Tropisch. Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit ganzjährig. Regenzeiten von November bis Januar sowie Mai bis August. An der Küste kühler.
Das Flugzeug ist das einzige zuverlässige Verkehrsmittel im Inlandsverkehr. Verschiedene Fluglinien und Charterfluggesellschaften bieten Flüge an. Weitere Informationen vor Ort.
Flughäfen, die für den Regionalflugverkehr genutzt werden, befinden sich in Ogle (Ogle Aerodrome (OGL)) an der Ostküste von Demerara sowie in Timehri (CBJ International Airport).
Es gibt über 1000 km schiffbare Wasserwege, die wichtigsten sind der Río Essequibo, der Río Potaro, der Río Demerara und der Río Berbice. Staatliche Schiffe verkehren auf den Flüssen Río Essequibo und Río Berbice; die Verbindungen sind jedoch unregelmäßig, da Überschwemmungen und Stromschnellen den Schiffsverkehr häufig behindern. Von Georgetown laufen Küstenfähren mehrere Häfen im Norden an. Kleinere Boote verkehren zwischen anderen Ortschaften.
Es gibt keinen Personenzugverkehr.
Allwetterstraßen sind überwiegend an der Ostküste zu finden, es gibt jedoch auch Straßen ins Landesinnere bis nach Linden und zur brasilianischen Grenze. Eine Brücke zwischen den beiden Ländern befindet sich im Bau. Eine verhältnismäßig gute Küstenstraße verbindet Georgetown mit Springlands. Da Guyana viele Flüsse hat, ist man schon wenige Kilometer außerhalb von Georgetown auf Fähren angewiesen.Wegen schlechter Straßenverhältnisse und streunender Tiere wird zu Vorsicht geraten. Linksverkehr.
Bus: Georgetowns Stabroek-Markt ist der Busbahnhof für Minibusse. Die Busse fahren unregelmäßig zwischen 05.00 und 21.00 Uhr, in Georgetown jedoch nachts auch durchgehend, und sind oft überfüllt. Von Vreed en Hoop nach Parika setzt man mit der Fähre über den Río Demerara nach Georgetown über, von New Amsterdam nach Crabwood Creek überquert man den Río Berbice.
Taxis sind ausreichend vorhanden und ganz besonders nachts empfehlenswert. Innerhalb der Städte gilt Einheitstarif. Für Langstrecken und Nachtfahrten wird ein Zuschlag erhoben, der Fahrpreis sollte vorher vereinbart werden. Üblich sind 10 % Trinkgeld für Taxis. Man sollte nur Taxis von etablierten Firmen nutzen. Taxis auf der Straße heranzuwinken, ist nicht empfehlenswert.
Mietwagen sind in Georgetown in beschränktem Umfang erhältlich. Es gibt auch Leihautos mit Chauffeur.
Unterlagen: Internationaler oder eigener Führerschein.
Air France (AF) fliegt täglich von Paris nach Cayenne (Französisch-Guyana), von wo aus es Anschlussflüge nach Guyana gibt. Caribbean Airlines (BW) (Internet: www.caribbean-airlines.com/) fliegt ab London via Tobago nach Guyana.
2500 G$, Kinder unter 7 Jahren und Transitpassagiere (iinerhalb 48 Std.) sind davon befreit.
Georgetown Cheddi Jagan International (GEO) (Timehri) liegt 40 km südlich der Stadt (Fahrzeit ca 45 Min.). Busverbindung zur Stadt, die Busse sind häufig überfüllt und fahren unregelmäßig. Taxistand, Duty-free-Shop, Bank, Bars, Ambulanz, Postamt, Restaurants und Tourist-Information mit Hotelreservierungsschalter.
Zahlreiche Schoner verkehren zwischen den Karibikinseln und Guyana, aber man sollte sich nicht auf die Fahrpläne verlassen. Einzelheiten vor Ort. Schiffe der Demerara Shipping Company laufen Georgetown wöchentlich von europäischen Häfen aus an. Celebrity Cruise Line und Royal Caribbean Cruise Line u.a. laufen Guyana im Rahmen von Kreuzfahrten an. Seitdem sich die Beziehungen zu Suriname verbessert haben, gibt es eine Fährverbindung über den Courantyne-Fluss zwischen beiden Ländern (man sollte nur die Fähre benutzen - Wassertaxis sind für Touristen illegal).
Es gibt keine Passagierzüge.
