Die Küstengebiete sind tropisch mit kühlenden Monsunwinden. In den Niederungen ist es heiß und zumeist trocken, im Hochland eher gemäßigt mit vier Jahreszeiten. Nairobi hat wegen seiner Höhenlage das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Am Victoria-See sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es z. T. starke Regenfälle.
Das Auswärtige Amt rät bei PKW-Reisen in die nördlichen Landesteile Kenias sowie in die Küstenregion nördlich von Malindi, in einem bewachten Konvoi mitzufahren. Am sichersten reist man in diese Gebiete per Flugzeug.
Kenya Airways (KQ) (Internet: www.kenya-airways.com) bietet Linienflüge nach Kisumu (am Victoria-See), Lamu, Malindi und Mombasa.
Air Kenya (QP) (Internet: www.airkenya.com) bietet Linienflüge von Nairobi nach Amboseli, Lamu, Malindi, Masai Mara, Mombasa, Lewa, Nanyuki, Meru, Samburu und Kilimanjaro (Tansania). Mombasa Air Safari (Internet: www.mombasaairsafari.com) verbindet Mombasa, Diani Beach und Malindi mit Lamu, Amboseli und Masai Mara.
Safarilink (Internet: www.safarilink-kenya.com) fliegt regelmäßig zwischen Nairobi (Wilson Airport) und den beliebten Safaridestinationen Masai Mara, Amboseli, Tsavo, Chyulus, Naivasha, Nanyuki, Lewa, Samburu, Lamu, Kiwayu und Kilimanjaro.
Es gibt regelmäßige Verbindungen zwischen Nairobi, Malindi und Kiwayu. Rundreisen zu den Nationalparks und zur Küste werden angeboten. Man kann auch Flugzeuge mieten.
Fährverkehr besteht zwischen Mombasa, Malindi und Lamu. Weitere Einzelheiten von den örtlichen Behörden und Reiseveranstaltern. Man kann auch ein traditionelles kenianisches Segelschiff (dhow) in Mombasa, Malindi und Lamu mieten. Bei dieser Reiseart sollte man ausreichende Wasser- und Lebensmittelvorräte mitnehmen. Ankerplätze gibt es u.a. bei Mtwapa, Kilifi, Mnarani und Lamu. Luxuriöser sind Flusskreuzfahrten auf dem Nil.
Die Kenya Railways Corporation betreibt Passagierzüge zwischen Nairobi (Kenia) und Mombasa (Kenia) und zwischen Nairobi (Kenia) und Kisumu (Kenia). Normalerweise fahren die Züge über Nacht, die Fahrt dauert 13-14 Std. Es gibt auch Nebenstrecken, die Taveta und Kisumu an das Passagiernetz anschließen. Ein Nachtzug verkehrt täglich in beiden Richtungen zwischen Nairobi und Kisumu (14 Std. Fahrzeit). Die Züge sind im Allgemeinen modern und haben Speisewagen. Es gibt drei Klassen: Wagen 1. Klasse sind äußerst bequem mit 2-Bett-Abteilen, Einbauschrank usw; die der 2. Klasse sind einfacher, aber komfortabel; die der 3. Klasse sind einfach. Der Speisewagen-Service auf der Strecke Nairobi-Mombasa wird selbst hohen Ansprüchen gerecht. Schlafwagenplätze sollten im Voraus gebucht werden. Fahrkarten können bei den Bahnhöfen in Nairobi oder im Voraus bei den Reisebüros gekauft werden. Kinder unter 3 Jahren reisen umsonst, Kinder zwischen 3 und 15 Jahren zahlen die Hälfte.
Alle Hauptstraßen sind asphaltiert, die Nebenstraßen werden ständig verbessert, vor allem im Nordwesten. In weiten Teilen des Nordens ist das Straßennetz nicht besonders gut. Da die Beschichtung der Nebenstraßen sehr von der der Hauptstraßen abweicht, sollte man vorsichtig sein, wenn man die Schnellstraßen verläßt, vor allem in der Regenzeit. Tankstellen findet man an den meisten größeren Straßen.
Busse und Minibusse (Matatu) privater Unternehmen verkehren auf Lang- und Kurzstrecken und verbinden die meisten Städte. Matatus sind häufig überfüllt. Die Fahrpreise der Busse und Minibusse sind ähnlich. Busse sind im Allgemeinen das sicherere Verkehrsmittel. In einigen Städten haben Busse und Minibusse dieselben Endbahnhöfe.
