Kamerun

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Klima

Klima

Im Süden ist es von November bis Februar sehr trocken. Zwischen März und Juni fällt etwas Regen; Hauptregenzeit Juli - Oktober. Die Temperaturen im Norden schwanken zwischen kühl und sehr heiß. Auf dem Adamaoua-Plateau wird es nachts recht kalt; Regenzeit Mai - Oktober. Regelmäßige Niederschläge in den Ebenen im Landesinneren.

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Reiseverkehr - National

Flugzeug

Das Flugzeug ist das effizienteste Transportmittel in Kamerun. Derzeit gibt es keine Linienflüge. Charterverbindungen sollten vor Ort erfragt werden.

Flughafengebühren: 500 CFA Fr.

Bahn

Kamerunische Züge sind langsam, aber preiswert (und immer noch schneller als Busse). Es gibt tägliche Bahnverbindungen von Yaoundé nach Ngaoundéré mit dem 'Gazelle du Nord’, der von Douala über Yaoundé und Belabo nach Ngaoundéré fährt. Außerdem gibt es tägliche Verbindungen von Yaoundé nach Douala mit Anschluss nach Nkongsamba sowie von Douala nach Kumba. Einige Züge haben Liegewagen, nur wenige sind klimatisiert oder führen Speisewagen. Fahrkarten müssen am Tag der Abreise gekauft werden.

Bus/Pkw

Der Straßenzustand ist generell weniger gut, mit Ausnahme der Straßen mit Schotterbelag von Douala nach Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Die übrigen Straßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Rechtsverkehr. Nachtfahrten sollten vermieden werden.

Bus:
Es gibt Verbindungen mit modernen Fernbussen zwischen Yaoundé und Douala, Bafoussam und Bamenda sowie Fouban und Dschanga. Die Busse in ländlichen Gegenden sind oft unzuverlässig und teilweise gefährlich.

Mietwagen
mit oder ohne Chauffeur sind relativ teuer, Filialen gibt es in Douala, Yaoundé und Limbé.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen. Unterlagen: internationaler Führerschein empfohlen, internationale grüne Versicherungskarte.

Stadtverkehr

In Douala und Yaoundé verkehren Busse (Einheitsfahrpreise). Taxis und Sammeltaxis stehen zu festgesetzten Preisen zur Verfügung. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand; mit Überfällen muss gerechnet werden. 10% Trinkgeld liegt im Ermessen des Fahrgastes.

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Reiseverkehr - International

Flugzeug

Verbindungen mit Air France (AF) über Paris, von Wien mit Austrian Airlines (OS) oder Brussels Airlines (SN) über Brüssel. Direkter Flugdienst von Zürich mit Swiss (LX) nach Douala. Im Code-Share mit Brussels Airlines fliegt Lufthansa (LH) nach Douala und Jaunde.

Flughafengebühren

10.000 CFA Fr.

Internationale Flughäfen

Douala (DLA) liegt 10 km südöstlich der Stadt. Flughafeneinrichtungen: Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Bars und Restaurants. Taxis fahren ins Stadtzentrum.

Yaoundé-Nsimalen (NSI) befindet sich 20 km von Yaoundé entfernt. Flughafeneinrichtungen: Bank, Wechselstube, Restaurants, Bars, Post, Geschäfte. Taxis stehen zur Verfügung.

Garoua (GOU) liegt 6 km von der Stadt Garoua entfernt. Taxis vorhanden.

Schiff

Schiffsverbindungen zwischen Douala und europäischen Häfen sind unregelmäßig. Schiffe sind oft drei Wochen unterwegs und legen zwischendurch auf den Kanarischen Inseln und an westafrikanischen Häfen an. Einige Frachtschiffe haben bis zu 12 Passagierkabinen.

Bahn

Die Anreise aus benachbarten Ländern ist problematisch, da die Spurweiten nicht einheitlich sind. Eine Verlängerung des Streckennetzes von Mbalmayo nach Bangui (Zentralafrikanische Republik) ist jedoch geplant.

Bus/Pkw

Es gibt Straßenverbindungen in den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, nach Äquatorialguinea, Nigeria und Gabun. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden empfohlen, während der Regenzeit und generell nachts sollte man auf diesen Straßen nicht reisen. Der Trans-Africa Highway von Kenia nach Nigeria ist im Bau. Die Grenze zur Republik Kongo wurde geschlossen. Das Grenzgebiet zu Nigeria bei der Bakassi-Halbinsel sollte man meiden.

