Japan

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Linienflüge:
Inlandflüge werden von Japan Airlines (JL) und All Nippon Airways (NH) durchgeführt. Japan Airlines verbindet alle größeren Städte. All Nippon Airways fliegt auch kleinere Städte an. Die wichtigsten Flugstrecken sind Tokio – Sapporo, Tokio – Fukuoka, Tokio – Osaka und Tokio – Naha.
Auf den internationalen Flughäfen in Tokio und Osaka stehen Flugschein-Automaten am Schalter für Inlandflüge zur Verfügung.

Inland-Flughäfen

Haneda (HND) (Internet: http://www.tokyo-airport-bldg.co.jp/) ist Tokios Flughafen für Inlandflüge. Eine Einschienenbahn (Monorail) verbindet Haneda mit Hamamatsu-cho.
 
Itami (ITM) in Osaka wird für Inlandflüge genutzt.
 
Kōbe (UKB), etwa 8 km von der Stadt entfernt, ist seit 2006 in Betrieb.

Nagoya (NGO)
liegt 10 km nördlich der Stadt. Hotel-Reservierungsschalter, Bank, Duty-free-Shops, Mietwagenschalter, Apotheke und Restaurants.

Schiff

Es gibt regelmäßige Fähr-, Schnellboot- und Luftkissenbootverbindungen von der Hauptinsel zu den kleineren japanischen Inseln. Hauptrouten sind:

Awaji: Akashi – Iwaya;
Shodo-shima: Shin-Okayama – Tonosho;
Ikuchijima und Omishama: Mihara – Setoda.

Von Tokio, Osaka und Kobe gibt es Fährverbindungen zu den Häfen in Hokkaido und Kyushu. Hochgeschwindigkeitszüge verkehren regelmäßig zwischen Tokio und den wichtigen Häfen. Zusätzlich gibt es in den Erholungsorten am Meer und an den Seen im Landesinnern Ausflugs-, Tragflächen- und Hovercraft-Boote.

Bahn

Japan hat eines der besten Schienennetze der Welt. Auf den wichtigsten Strecken der JR Gruppe (Japan Railways Group) (Internet: www.japanrail.com) verkehren die Züge in sehr kurzen Abständen.

Die Shinkansen, superschnelle Expresszüge, haben Abteile für Rollstuhlfahrer sowie Speise- und Büffetwagen. Sie verkehren mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 270 km/h und sind eine Alternative zum Flugverkehr. Verspätungen sind fast unbekannt. Für die Schnellzüge und die 1.Klasse-Wagen der wichtigsten Züge wird ein besonderer Zuschlag verlangt. Sitzplatzreservierung ist erforderlich für die Wagen erster Klasse, frühzeitige Buchung ist empfehlenswert (bis zu einem Monat im Voraus ist möglich). Bei der Japan Railways Group können Tickets auch in englischer Sprache ausgedruckt werden. Der Shinkansen verbindet mehrmals in der Stunde Tokyo mit den wichtigsten Landesteilen.

Neben diesen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es noch Schnellzüge, Eilzüge und Lokalbahnen. Die Fahrpreise setzen sich aus einem Grundtarif, der von der Länge der Fahrstrecke abhängt, und einem Zuschlag zusammen, welcher je nach Art der benutzten Züge verschieden hoch ist.

In den Bahnhöfen der größeren Städte werden an grün markierten Fahrkartenschaltern Platzkarten für Shikansen- und Schnellzüge, Liegewagenkarten sowie andere reservierungspflichtige Sonderfahrkarten verkauft. Die Öffnungszeiten dieser Schalter sind täglich von 06.00-22.00 Uhr. Unter www.world.eki-net.com können im Voraus Platzreservierungen für Shikansen und Narita-Expresszüge über die East Japan Railway Company gebucht werden. Die Abholung der Platzreservierungen ist nur in den folgenden Städten möglich: Tokyo, Narita, Sendai, Morioka, Akita, Yamagata, Niigata und Nagano.

Japan Rail Pass (Internet: www.japanrailpass.net): Dieser Touristen-Pass, der nur vor der Ankunft in Japan gekauft werden kann und bei verschiedenen Reiseunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, bei dem man zuerst eine Exchange Order erhält, die später in Japan gegen den eigentlichen Pass eingelöst wird. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder unter www.japanrailpass.net erhältlich. Der Japan Rail Pass ist wahlweise für 7, 14 oder 21 aufeinanderfolgende Tage gültig. Kinder zwischen 6-11 Jahren zahlen die Hälfte. Der Pass berechtigt zu unbegrenzten Reisen auf allen von JR betriebenen Zug-, Bus- und Schifffahrtslinien. (Der Pass kann nicht für den Superexpresszug Nozomi eingesetzt werden). Andere Anbieter verlangen einen Preisaufschlag. Rückerstattung der Gesamtkosten nur bei unbenutzten Pässen.

Für Reisende, die sich nur in bestimmten Regionen Japans aufhalten, sind regionale Rail-Pässe zu günstigen Tarifen erhältlich. Der JR-East Rail Pass (Internet: www.jreast.co.jp/english) ist für die nördliche von Tokyo gelegenen Regionen mit Ausnahme von Hokkaido gültig. Der JR-West Rail Pass (Internet: www.westjr.co.jp/english) gilt für die Regionen westlich des Kansai International Airport und der JR-Kyushu Rail Pass (Internet: www.jrkyushu.co.jp/english) gilt für die gesamte Insel Kyushu.