Taxi: In Kenia verkehren gute Langstreckentaxis, die bis zu sieben Personen befördern können. Am besten ist dieser Service zwischen der Hauptstadt und Mombasa sowie Nakuru. An der Küste sind Taxis und Minibusse die günstigsten Verkehrsmittel.
Touren und Safaris: Unzählige Reiseunternehmen in Nairobi bieten Rundreisen zu den Safariparks und anderen Sehenswürdigkeiten an. Vor der Buchung sollte man genau feststellen, was für den Inklusivpreis geboten wird. Weitere Informationen sind erhältlich von der Kenya Association of Tour Operators (KATO), PO Box 48461, KE-00100 Nairobi (Tel: (2) 71 33 48 oder 71 33 86. Internet: www.katokenya.org).
Mietwagen: In Mombasa, Nairobi und anderen größeren Städten kann man in einigen Reisebüros Wagen mit oder ohne Chauffeur mieten. Dies kann teuer sein, man sollte vor allem das Kilometergeld der einzelnen Firmen vergleichen und nur Wagen mit Allradantrieb in Betracht ziehen.
Unterlagen: Der nationale Führerschein reicht bei Besuchen bis zu 30 Tagen aus. Für ausländische Fahrzeuge (außer in Uganda oder Tansania zugelassenen Fahrzeugen) muss beim Zulassungsamt (Registrar of Motor Vehicles) in Nairobi eine Genehmigung (International Circulation Permit) eingeholt werden. Unter Vorlage der Zoll- und Versicherungspapiere wird diese kostenlos ausgestellt. Ein internationaler Führerschein wird dringend empfohlen, er ist jedoch gesetzlich nicht vorgeschrieben. Weitere Informationen vom Zulassungsamt in Nairobi.
Verkehrsbestimmungen:
Linksverkehr.
Bus: Nairobi hat ein gut funktionierendes Busnetz. Man kann nur Einzelfahrscheine beim Schaffner kaufen. Es verkehren auch Minibusse (Matatu), die jedoch häufig sehr überladen sind.
Die Taxis von Kenatco sind zuverlässig. Die älteren Taxis mit dem gelben Streifen haben keine Taxameter, und der Fahrpreis sollte im Voraus vereinbart werden. Es gibt außerdem eine Flotte von London-Taxis. 10% Trinkgeld ist üblich. Taxis können nicht auf der Straße angehalten werden. Sie stehen meist bei Hotels und Sehenswürdigkeiten und anderen zentralen Orten.
Rikschas werden in Nairobi immer beliebter.
von Nairobi zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Pkw/Bus | |
| Kisumu | 1.05 | 14.00 | 7.00 |
| Malindi | 0.45 | - | 8.00 |
| Mombasa | 1.00 | 14.00 | 6.00 |
| Lamu | 1.30 | - | 13.00* |
| Diani | 1.30 | - | 7.00 |
| Nakuru | 0.30 | 5.00 | 3.00 |
| Eldoret | 1.15 | 9.00 | 7.00 |
| Masai Mara | 0.30 | - | 5.00 |
| Amboseli | 0.30 | - | 3.00 |
Anmerkung
[*] Inkl. Fahrt mit der Fähre.
Kenias nationale Fluggesellschaft Kenya Airways (KQ) (Internet: www.kenya-airways.com) bietet eine Direktverbindung von Paris nach Nairobi sowie zusammen mit KLM Flugverbindungen (über Amsterdam) von Frankfurt/M., Wien und Zürich nach Nairobi an.
Kenia wird unter anderem auch von British Airways (BA), Swiss International (LX) und Air France (AF) angeflogen.
Edelweiss Air (WK) fliegt von Zürich über Mombasa nach Nairobi.
Im Code-Share mit Brussels Airlines fliegt Lufthansa (LH) nach Nairobi.
Keine.