Busse:
Minibusse und Buschtaxis fahren von Yaoundé und Douala in die Nachbarländer. Eventuell muss das Transportmittel an der Grenze gewechselt werden.

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Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Keine Ortsnetzkennzahlen. Die größeren Städte können direkt angewählt werden. Die nationalen Telefonverbindungen sind häufig schlecht. Telefone sind in Postämtern und Restaurants vorhanden, in den größeren Orten gibt es Telefonzellen. Internationale Telefonanrufe können von Intelcam-Büros (Internet: http://www.camnet.cm/intelcam1/) getätigt werden. Es gibt Telefonkarten.

Mobiltelefon

GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen MTN Cameroon Ltd, Mobilis und Orange Cameroun SA (Internet: www.orange.cm). Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fax

Steht in den Intelcam-Büros zur Verfügung.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: Camnet (Internet: www.camnet.cm). Es gibt immer mehr Internetcafés in den größeren Städten. Außerhalb von Yaoundé und Douala sind die Gebühren für Internetnutzung oft sehr viel höher.

Telegramme

Können in den Postämtern von Yaoundé und Douala sowie in größeren Hotels aufgegeben werden, der Vorgang dauert jedoch lange.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Briefmarken sind nur in Postämtern erhältlich. Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-18.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

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Urlaubsorte & Ausflüge

Das Zentrum und der Osten

-

Die Hauptstadt Yaoundé ist auf sieben Hügeln erbaut. Die vielen Märkte, Museen, Geschäfte und Kinos sorgen für Abwechslung. Im Nordwesten der Stadt liegen dicht bewachsene Berge, die bis auf 1000 m ansteigen. Auf dem Mont Fébé, der die Stadt überragt, befindet sich ein Ferienzentrum mit Luxushotel, Nachtklub, Spielkasino, schöner Gartenanlage und Golfplatz. Die Höhenlage macht das Klima angenehm. 40 km nördlich der Hauptstadt, an der Straße nach Obala, befindet sich ein ganzjähriger Vergnügungspark. Die imposanten Nachtigall-Fälle des Flusses Sanga sind beeindruckend. In den dichten Wäldern dieser Region gibt es frei lebende Gorillas.

Der Westen

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Douala, die Wirtschaftsmetropole Kameruns, liegt 24 km von der Küste entfernt am linken Ufer des Wouri. Die Stadt wird vom Mont Cameroun überragt, der mit 4070 m der höchste Berg Westafrikas ist. Sehenswert sind die Kathedrale, der Hafen und das interessante Museum sowie die Wouri-Brücke. Die Einkaufsstraßen, das Artisanat National (Markt mit Kunstgewerbe und Souvenirs) und der Deido-Markt laden zu ausgiebigem Stöbern ein.

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Buéa ist eine reizvolle Stadt an den Hängen des Mont Cameroun. Vor der Besteigung des Berges sollte man vom Touristenbüro eine Erlaubnis einholen; diese wird jedoch nicht während der Regenzeit erteilt.

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Limbé (vormals Victoria) ist eine malerische Stadt mit einem schönen botanischen Garten und einem »Dschungeldorf«.
Der Bergort Dschang hat durch die Höhenlage (1400 m) ein angenehm kühles Klima. Die Straße nach Süden, über N’Kongsamba und Douala, verläuft durch eine herrliche Landschaft mit atemberaubenden Tälern und Wasserfällen.
In Bamenda, im Hochland nördlich von Dschang, befindet sich ein interessantes Museum und ein Kunstgewerbemarkt.
In Foumban, nordöstlich von Dschang, gibt es zahlreiche historische Gebäude aus der deutschen Kolonialzeit, wie z. B. den Fon-Palast zu sehen. Das Museum und der Markt sind außerdem einen Besuch wert. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in die Bamileke-Region zum farbenprächtigen Bamoun Festival.

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Kribi ist ein malerischer Hafen und Urlaubsort südlich von Douala mit dem wohl schönsten Strand Kameruns, Londji Beach. Ausflüge zu den Pygmäen-Dörfern sowie zum Campo Game Reserve bieten sich an. In den Urwäldern des Landesinneren leben Büffel, Löwen und Elefanten.

