tong-Zuf). Juli Bakatue, Elmina. Aug. Akwambo, Agona Nyakrom, Agona Swedru. Sept. (1) Odwira (»Reinigung« des Landes), Akropong. (2) Kobine, Lowra. Nov. (1) Mmoaninko, Ofinso. (2) Hogbetsoto, Anloga. Dez. Fiok, Centime.
Genaue Daten vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Ghanaer legen i. Allg. Wert auf förmliche Anrede. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. In weiten Teilen Westafrikas ist es üblich, Speisen und andere Dinge nicht mit der linken Hand zu berühren. Trinkgeld: 10%, sofern nicht in der Rechnung enthalten. Taxifahrer erwarten normalerweise kein Trinkgeld.
In der Hauptstadt gibt es Hotels drei internationaler Hotelketten. In Kumasi, Takoradi, Cape Coast, Sunyani, Koforidua, Bolgatanga, Tamale, Ho, Akosombo und anderen Provinzhauptstädten gibt es staatliche und private Hotels von internationalem Standard, Pensionen und einfache Unterkünfte. Die Klassifizierung erfolgt nach einem Sternesystem. Außerdem gibt es die staatlichen Catering Rest Houses, einfache Unterkünfte mit Restaurants von unterschiedlicher Qualität. Im Mole-Nationalpark, an der Westküste bei Cape Coast und Elmina sowie in der Umgebung größerer Städte gibt es auch Motels. Alle der oben angeführten Unterkunftsmöglichkeiten sind im Hotelführer des Fremdenverkehrsamtes (s. Adressen) verzeichnet. Informationen auch unter Internet: www.ghanaweb.com.
Zelten ist in den Nationalparks erlaubt, sollte aber vermieden werden. Aufenthalt in Tierschutzgebieten ist nur in Begleitung eines bewaffneten Führers gestattet.
Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Hepatitis A ist weit verbreitet, Hepatitis B ist endemisch. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird generell, gegen Hepatitis B für Langzeitaufenthalte und bei besonderer Exposition empfohlen.
HIV/Aids ist ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.
Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen v.a. im Norden und Südosten vor, vermehrt zwischen Oktober und Mai. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.
Für die durch Mücken übertragene Schlafkrankheit besteht landesweit ein geringes Infektionsrisiko. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.
Das vorwiegend durch Ratten übertragene Lassa Fieber kommt vor, welches durch sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygriene vermieden werden kann.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch qualifizierte Ärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra oder bei Unfallverletzungen das 37 Military Hospital in Betracht.
Ein ausreichender, in Ghana gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Rückholversicherung werden dringend empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke unter Beratung eines Arztes sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Bei örtlichen Ausbrüchen auf einer privaten Geflügelfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra wurde Anfang Mai 2007 im WHO-Referenzlabor in Kairo Influenza A (H5N1) nachgewiesen. Bis Mitte Juni 2007 wurden vier weitere Ausbrüche aus dem Landesinneren gemeldet. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt.
Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.
[1] Ghana gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Upper West Region, Upper East Region). Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr und Transitpassagiere, die in Ghana den Flughafen nicht verlassen.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion ist gering. Betroffen sind der Upper-East-District (Grenzgebiet zu Burkina Faso), Accra sowie in Kumasi. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.
[3] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll chloroquin- und sulfadoxin-pyrimethamin-resistent sein.
[4] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden.
Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
2011
1 Jan Neujahr
6 Mar Unabhängigkeitstag
22 Apr Karfreitag
25 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrikatag
1 Jul Republiktag
10 Sep Eid al Fitr (Ende des Ramadan)
6 Nov Eid al Adha (Opferfest)
2 Dec Nationaler Bauerntag
25 Dec Weihnachten
2012
1 Jan Neujahr
6 Mar Unabhängigkeitstag
6 Apr Karfreitag
9 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
25 May Afrikatag
1 Jul Republiktag
19 Aug Eid al Fitr (Ende des Ramadan)
26 Oct Eid al Adha (Opferfest)
3 Dec Nationaler Bauerntag
25 Dec Weihnachten
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Ghana eingeführt werden (Personen über 16 J.):
400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak (oder eine angemessene Kombination dieser Tabakwaren);
1 l Spirituosen und 1 l Wein;
227 ml Parfüm und Eau de Toilette.