Nairobi (NBO) (Jomo Kenyatta International) (Internet: http://www.kenyaairports.co.ke/kaa/airports/jkia/) liegt 18 km östlich der Stadt. Ein Flughafenbus fährt alle 30 Min. (Fahrzeit 40 Min.), der Stadtbus der Linie 34 alle 20 Min. zur Innenstadt (06.30-20.00 Uhr). Ein Taxistand ist ebenfalls vorhanden, Preise sollten im Voraus ausgehandelt werden. Duty-free-Shop, Banken/Wechselstuben (24 Std. geöffnet), Post (Mo-Sa 08.00-17.00 Uhr), Hotelreservierung (24 Std. geöffnet), Tourist-Information, Mietwagenschalter, Restaurants, Bars, Krankenstation, W-LAN-Internetzugang, Internetcafé.
Mombasa (MBA) (Moi International) (Internet: http://www.kenyaairports.co.ke/kaa/airports/moi/) liegt 13 km westlich der Stadt. Kenya Airways betreibt einen regelmäßigen Busdienst zu ihrer Buchungsstelle in der Innenstadt (Fahrzeit 20 Min.). Taxistand (Preise sollten im Voraus ausgehandelt werden), Duty-free-Shop, Bank (05.00-14.00 Uhr), Post, Mietwagenschalter (Avis, Abercrobie & Kent). Hotel-Reservierungsschalter, Tourist-Information, Restaurants, Bars.
Außerdem gibt es noch einen dritten internationalen Flughafen, den Eldoret International Airport (nur Fracht).
Regelmäßige Passagierdienste verkehren zwischen Mombasa, Mauritius, den Seychellen und Sansibar. Zu den Anlaufhäfen am Victoria-See zählen Port Victoria/Kisumu, Homa Bay und Mfangano. Die Fähren auf dem Victoria-See verbinden Kisumu in Kenia mit Mwanza, Musoma und Bukoba in Tansania. Fahrpreise müssen in der Landeswährung des Ausgangshafens bezahlt werden. Weiterhin verkehren Fähren zwischen Mombasa, Dar-es-Salaam und Sansibar in Tansania.
Es bestehen Bahnverbindungen zwischen Voi und Moshi (Tansania) sowie Nairobi und Kampala (Uganda). Da die Bahnverbindungen sehr unregelmäßig sind, sollte man sich vor Reiseantritt uber die aktuellen Bedingungen informieren.
Kenia kann von Tansania, Uganda, Äthiopien, Sudan und Somalia aus auf dem Landweg erreicht werden. Manche Straßen sollten allerdings wegen der unsicheren politischen Lage gemieden werden, am besten erkundigt man sich vor Reiseantritt bei den konsularischen Vertretungen nach der aktuellen Lage. Nach Addis Abeba (Äthiopien) gibt es eine Allwetterstraße. Die größten Grenzübergänge von Tansania aus sind Namanga und Lunga Lunga; etwas kleiner sind die Grenzübergänge Isebania und Taveta.
Bus: Es gibt einige direkte Busverbindungen nach Uganda, Tansania und Äthiopien. Der Scandinavia Express (Internet: www.scandinaviagroup.com) z.B. verbindet Nairobi und Mombasa mit Dar es Salaam (Tansania) sowie Nairobi mit Kampala (Uganda). Malaba und Buisa sind die Grenzübergänge bei der Einreise aus Uganda. Es sollte beachtet werden, dass die Grenzposten der beiden Länder in Malaba einen Kilometer voneinander entfernt sind und es zwischen den beiden Posten keine Verkehrsverbindung gibt.
Vor Grenzüberschreitungen auf dem Landweg sollte man sich mit dem Automobilverband Kenias (AA of Kenya , PO Box 40087, Embakasi, KE-00100 Nairobi, Tel: (02) 82 50 60-6) in Verbindung setzen, um sich nach den aktuellen Versicherungsbedingungen und der politischen Lage zu erkundigen.
Selbstwählferndienst zu den großen Städten. Münztelefonzellen sind rot, Kartentelefonzellen blau. Telefonkarten sind bei Postämtern und internationalen Telefondiensten in größeren Städten erhältlich. Zahlreiche größere Hotels bieten auch Telefondienste an, berechnen jedoch bis zu 100% mehr. Für Ortsgespräche sollte man ausreichend Münzgeld bereithalten.
GSM 1800 und GSM 900. Der Sende- und Empfangsbereich ist auf die besiedelten Gebiete beschränkt. Netzbetreiber: Celtel Kenya (Internet: www.ke.celtel.com/en/index.html oder www.msi-cellular.com), KenCell (Internet: www.kencell.co.ke) und Safaricom (Internet: www.safaricom.co.ke).