Der Norden

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Maroua liegt in den Ausläufern der Mandara-Berge an den Ufern des Mayo. Der Markt, die afrikanischen Viertel und die Ufer des Mayo Kaliao sind bei Besuchern sehr beliebt. Das Diamare-Museum ist ein Völkerkundemuseum, das auch einheimisches Kunstgewerbe, Schmuck und Lederartikel zum Verkauf anbietet. In der Nähe der Stadt liegt auch ein Tierschutzgebiet (s. u.).
Das idyllische Dorf Mokolo liegt mitten in einer felsigen Landschaft. 55 km entfernt liegt Rhumsiki. Ein wahres Labyrinth aus Pfaden verbindet das Dorf mit den kleinen Bauernhöfen (Kapsiki) der Umgebung. Hier leben die Kirdi, ein Eingeborenenstamm, dessen Traditionen und Gebräuche sich über Jahrhunderte hinweg wenig geändert haben.
Weiter nördlich befindet sich das Dorf Koza, das auf 1100 m Höhe liegt. Von hier führt eine Straße zum Dorf Mabas, von dem aus man einen ausgezeichneten Panoramablick über die Bornou-Ebene Nigerias hat.

Nationalparks

-

Das Kala Maloue Reserve ist verhältnismäßig klein, trotzdem sind hier mehrere Arten von Antilopen, Affen und Warzenschweinen daheim. Sogar ein Elefantenpfad verläuft durch das Tierschutzgebiet; die Dickhäuter halten sich hier jedoch nie lange auf.
Der 170.000 ha große Waza-Nationalpark besteht aus einem Waldgebiet (November bis März geöffnet) und großen Feuchtwiesen, den Yaeres (Februar bis Juni geöffnet). Elefanten, Giraffen, Antilopen, Kuhantilopen, Löwen, Geparde und Stachelschweine sind hier beheimatet. Der Artenreichtum der Vogelwelt ist erstaunlich: Adler, Kraniche, Marabus, Pelikane, Enten, Gänse und Perlhühner können aus nächster Nähe beobachtet werden.
Der Boubandjida-Nationalpark liegt an den Ufern des Flusses Mayo Lidi im äußersten Norden des Landes.
Es gibt weitere Parks und Tierschutzgebiete, die jedoch nicht für Besucher zugänglich sind.

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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 42,75 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2.300 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 3,9 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 30 % (2001)

Inflationsrate: 5,3 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 48 % (2000)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: 43,6 % (2008)
Industrie: 15,9 % (2008)
Dienstleistungen: 40,5 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft, Erdölförderung, Aluminiumproduktion

Außenhandel
Importe: ca. 4,303 Mrd. (2008)
Exporte: ca. 4,816 Mrd. (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Nigeria, USA, China, Belgien, Südkorea, Deutschland, Niederlande

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
IWF (Internationaler Währungsfonds), UNCTAD (Welthandels- und Entwicklungskonferenz), WTO (Welthandelsorganisation; seit 13.12.1995), Konferenz der Blockfreien, AU (Afrikanische Union), EU-AKP (Mitgliedstaat der Konvention von Cotonou), CEMAC (Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion), Währungsunion der BEAC (Zentralbank der Afrikanischen Länder), APPA (Afrikanische Vereinigung der Ölproduzenten)

Umgangsformen

Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Juli bis September. Vor allem in Städten wird Englisch gesprochen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft von Kamerun
Kurfürstendamm 136, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 06 80 90.
Internet: www.ambacam.de

Chambre de Commerce, d’Industrie et des Mines du Cameroun (Industrie- und Handelskammer)
BP 4011, CM-Douala
Tel: 42 68 55.

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Land & Leute

Essen & Trinken

Französische und libanesische Küche stehen oft auf der Speisekarte, einheimische Spezialitäten sind ebenfalls zu empfehlen. An Avocados, Zitrusfrüchten, Ananas und Mangos herrscht kein Mangel. Im Süden werden meist Garnelen in allen möglichen Variationen angeboten. In größeren Städten gibt es zahlreiche Restaurants mit gutem Service.

Nachtleben

Einheimische Unterhaltungskünstler kann man vor allem während der Festtage in vielen Regionalstädten sehen. In Douala und besonders in Yaoundé gibt es Nachtclubs und Spielkasinos. Die meisten Hotels haben ein Kasino. In vielen internationalen Hotels schließen die Bars erst, wenn der letzte Gast gegangen ist.