Für den internationalen Verkehr steht gegenwärtig nur eine Straße von Georgetown über Kurupukari und Lethem nach Brasilien zur Verfügung, Fahrzeug mit Allradantrieb erforderlich (Fahrzeit mind. 12 Std.). Durch eine Verbesserung des Straßenzustandes können Straßen nun auch während der Regenzeit befahren werden (Vorsicht vor Schlaglöchern).
Busse verkehren zwischen Boa Vista in Brasilien und Lethem. Es herrschen politische Unstimmigkeiten über den Grenzverlauf zu Suriname und Venezuela, die im Moment jedoch nicht akut sind. Reisende sollten sich dieser Probleme trotzdem bewusst sein.
Selbstwählferndienst in den größeren Städten.
GSM 900. Netzbetreiber: Guyana Telephone and Telegraph Company (GT&T) (Internet: www.gtt.co.gy). Mobiltelefone können bei GT&T gemietet werden.
Stehen bei der Guyana Telecommunication Corporation und im Bank of Guyana Building in Georgetown sowie in einigen Hotels zur Verfügung.
In Georgetown stehen Internetcafés zur Verfügung. Internetanbieter sind GT&T und GuyanaNet (Internet: www.guyana.net.gy).
Können ebenfalls bei der Guyana Telecommunication Corporation und im Bank of Guyana Building sowie in einigen Hotels aufgegeben werden.
Luftpost nach Europa benötigt 7-9 Tage, umgekehrt dauert es länger.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
Georgetown: Die Pfahlbauten (18. und 19.
Jahrhundert) und die schattigen grünen Alleen an den holländischen Grachten
geben der Stadt am Demerara-Fluss ein ganz besonderes Flair. Einige der
reizvollsten Holzbauwerke stammen aus der Kolonialzeit, darunter das Rathaus,
St. George’s Cathedral, das Gerichtsgebäude, die St. Andrew’s Kirk
(Guyanas älteste Kirche) und das State House (ehemalige Residenz des
britischen Gouverneurs, jetzt Residenz des Präsidenten). In der Nähe des
Parlamentsgebäudes befindet sich der farbenprächtige Stabroek-Markt, auf dem man
neben Lebensmitteln auch Gold- und Silberschmuck kaufen kann. Der 48 ha große
Botanische Garten mit seinen Palmen, exotischen Orchideen und
wunderschönen Lotusblumen lädt zu Spaziergängen ein. Das Theater im nahe
gelegenen neuen Kulturzentrum gilt als das beste der Karibik. Ein Besuch im
interessanten Nationalmuseum vermittelt einen Eindruck der Landeskultur
und Naturgeschichte. Auch das anthropologische Walter-Roth-Museum ist
besuchenswert.
Bartica, am Zusammenfluss des Río Essequibo und des Río
Mazaruni, ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Gold- und
Diamantenfeldern, zu den Kaieteur-Fällen und ins übrige Landesinnere. Die
Kaieteur-Fälle liegen am Río Potaro im Kaieteur-Nationalpark und gehören
mit den Niagara-, Iguaçu- und den Victoria-Fällen zu den grandiosesten
Wasserfällen der Welt. Aber auch die Orinduik-Fälle am Río Ireng sind ein
lohnendes Reiseziel.
Bruttoinlandsprodukt:
ca. 2,966 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 3.800 US$ (2008)
Wachstumsrate: ca. 3 % (2008)
Arbeitslosenrate: ca. 11 % (2007)
Inflationsrate: ca. 8,3 % (2005)
Bevölkerung unter der Armutsgrenze: k.A.
Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 24,9 % (2008)
Industrie: ca. 24,9 % (2008)
Dienstleistungen: ca. 50,2 % (2008)
Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Zucker, Reis), Bauxitbergbau, Holzwirtschaft
Außenhandel
Importe: ca. 1,299 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 800 Mrd. US$ (2008)
Wichtige Handelsbeziehungen:
Trinidad & Tobago, USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande, Finnland, Kuba, China
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen (10.9.1966), Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS, 1991), FAO, ILO, UNESCO, WHO, IBRD, IDA, IFC, IWF, Commonwealth, CARICOM, IDC, CDB, Blockfreienbewegung, ACS, AKP (Lomé I - IV/ Cotonou)
Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich, Pünktlichkeit wird allgemein erwartet. Die karibische Mentalität macht sich auch im Geschäftsleben bemerkbar, die Atmosphäre ist entspannt.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.30 Uhr.
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch
Guyana Manufacturer’s Association (Vereinigung der herstellenden Industrie)
National Exhibition Centre, Sophia, Georgetown
Tel: (022) 7 42 95.