Faxstellen befinden sich im Hauptpostamt und im Kenyatta International Conference Centre in Nairobi sowie in großen Hotels in Nairobi und Mombasa.
In Kenia gibt es über 30 Internetanbieter; JamboNet (Internet: www.telkom.co.ke) und 19 weitere Anbieter sind Mitglieder der East African Internet Association. In Mombasa und Nairobi gibt es Internetcafés. Internetzugang steht auch in größeren Hotels zur Verfügung.
Können in allen Post- und Telegrafenämtern sowie von privaten Telefonen aus aufgegeben werden. Das Hauptpostamt in Nairobi ist 24 Std. geöffnet.
Die Postämter sind an den Buchstaben KP&TC (Kenya Posts & Telecommunications Corporation) zu erkennen. Briefkästen sind rot. Briefmarken sind außer auf Postämtern auch bei Schreibwarenhändlern, in Souvenirgeschäften und in Hotels erhältlich. Luftpost nach Europa ist bis zu vier Tagen unterwegs, die Beförderung ist im Allgemeinen zuverlässig. Die Postämter sind Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr sowie Sa 09.00-12.00 Uhr geöffnet.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, liegt 500 km von Nairobi entfernt. Mombasa ist eine wichtige Hafenstadt, die von ihrer Lage an der einzigen Bahnstrecke ins Landesinnere profitiert. Herrliche Strände erstrecken sich südlich und nördlich der Stadt. Interessant ist die Old Town, das fast völlig islamische Altstadtviertel mit engen Gassen und Straßenhändlern, die Handarbeiten anbieten. Die Festungsanlage Fort Jesus wurde 1593 von den Portugiesen erbaut und 1698 nach 33-monatiger Belagerung von den Omani-Arabern erobert. Hier ist heute ein Museum untergebracht. Kikoi- und Khanga-Tücher kann man in der Biashara Street kaufen. Das Fremdenverkehrsamt befindet sich in der Moi Avenue.
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Nairobi ist als »grüne Stadt an der Sonne« bekannt. Das moderne Kenyatta-Konferenzzentrum
und das attraktive Stadtbild haben Nairobi zu einer bedeutenden
internationalen Handels- und Konferenzstadt gemacht. Nairobi wirkt sehr
gepflegt, trotzdem ist die Kriminalität wie in anderen Hauptstädten
hoch und als Ortsfremder sollte man manche Viertel vor allem nachts
meiden. Manche Besucher empfehlen sogar, den Uhuru-Park nicht allein zu
betreten. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig: die Palette reicht
von Einkaufszentren im amerikanischen Stil bis hin zu afrikanischen
Märkten mit Holzbuden. Groß ist auch das Angebot an Restaurants und
Nachtklubs. Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi gehören das
Kulturzentrum Bomas of Kenya etwas außerhalb des Stadtzentrums, wo u. a. Tanzaufführungen stattfinden; das Kenya National Museum mit einer Völkerkundeabteilung und der Snake Park (Schlangenpark) gegenüber dem Museum, in dem man Bekanntschaft mit fast allen ostafrikanischen Schlangenarten machen kann.
Der Nairobi-Nationalpark (Internet: www.kws.org/nairobi.html)
liegt nur 8 km außerhalb der Stadt. Der älteste Nationalpark Kenias
sieht noch heute wie auf alten Fotografien aus – ursprüngliches,
welliges Weideland, auf dem außer Elefanten alle ostafrikanischen
Wildtiere der Ebene grasen. Das Hilton-Hotel organisiert Touren. Der Naivasha-See liegt
eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Die Aussicht von hier ist
einmalig: Vogelfreunde kommen bei der großen Anzahl von Vögeln und dem
Artenreichtum auf ihre Kosten. Es bieten sich auch gute Gelegenheiten
zum Felsenklettern.