Einkaufstipps

Luxusartikel sind teuer. Beliebte Souvenirs sind dekorierte Töpfe, Kannen, Flaschen und Tassen. Große Steingutschüsseln und andere Keramikwaren, Matten und Läufer aus Gras, Raffiabast, Kamelhaar oder Baumwolle, bestickte Kleidungsstücke und Schmuck sind ebenfalls schöne Mitbringsel. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Sa 07.30-18.00 Uhr.

Sport

Gute Angelmöglichkeiten in den Flüssen oder an der Küste. Baden kann man im Meer oder in Hotel-Swimmingpools. Hotels haben oft Zugang zu Tennisplätzen. In Yaoundé gibt es auch einen privaten Golfplatz. Fußball ist ein beliebter Publikumssport.

Sitten & Gebräuche

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Im Norden leben zahlreiche Muslime, und Besucher sollten deren Sitten und Gebräuche respektieren. Steinerne Gebetszirkel dürfen nicht betreten werden. Auf dem Land findet man traditionelle Glaubensrichtungen, denen Besucher ebenfalls mit Takt und Offenheit gegenübertreten sollten. Fotografieren: In ländlichen Regionen sollte man beim Fotografieren behutsam vorgehen. Es sollte immer um Erlaubnis gefragt werden, bevor jemand fotografiert wird. Flughäfen, offizielle Gebäude oder militärische Anlagen sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Gepäckträger und Hotelpersonal erhalten etwa 10%. Normalerweise ist das Bedienungsgeld in der Rechnung enthalten.

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Unterkunft

Hotels

In Douala, Yaoundé, Bamenda, Garoua und Maroua gibt es eine gute Auswahl an Hotels der internationalen Klasse. Die guten Hotels (Einstufung durch die Regierung, es werden zwei oder mehr Sterne vergeben) haben Klimaanlagen, Swimmingpools und Sportanlagen. Den meisten Zimmern ist eine Dusche angeschlossen. Diese Hotels akzeptieren auch Kreditkarten. Übernachtungspreise schließen keine Mahlzeiten ein. Preiswertere Unterkünfte sind ebenfalls vorhanden. Das Hotel de Waza, außerhalb des Waza-Nationalparks im Norden, ist ein Camp mit zwei Pavillons und Einzelzimmern in Strohhütten. Die Hotels sind meist frühzeitig ausgebucht; man sollte rechtzeitig vorbestellen und auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. Weitere Informationen vom Ministère du Tourisme (s. Adressen).

Camping

Zelten ist im Boubandjida-Nationalpark am Ufer des Mayo Lidi gestattet.

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Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Vorsichtsmaßnahmen

Bilharziose-Erreger kommen landesweit im Süßwasser vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A ist weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Norden vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen, insbesondere während der Trockenzeit (Dez. bis Mai) in den Savannengebieten. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht ein landesweites Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist in Jaunde und Douala im Vergleich zum Landesinneren besser, entspricht jedoch nicht mitteleuropäischem Standard. Insbesondere in den staatlichen Krankenhäusern kommt es immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten, Verbands- und anderen medizinischen Verbrauchsmaterialien, die oft vor der Behandlung vom Patienten selbst besorgt werden müssen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. In den größeren Städten gibt es ausreichend Apotheken, die im Regelfall alle wichtigen Medikamente aus französischer Produktion führen.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Rückholversicherung wird dringend empfohlen.

Vogelgrippe

In Kamerun wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln von der Welttierorganisation (OIE) erstmals am 12. März 2006 bestätigt.

Reisende sollen sich daher von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") in französischer Sprache verlangt.

Anmerkung

[1] Kamerun gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Prov. L'Extreme Nord). Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung wird von allen Reisenden im Alter von über einem Jahr verlangt. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Kamerun den Transitraum nicht verlassen. Ein Gelbfieberimpfschutz wird generell empfohlen.

[2] Generell besteht landesweit ein geringes Cholera-Infektionsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, kann aber - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - gelegentlich verlangt werden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztliche Hilfe einzuholen. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[3]
Hohes Malariarisiko ganzjährig landesweit, einschließlich der Städte. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung duch Medikamente.