Internet: www.gma.org.gy
Georgetown Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer)
156 Waterloo Street, Cummingsburg, PO Box 10110, Georgetown.
Tel (022) 6 35 19.
Internet: www.georgetownchamberofcommerce.org
Ministry of Trade, Tourism and Industry (Ministerium für Handel, Tourismus und Industrie)
229 South Road, Georgetown
Tel: (022) 6 25 05.
Internet: www.mintic.gov.gy
Die Auswahl der Gerichte spiegelt die Einflüsse der verschiedenen Kulturen wider. Die indische Küche mit ihren Curry, Lamm-, Garnelen- und Huhngerichten ist ebenso vertreten wie die afrikanischen Gerichte Fu-Fu (Kochbananen) und Metemgee (Edows, Yams, Maniok und Kochbananen in Kokosmilch und Kokosfleisch gekocht). Typische Spezialitäten sind portugiesisches Schweinefleisch mit Knoblauch und indianischer Pfeffertopf. Auf den meisten Speisekarten findet man Geflügel, Schweinefleisch, Steak und Garnelen. In Georgetown gibt es gute chinesische, indische und kreolische Restaurants. Getränke: Demerara-Rum, eine Spezialität des Landes, sollte man unbedingt probieren. Das örtliche Bier heißt Banks.
Es gibt diverse Nachtklubs in Georgetown.
Auf dem Stabroek-Markt in Georgetown werden einheimische Strohhüte, Körbe, Tongefäße und Schmuck angeboten. Andere Geschäfte verkaufen indianische Bogen und Pfeile, Hängematten, Tonwaren und Schüsseln. In den staatlichen Geschäften findet man ausgezeichneten Schmuck aus Gold, Silber, Edel- und Halbedelsteinen. Preise sind niedrig, die Qualität gut. Quittungen und Zertifikate sollten unbedingt bis zur Ausfuhr für den Zoll aufbewahrt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: i.A. Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.30 Uhr.
Kricket und Hockey sind sehr beliebt. Der Bourda ist einer der besten Kricketplätze in der Karibik. Reiten: Auf der Manari Ranch in der Rupununi-Savanne kann man Pferde ausreiten. Angeln: Man sollte rechtzeitig einen Angelschein beantragen. Die Flüsse bieten gute Fischgründe, die bekanntesten Fische sind die Piranhas (einheimisch Perau). Der beliebteste Fisch ist der Lucanni. Der Arapaima wiegt um die 100 kg. Die größten Süßwasserfischgründe sind in wenigen Flugstunden erreichbar. Einige Flüsse der Küstenregion haben ebenfalls gute Fischgründe. Diese sind bequem von Georgetown aus erreichbar, man sollte allerdings eine Übernachtung einplanen, da sie 4-5 Fahrstunden von der Hauptstadt entfernt sind.
Febr. Mashramani (Tag der Republik) und Karneval. April Traditionelle Regatta auf dem Essequibo-Fluss, Bartica. Mai Stadtfest, Linden. 31. Juli Pre-Emancipation Celebration (Feierlichkeiten anlässlich der Sklavenbefreiung). Aug. Scouts Caribbean Jamboree (karibisches Pfadfindertreffen). Sept. Monat des indianischen Erbes. Sept. GuyExpo. Okt. Veranstaltungen zum Monat der Landwirtschaft. Okt./Nov. Diwali (Lichterfest der Hindus). Nov. Monat des Tourismus. Dez. Weihnachtsdorf, National Exhibition Centre, Sophia. Dez. - Jan. Rising Sun Old Year's Horse Race Meeting (traditionelles Pferderennen zum Jahreswechsel).
Eine vollständige Liste mit genauen Daten ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.
Gastfreundschaft ist selbstverständlich, und Einladungen in Privathäuser sind häufig. Freizeitkleidung ist üblich, Männer sollten jedoch keine Shorts tragen. In manchen Restaurants und zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Trinkgeld: 10% in Hotels und Restaurants.
In Georgetown gibt es 10 Hotels, einige davon bieten gehobenen internationalen Standard. Man zahlt keinen Zuschlag in der Hauptsaison. Da Stromausfälle häufig vorkommen, sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. Auskünfte von der Tourism & Hospitality Association of Guyana (s. Adressen).