Für das Stadtgebiet Tokios ist die Suica Card erhältlich. Diese kann auch in Verbindung mit dem N'EX Ticket für den Flughafen-Nachtexpress erworben werden.

Bus/Pkw

Fernbusse (Internet: http://www.jrbuskanto.co.jp/bus_route_e/) verbinden die Großstädte untereinander.

Pkw:
Autofahren auf den überfüllten Straßen ist kein Vergnügen, zumal es nur wenige Verkehrsschilder mit lateinischen Buchstaben gibt. In ländlichen Gebieten ist deshalb ein Kompass und Straßenkarten in lateinischer und japanischer Schrift sehr hilfreich. Die Stadtzentren sind oft verstopft. Die Schnellstraßen Keiyo Highway, Tohoku-, Tomei-, Tokaido-, Joban- und Meishin-Expressway verbinden die Städte an der Pazifikküste. Die Insel Awaji ist zwischen Akashi und Iwaya mit dem Festland durch eine Autobrücke verbunden.

Maut:
Die Autobahnen sind gebührenpflichtig.

Unterlagen:
Österreichische Staatsbürger können mit dem österreichischen internationalen Führerschein in Japan Auto fahren, deutsche und Schweizer Staatsbürger benötigen zusätzlich zu ihrem nationalen Führerschein eine Übersetzung ins Japanische. Reisende müssen noch mindestens drei Monate ab Ausstellungsdatum des Führerscheins im Herkunftsland gelebt haben. Übersetzungen sind bei den zuständigen Vertretungen gegen eine Gebühr erhältlich.

Verkehrsbestimmungen:
Promillegrenze: 0,0 ‰;
Linksverkehr.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
auf Autobahnen: 80-100 km/h;
auf Landstraßen: 50 km/h.

Stadtverkehr

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ausgezeichnet und pünktlich, jedoch zu den Stoßzeiten (besonders morgens zwischen 08.00 und 09.00 Uhr) überfüllt. Alle großen Städte (Tokyo, Osaka, Kyoto, Nagoya, Yokohama und Sapporo) haben ein U-Bahnnetz. Die Orientierung in der U-Bahn ist inzwischen sehr einfach: Statt japanischer Namen sind die Linien mit Buchstaben und die Stationen mit Ziffern versehen. Es bestehen zwei U-Bahnsysteme, die Tokyo Metro Co. Ltd. (Internet: www.tokyometro.jp/e/) betreibt das Eidan-System (8 Linien), während das System der Toei (Internet: www.kotsu.metro.tokyo.jp) 4 Linien beinhaltet.

Es gibt diverse S-Bahnlinien, die entweder öffentlich oder privat betrieben werden. Zwischen den Zügen der meisten Gesellschaften kann man problemlos umsteigen und mit demselben Fahrschein weiterfahren. Die JR-Yamanote Bahn in Tokyo und die JR-Kanjo-Bahn in Osaka sind Ringbahnen um die Zentren der beiden Städte. Die Yamanote-S-Bahnlinie bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen, sondern hält auch in den wichtigsten Zentren der Stadt, wie Shibuya, Shinjuku oder Tokyo Station. Fahrpreise richten sich nach der Entfernung; die Zielstation muss in den Fahrkartenautomaten eingegeben werden. Die Fahrkarten müssen bis zum Verlassen des Bahnhofs aufbewahrt werden, da sie am Ausgang des Bahnhofs abgegeben werden müssen. Wochen- und Monatskarten sind erhältlich. Preisgünstige Tageskarten für den innerstädtischen Nahverkehr werden in Tokyo und Osaka angeboten. Die von Privatunternehmen betriebenen Vorortzüge ergänzen das Nahverkehrssystem. Während des Berufsverkehrs sollte man öffentliche Verkehrsmittel meiden.

Es ist nicht immer leicht, die städtischen Busse zu benutzen; wenn man nicht mit einem Ortskundigen unterwegs ist, sollte man sich den Weg vom Hotelpersonal genau beschreiben lassen. Sammelkarten sind erhältlich. Das Fahrgeld wird oft erst beim Verlassen des Busses verlangt (beim Einsteigen zieht man eine Karte mit der Nummer der Station, an der man einsteigt).

Taxi:
In den Stoßzeiten 07.30-09.30 und 17.00-18.00 Uhr sowie nachts 23.00-05.00 Uhr besonders teuer. Für die ersten 2 km wird eine Mindestgebühr erhoben, bei Staus wird auch die gewartete Zeit berechnet. Der Bestimmungsort sowie ein in der Nähe gelegener bekannter Ort sollten auf japanisch aufgeschrieben werden. Am besten eine Wegskizze mitnehmen, da es kaum Straßennamen gibt; Hausnummern richten sich nach der zeitlichen Reihenfolge, in der Häuser in einem bestimmten Bezirk gebaut wurden. Wenn das rote Licht in der unteren linken Ecke der Windschutzscheibe leuchtet, ist das Taxi frei. Die Türen werden automatisch von dem Fahrer geöffnet und geschlossen. Für eine Stadtbesichtigung kann ein Wagen mit Englisch sprechendem Fahrer über Hotels oder Reisebüros stundenweise gemietet werden.

Fahrzeiten

von Tokio zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Flugzeug Schiff Bahn Bus/Pkw
Nagoya - - 2.00 6.00
Kagoshima 1.50 48.00 10.00 26.00
Fukuoka 1.45 - 6.30 14.30
Nagasaki 1.40 - 9.00 18.00
Okinawa 2.30 60.00 - -
Osaka 1.00 - 3.15 8.00
Sapporo 1.25 - 14.00 -