Geschenke müssen verzollt werden.
1 Ghana-Cedi = 100 Ghana-Pesewas. Währungskürzel: GHc, GHS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 GHc; Münzen im Wert von 1 GHc sowie 50, 20, 10, 5 und 1 Gp.
Der Ghana-Cedi ist an den US-Dollar gebunden, wird jedoch häufig abgewertet. Die Mitnahme von Bargeld in Euro, US-Dollar oder Britischem Pfund wird empfohlen. Devisen können in Banken, Forex-Büros oder an der Rezeption von großen Hotels getauscht werden. Die Forex-Büros haben meist die günstigsten Kurse. Der Wechselkurs für Bargeld ist besser als für Reiseschecks.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Alle größeren Kreditkarten werden von führenden Hotels, Banken und in wenigen Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Die Einfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, Deklarationspflicht (besonderer Vordruck). Die Ausfuhr der Landeswährung ist nur bis 0,5 GHc erlaubt. Die Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis und Vermerk über Umtausch auf dem bei der Einreise erhaltenen Deklarationsbeleg erforderlich).
i. Allg. Mo-Do 08.30-14.00, Fr 08.30-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).
| 1.00 CHF = 0.83 EUR |
| 1.00 USD = 0.75 EUR |
| 1.00 EUR = 123279000 GHS |
| 1.00 CHF = 102680000 GHS |
| 1.00 USD = 93161700 GHS |
| 1.00 EUR = 12327.9 GHC |
| 1.00 CHF = 10268 GHC |
| 1.00 USD = 9316.17 GHC |
| 1.00 EUR = 1.32 USD |
| 1.00 CHF = 1.1 USD |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Allgemein erforderlich, muss bei Visumbeantragung noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Minderjährige, die allein nach Ghana reisen, benötigen eine beglaubigte Erlaubnis der Eltern bzw. Sorgeberechtigten sowie die Kopien der Reisepässe und ggf. Kopien der Aufenthaltserlaubnis der Eltern bzw. Sorgeberechtigten,
Erforderlich u.a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.
U.a. Touristen-, Transit- und Geschäftsvisum (für ein- oder mehrmalige Einreise).
Deutschland
Touristen- und Geschäftsvisum:
50 € (einmalige Einreise, gültig für bis zu 60 Tagen innerhalb von 3 Monaten),
120 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 3 Monaten)
200 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 6 Monaten),
250 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 12 Monaten).
Transitvisum:
30 € (einmalige Einreise),
60 € (zweimalige Einreise).
Eine Expressausstellung kostet zustätzlich 20 €.
Österreich
Touristen- und Geschäftsvisum:
45 € (einmalige Einreise, gültig für 30 Tage innerhalb von 3 Monaten);
80 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 6 Monaten),
100 € (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 12 Monaten) .
Schweiz
Touristen- und Geschäftsvisum:
80 CHF (einmalige Einreise, gültig für 30 Tage innerhalb von 3 Monaten);
150 CHF (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 6 Monaten).
180 CHF (mehrmalige Einreise, gültig für 60 Tage innerhalb von 12 Monaten).
Visum für eine einmalige Einreise: 3 Monate vom Ausstellungsdatum an. Die Dauer des Aufenthalts wird an der Grenze bestimmt, meist beträgt sie 60 Tage. Eine Verlängerung muss rechtzeitig vor Ablauf der 60-Tage-Frist beim Immigration Service beantragt werden (s. Verlängerung des Aufenthalts). Transitvisum: 48 Std. in einem Zeitraum von 3 Monaten (ein- und mehrmalige Durchreise).
Persönlich oder postalisch bei der Botschaft oder dem Honorargeneralkonsulat (s. Kontaktadressen).
Touristenvisum:
(a) Reisepass, der bei der Visumbeantragung noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(b) 1 Antragsformularsatz (4 Blätter).
(c) 4 Passfotos.
(d) 2 Kontaktadressen in Ghana (z.B. Hotel, Privatperson/Geschäftspartner).
(e) Gebühr (Original des Überweisungsbelegs).
(f) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(g) Nachweis einer Gelbfieberimpfung (Kopie des internationalen Impfpasses).