[4] Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Unpasteurisierte

Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

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Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2012
1 Jan Neujahr
4 Feb Eid Milad Nabi (Jahrestag des Propheten)
11 Feb Tag der Jugend
6 Apr Karfreitag
1 May Tag der Arbeit
17 May Christi Himmelfahrt
20 May Nationalfeiertag
21 May Schaffest
17 Jun Himmelfahrt des Propheten
15 Aug Mariä Himmelfahrt
19 Aug Djoulde Soumae (Ende des Ramadan)
1 Oct Tag der Vereinigung
26 Oct Eid Al Adha (Opferfest)
15 Nov Hijra (Islamisches Neujahr)
25 Dec Weihnachten
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann. Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen. Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

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zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Kamerun eingeführt werden:

400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 5 Päckchen Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Ausfuhrverbot

Elfenbein, antike Kunstgegenstände.

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Geld

Währung

1 Comunauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l’Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l’Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Kamerun. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Geldwechsel

Euro oder US-Dollar empfohlen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard, Eurocard und Visa werden nur teilweise angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In Jaunde und Douala sind einige Bankautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld abgehoben werden kann. Die Gebühren für diesen Service können jedoch relativ hoch sein.

Reiseschecks

Sollten in Euro ausgestellt sein, es werden hohe Gebühren verlangt. Die Verkaufsanzeige der Schecks muss bei Umtausch mitgebracht werden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist für touristische Zwecke auf 20.000 CFA Fr, für geschäftliche Zwecke auf 450.000 CFA Fr begrenzt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 07.30/08.00-11.30/12.30 Uhr, z. T. auch bis 15.00 Uhr.

Wechselkurse

1.00 CHF = 0.83 EUR
1.00 USD = 0.75 EUR
1.00 EUR = 655.95 XOF
1.00 CHF = 546.01 XOF
1.00 USD = 495.64 XOF
Wechselkurse vom 30 April 2012

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Reisepass/Visum

Übersicht

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass mit Lichtbild oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige sollten bei der Einreise nach Kamerun von einem Erwachsenen in Empfang genommen werden.

Visum

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterreisen, gültige Papiere für die Weiterreise vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

Visaarten

Einreisevisum.

Visagebühren

Deutschland und Österreich
Beantragung bei der Botschaft: 80 € (Aufenthalte bis 3 Monate), 160 € (Aufenthalte bis 6 Monate).
Die Gebühren bei Beantragung im Konsulat variieren, da zusätzlich zur Visumgebühr eine Konsulargebühr anfällt. Bei Expressbearbeitung in zwei Tagen in Berlin verdoppeln sich die Visumgebühren.

Schweiz
138 CHF (Aufenthalte bis 3 Monate), 276 CHF (Aufenthalte bis 6 Monate), 414 CHF (Aufenthalte bis zu 1 Jahr).

Gültigkeitsdauer

Die Einreise muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausstellung des Visums erfolgen. Mit der Einreise wird die im Visum angegebene Gültigkeitsdauer wirksam.

Antragstellung

Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulat (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

(a) 2 bzw. 3 Antragsformulare (je nach Konsulat).
(b) 2 bzw. 3 Passfotos (je nach Konsulat).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Kopie der Gelbfieber-Impfbescheinigung.
(e) Buchungsbestätigung für Rück- oder Weiterflug.
(f) Zahlungsbeleg über die Visumgebühren.
(i) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz, die noch mindestens sechs Monate gültig ist. Touristenvisum zusätzlich:
(g) Nachweis einer Hotelbuchung. Besuchsvisum zusätzlich:
(h) Bei Familienbesuchen ein durch die entsprechende kamerunische Behörde amtlich bestätigte Einladung. Geschäftsvisum zusätzlich:
(i) Entsendungsschreiben der Firma mit allen relevanten Daten zur Reise sowie einer Kostenübernahme-Bestätigung.
(j) Einladungsschreiben der kamerunischen Firma mit allen relevanten Daten zur Reise sowie der Angabe zur Anzahl der Einreisen und des gewünschten Gültigkeitszeitraums (bis zu drei oder sechs Monaten). Der postalischen Antragstellung sollten ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag (DIN A5) beigefügt werden.

Aufenthaltsgenehmigung

Anträge an die Einwanderungsbehörde.

Bearbeitungszeit

Beantragung bei der Botschaft: ca. 1 Woche, Expressbearbeitung: 2 Tage (doppelte Visumgebühr). Beantragung beim Konsulat: persönlich: sofort, postalisch: postwendend.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Eine Registrierung ist bei einem Aufenthalt von über drei Monaten Pflicht.

Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterreisetickets.
(b) Notwendige Papiere für die Weiterreise (ggf. Visa für Drittländer). (c) Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

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Allgemeines

Lage

Zentralafrika, Westküste.

Fläche

475.442 qkm.

Bevölkerungszahl

18.467.692 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

39 pro qkm.

Hauptstadt

Yaoundé. Einwohner: 1.743.482 (Schätzung 2009). Douala ist die wirtschaftliche Hauptstadt.

Staatsform

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1972. Verfassung von 1972, letzte Änderung 1996. Das Parlament mit 180 Mitgliedern wird auf 5 Jahre gewählt. Unabhängig seit Januar 1960 (Ost-Kamerun; ehemaliges französisches Mandatsgebiet), seit Oktober 1961 (West-Kamerun; ehemaliges britisches Mandatsgebiet).

Geographie

Kamerun grenzt im Westen an den Golf von Guinea, im Nordwesten an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Süden an Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Die Halbwüste im Norden geht in die hügelige Adamaoua-Savanne über. In dieser Region, die im Westen an die üppig-grünen Mandara-Berge grenzt, gibt es zahlreiche Tierschutzgebiete und Mineralvorkommen. In den Mandara-Bergen entspringt der Fluss Benue, der im Westen in den Niger mündet. Wasserfälle und bis zu 2000 m hohe Vulkangipfel, die mit Bambus bewachsen sind, befinden sich im Nordwesten. An der landwirtschaftlich genutzten Küste gibt es Mangrovensümpfe, hinter denen ein breiter Waldgürtel zum Savannenhochland ansteigt.

Sprache

Amtssprachen sind Englisch (20%) und Französisch (80%). Laut Verfassung wird beiden Sprachen die gleiche Stellung eingeräumt. Bantu, Semibantu und andere afrikanische Sprachen sind gebräuchlich.

Religion

40 % Christen, 40 % Anhänger von Naturreligionen, 20 % Muslime.

Ortszeit

MEZ.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Kamerun.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter 0 Std. und im Sommer -1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Ephraïm Inoni, seit 2004.

Staatsoberhaupt

Paul Biya, seit 1982.

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Kontaktadressen

Office de Tourisme National Camerounais pour l'Europe

26, Rue de Longchamps, F-75016 Paris
Tel: (+33) (01) 45 05 96 48.
Internet: www.cameroun-infotourisme.com

Ministère du Tourisme

Boulevard Rudolf Manga Bell (BP 266), CM-Yaoundé
Tel: 22 23 29 36.

Botschaft der Republik Kamerun

Kurfürstendamm 136, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 06 80 90.
Internet: www.ambacam.de.
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr.
(auch für Österreich zuständig).
Honorarkonsule in Essen und Hanau.

Honorarkonsulat der Republik Kamerun

(mit Visumerteilung)
Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, A-1140 Wien
Tel: (01) 91 47 74 40.
Do 09.00-13.00 Uhr (Parteienverkehr).

Botschaft der Republik Kamerun

Brunnadernrain 29, CH-3006 Bern
Tel: (031) 352 47 34/37. Konsularabt.: (031) 352 47 37.
Internet: http://www.ambacamberne.ch/
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

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Reise- und Sicherheitsinformationen

Kamerun
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2012
Unverändert gültig seit: 02.02.2012
Landesspezifische Sicherheitshinweise In ganz Kamerun, insbesondere in den größeren Städten wie auch in Ferienorten an der Küste, z.B. Kribi und Limbe, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Keine auffälligen Wertgegenstände oder Schmuck tragen (auch nicht beim Restaurantbesuch), nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren, Geld auf mehrere Taschen verteilen. An unbelebten Abschnitten des Strands von Kribi sind Touristen, die alleine oder zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden. Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18.00 Uhr) sollten Sie kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht ein Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen. Außerhalb der Städte  ist es nicht ratsam, in der Dunkelheit Fahrten zu unternehmen. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem unverantwortlichen Verkehrsverhalten vieler Fahrer insbesondere von LKW besteht eine beträchtlich höhere Unfallgefahr als in Europa. Von Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung wird aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme und dem militärischen Sonderstatus einiger Gebiete unbedingt abgeraten. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. Immer wieder gibt es Überfälle auf Küstenorte, auf Fischkutter, Öltanker oder –plattformen und Geiselnahmen. Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.