Chagas-Erkrankungen, die durch Raubwanzen herbeigeführt werden, treten sporadisch auf. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Ein sorgfältiger Mückenschutz ist ganzjährig angebracht.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Hepatitis A kommt vor, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Die Krankenhausbehandlung ist in Georgetown kostenlos, Ärzte verlangen jedoch ein Honorar.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als ein Jahr sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete oder aus einem der folgenden afrikanischen Ländern einreisen wollen: Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d'Ivoire, Gabun, Gambia, Ghana, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo (Rep.), Kongo (Dem. Rep.), Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, São Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik. Eine Impfbescheinigung wird auch bei der Einreise aus den folgenden mittel- und südamerikanischen Ländern benötigt: Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch Guayana, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, Peru, Surinam, Venezuela. Ausgenommen sind Transit-Passagiere in Guyana.
Unabhängig von den Einreisebestimmungen ist eine Gelbfieber-Impfung medizinisch unbedingt ratsam.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Regionen Barina/Waini und Pomeroon/Supenaam. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.
[3] Typhus kann vorkommen, Poliomyelitis kommt nicht vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen, besonders im Landesinnern, erforderlich. Sporadisches Malariarisiko an der stark bevölkerten Küste. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum (47 %) soll stark chloroquinresistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.
[5] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Das Leitungswasser in Guyana ist als Trinkwasser nicht geeignet. Es wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Der Genuss von einheimischen Milchprodukten aus ungekochter Milch sollte vermieden werden. Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.
2011
1 Jan Neujahr
15 Feb Yum an-Nabi (Birth of the Prophet)
23 Feb Tag der Republik (Mashramani)
19 Mar - 20 Mar Phagwah (Holi)
22 Apr Karfreitag
25 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
5 May Tag des indianischen Erbes
26 May Unabhängigkeitstag
4 Jul Caricom-Tag
1 Aug Tag der Freiheit
31 Aug Eid Al Fitr (Ende des Ramadan)
26 Oct Diwali (hinduistisches Lichterfest)
7 Nov Eid al-Adha (Opferfest)
25 Dec - 26 Dec Weihnachten
2012
1 Jan Neujahr
4 Feb Yum an-Nabi (Birth of the Prophet)
23 Feb Tag der Republik (Mashramani)
8 Mar Phagwah (Holi)
6 Apr Karfreitag
9 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
5 May Tag des indianischen Erbes
26 May Unabhängigkeitstag
2 Jul Caricom-Tag
6 Aug Tag der Freiheit
6 Aug Eid Al Fitr (Ende des Ramadan)
26 Oct Eid al-Adha (Opferfest)
13 Nov Diwali (hinduistisches Lichterfest)
25 Dec - 26 Dec Weihnachten
(a) Hinduistische Feste werden nach dem Mondkalender bestimmt und sind daher veränderlich.
(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Guyana eingeführt werden (Personen ab 16 J.):
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak;
0,63 l Spirituosen;
0,63 l Wein;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch.
1 Guyana-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: G$, GYD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 100 und 20 G$; Münzen sind im Wert von 100, 50, 5 und 1 G$ im Umlauf. US-Dollar werden häufig akzeptiert.
Cambios sind die lizensierten Wechselstuben. Man sollte die Quittung zum Rücktausch am Ende der Reise aufbewahren. Bankautomaten akzeptieren keine ausländischen Kreditkarten.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Die gängigsten Kreditkarten werden in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden in US-Dollar in Banken akzeptiert.
Keine Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge.
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).
| 1.00 EUR = 269.55 GYD |
| 1.00 CHF = 224.52 GYD |
| 1.00 USD = 203.7 GYD |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Reist ein Kind nur mit einem Elternteil, müssen bestimmte Dokumente wie z.B. Geburtsurkunde oder eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des anderen Elternteils vorgelegt werden. Allein reisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:
EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).
Hinweis: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.
Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 7 Std. weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. (Wenn damit gerechnet werden muss, dass der Aufenthalt länger als 7 Std. dauert, muss vorher ein Transitvisum eingeholt werden).
Achtung: Staatsangehörige mancher Länder sind hiervon ausgenommen und benötigen in jedem Fall ein Transitvisum, darunter Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn.
Bürger der Slowakischen und der Tschechischen Republik können ein Transitvisum bei der Ankunft erhalten, wenn sie durch ihre Fluggesellschaften vorher angemeldet wurden.
Touristen- und Geschäftsvisa.
Touristenvisum:
35 € (einmalige Einreise).
Geschäftsvisum:
45 € (einmalige Einreise);
60 € (mehrmalige Einreise, 3 Monate gültig);
82 € (mehrmalige Einreise, 6 Monate gültig).