(h) Buchungsbestätigung des Hin- und Rückflugtickets.
(i) Hotelbuchungsbestätigung.
Geschäftsvisum:
(a)-(h) und
(j) Einführungsschreiben der Firma auf Englisch mit Besuchsanlass und Bestätigung der Kostenübernahme.
Bei postalischer Antragstellung sollte ein adressierter Einschreiben-Rückumschlag beigefügt werden.
Anträge an die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Ca 1-2 Wochen (Expressausstellung: 1-3 Tage);
24 Std. bei persönlicher und 2 Wochen bei postalischer Beantragung in Wien;
mindestens 3 Werktage bei Beantragung in Bern.
Gelbfieberimfpung vorgeschrieben. Weitere Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
(a) Hin- und Rückflugticket.
(b) Ggf. Reisedokumente für Drittländer (Visa etc.).
(c) Ausreichende Geldmittel.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt (Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange, Stadtteil North-Ridge, Accra. Tel: (21) 25 82 49/25 82 50). Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 14 Tage. Notwendig sind zwei Passfotos, ein Antragsformular und eine Gebühr von 40 GHS pro Verlängerungsmonat.
Westafrika.
238.537 qkm.
23.382.848 (Schätzung 2008).
98 pro qkm.
Accra. Einwohner: 2.365.018 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1979. Verfassung der IV. Republik von 1992. Parlament mit 200 Abgeordneten; Legislaturperiode: 4 Jahre. In der neuen Verfassung wurden ein Mehrparteiensystem und das allgemeine Wahlrecht eingeführt. Unabhängig seit 1957 (ehemalige britische Kolonie).
Ghana grenzt im Norden an Burkina Faso, im Osten an Togo, im Süden an den Atlantik und im Westen an Côte d’Ivoire. Eine schmale, nach Osten hin breiter werdende Grasebene erstreckt sich von der Küste ins Landesinnere. Der Westen und Süden sind von dichtem Regenwald bedeckt. Im Norden herrscht bewaldetes Hügelland vor; trockene Savanne und Waldgebiete schließen sich an. Der äußerste Norden besteht aus einem durchschnittlich 500 m hohen Plateau. Die Akuapim-Hügel im Osten verlaufen parallel zur Grenze nach Togo. Der Rote und der Weiße Volta fließen von Burkina Faso kommend in den Volta-Stausee, den größten künstlichen See der Welt.
Amtssprache ist Englisch. Die afrikanischen Sprachen Twi, Fanti, Ga, Ewe, Dagbani, Hausa und Nzima sind weit verbreitet.
Christentum (63 %), Islam (16 %) und Naturreligionen (21 %).
MEZ -1. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Ghana.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.
220 V, 50 Hz. Zwei- und dreipolige Stecker.
John Agyekum Kufuor, seit 2001.
John Atta Mills, seit Januar 2009.
PO Box 4386, Accra, Ghana
Tel: (21) 68 26 01, 68 26 07, 68 26 08..
Internet: www.touringghana.com
Stavangerstraße 17+19, D-10439 Berlin
Tel: (030) 547 14 90.
Internet: www.ghanaemberlin.de
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr. Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 10.00-13.00 Uhr.
Honorarkonsule in Düsseldorf, Frankfurt/a.M., Gräfelfing, Hamburg und Hannover.
(mit Visumerteilung)
Taubstummengasse 2, A-1040 Wien
Tel: (01) 505 13 09.
Di 08.00-10.00 Uhr und Fr 16.00-18.00 Uhr.
Rue de Moillebeau 56, CH-1209 Genève
Tel: (022) 919 04 50.
Internet: www.ghanamission.ch
Mo-Fr 09.00-12.30 und 14.00-17.00 Uhr.
Ghana
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.03.2012
Unverändert gültig seit: 21.03.2012
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In der Provinz Northern Region wird die Sicherheitslage durch gelegentliche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt. Dadurch ist es auch zu einer Verschlechterung der örtlichen Versorgungslage durch Schließung von Geschäften gekommen. Insgesamt hat sich die Lage in den vergangenen Monaten gebessert, jedoch ist eine baldige Lösung dieser Konflikte nicht zu erwarten. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. In Gushiegu (Gushiegu Municipality/Vorort von Tamale) besteht eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 4 Uhr morgens.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.