3 Monate ab Ausstellungsdatum. Aufenthaltsdauer und Verlängerung im Ermessen der Einreisebehörde.
Anträge sollten mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) eingereicht werden.
(a) 3 Antragsformulare.
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts.
(e) Kopie aller Reiseunterlagen (Geplanter Reiseverlauf, Flugtickets, Hotelbuchung, etc.).
(f) Gebühr (in bar bei Antragstellung; Gebühr plus 5 €, wenn per Verrechnungsscheck oder Überweisung bezahlt wird).
Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Firmenschreiben oder Einladung einer in Guyana registrierten Firma.
Besuchsreisen zusätzlich:
(h) Einladung des Gastgebers.
Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg der Gebühren beigelegt werden.
Anfragen an das Innenministerium.
Ca. 1 Woche.
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
Südamerika.
214.969 qkm.
770.794 (Schätzung 2008).
4 pro qkm.
Georgetown. Einwohner: 250.435 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1980. Verfassung von 1980. Einkammerparlament (National Assembly) mit 68 Mitgliedern, davon werden 65 direkt gewählt, Wahl alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1966 (ehemalige britische Kolonie).
Guyana liegt im Nordosten Südamerikas und grenzt im Nordwesten an Venezuela, im Osten an Suriname und im Süden und Südwesten an Brasilien. Im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche Grenze. »Guiana« (ursprüngliche Schreibweise) bedeutet »Land der vielen Wasser«; der Name ist treffend, da das Land von über 1600 km schiffbaren Wasserwegen durchzogen ist. Die Kaieteur-Wasserfälle am Potaro-Fluss sind fünfmal so hoch wie die Niagara-Fälle. Das Landesinnere besteht aus Hochländern wie dem Rupununi-Gebirge an der venezolanischen Grenze oder dem Kanaku-Gebirge im äußersten Südwesten und dichtem Regenwald, der 85% des Landes bedeckt. Am schmalen, 322 km langen Küstenstrich werden Reis und Zucker angebaut. Hier lebt die Mehrheit der Bevölkerung; etwa 25% der Bevölkerung lebt in Georgetown.
Amtssprache ist Englisch. Daneben werden Hindi und Urdu sowie indianische Sprachen gesprochen.
50 % Christen (vorwiegend Anglikaner und Katholiken), 35 % Hindus und 10 % Moslems.
MEZ -5. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Guyana.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Std. und im Sommer -6 Std.
110 V und 220 V, 50 und 60 Hz.
Samuel A. Hinds, seit 1997.
Bharrat Jagdeo, seit 1999.
National Exhibition Centre, Sophia, Greater Georgetown, Guyana
Tel: 223 6351.
157 Waterloo Street, North Cummingsburg, GY-Georgetown
Tel: (022) 508 07.
12 Avenue du Brésil, B-1050 Brüssel
Tel: (+32) (02) 675 62 16.
Mo-Fr 09.30-17.00 Uhr.
(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.04.2012
Aktueller Hinweis
Nach der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs von Caribbean Airlines am 30. Juli 2011 rät das Auswärtige Amt vorerst bis zur Inbetriebnahme eines bereits geplanten moderneren elektronischen Landesystems von Nachtflügen nach Guyana ab.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bedingt durch die weit verbreitete Gewaltkriminalität sollte man vor allem in Georgetown, entlang der „Eastcoast of Demerara“, in der Gegend von Buxton, Friendship und Annandale sowie auf der Strecke zwischen Timehri (internationaler Flughafen) und Linden besondere Vorsicht walten lassen. Boote in Küstennähe werden mitunter überfallen und ausgeraubt.
Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollten nur Hauptstraßen, nicht aber Nebenstraßen genutzt werden. Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen, vermeiden Sie nach Möglichkeit Tankstellenbesuche nach Einbruch der Dunkelheit, da es bei dieser Gelegenheit zu gelegentlichen Überfällen kam. Nehmen Sie keine Anhalter mit.
Besonders in größeren Menschenansammlungen wie Märkten, Busbahnhöfen, Bars, etc. sollten Wertsachen wie Schmuck gar nicht und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Vergewissern Sie sich, dass Ihnen niemand folgt, nachdem Sie von einer Bank Bargeld abgehoben haben.
Zu Vorsicht wird bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln bzw. Parks größerer Städte und Siedlungen geraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man grundsätzlich nicht mehr unterwegs sein. Während der Reise sollten Sie Ihr Gepäck nicht aus den Augen lassen. Es wird angeraten, wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) nur in Fotokopie mitzunehmen und die Originale im Hotelsafe zu hinterlegen.