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Nanyuki ist eine kleine Stadt an der Westseite des Mount Kenya und einer der Ausgangspunkte für Bergsteiger. Nakuru liegt im Rift Valley, ca. 230 km westlich von Nairobi. Die geschäftige Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt der Region und die viertgrößte Stadt Kenias, aber so staubig und trocken, dass Touristen meist nur auf der Durchreise hier kurz Halt machen. Schön ist der nahe gelegene Nakuru-See-Nationalpark, von dem gesagt wird, dass er einst 50% der rosa Flamingos der ganzen Welt beheimatete. In der Nähe erhebt sich der Menengai Crater, ein erloschener Vulkan. 50 km nördlich von Nakuru erreicht man über eine relativ gute Straße den Baringo-See. Er ist kleiner als der Nakuru-See, der Artenreichtum der Vogelwelt ist jedoch genauso eindrucksvoll. Auf der »Halbmondinsel« (Crescent Island) in der Mitte des Sees gibt es einen Zeltplatz und man kann Boote mieten.
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Kisumu ist ein Handelszentrum am Victoria-See. Von hier aus kann man den Mount-Elgon-Nationalpark besuchen.
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Malindi liegt 125 km nördlich von Mombasa und ist der älteste Urlaubsort Kenias. Entlang der Küste liegen die Malindi- und Watamu-Wasserschutzgebiete,
in denen man die Unterwasserwelt der Korallenriffe vom Glasbodenboot
aus beobachten kann. Tauchen ist hier ebenfalls beliebt. In der Nähe
von Watamu, im Gedi-Nationalpark, liegt eine Ruinenstadt aus
dem 13. Jahrhundert. Das kleine Dorf Mambui, nördlich von Malindi, ist
ebenfalls einen Ausflug wert.
Die Insel Lamu liegt 200 km
nördlich von Malindi und lockt mit feinsandigen Palmenstränden, an
denen malerische Dhaus vorbeisegeln, und einer faszinierenden
Inselstadt. Die engen Gassen sind nur mit Eseln oder Handwagen
passierbar; auf der Insel ist kein motorisierter Verkehr gestattet. Bei
einem Stadtbummel stößt man auf Basare, Moscheen und arabische Häuser
mit geschnitzten Holztüren. In der Mwango Road steht auch ein
Hindutempel. Angelfahrten auf Dhaus werden angeboten; mit den
Bootseigentümern kann man Tagesausflüge zu den ca. 600 Jahre alten
Ruinen auf den nahe gelegenen Inseln Pate und Manda machen.
Vor
der Küste südlich von Mombasa liegt ein Korallenriff, hier gibt es
schöne und geschützte Strände. Zu den Touristenregionen gehören Likoni, Tiwi und Diani Beach.
An der Küste nördlich von Mombasa liegen die Urlaubsorte Bamburi, Kenya, Watamu und Casuarina Beach. Auch hier gibt es herrliche Strände. Streckenweise wurden große Hotelkomplexe errichtet.
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Der Artenreichtum ihrer Tier- und Pflanzenwelt hat Kenias Nationalparks in aller Welt berühmt gemacht.
10%
der Fläche des Landes besteht aus Nationalparks. In den 42 Parks sind
alle verschiedenen Lebensräume vertreten: von Wüste über Bergwald bis
hin zu Wasserschutzgebieten am Indischen Ozean. Die
Tourismuseinrichtungen sind außerordentlich gut. Es gibt zahlreiche
organisierte Safaris, aber man kann auch Fahrzeuge und die
entsprechende Ausrüstung mieten. Immer beliebter werden Ballonflüge,
die die Möglichkeit bieten, die Wildtiere aus der Vogelperspektive zu
beobachten; vor allem im Masai-Mara-Nationalreservat empfiehlt es sich,
frühzeitig zu buchen. Alle nachstehenden Nationalparks (ausgenommen
Masai-Mara-Nationalreservat und Samburu-Wildpark) stehen unter der
Verwaltung von Kenya Wildlife Service (Internet: www.kws.org) (s. Adressen).
Der Aberdare-Nationalpark
umfasst eine dicht bewaldete Bergkette, die nahe beim Mount Kenia liegt
und bis auf 4000 m Höhe ansteigt. Hier leben Elefanten, Nashörner,
seltene Waldantilopen wie Bongo- und Dik-Dik-Antilopen, Leoparde, Löwen
und verschiedene Affenarten. Die meisten Besucher ziehen es vor, das
Wild von den beiden erhöhten Lodges aus zu beobachten (Treetops und The Ark),
die eine bei Nacht beleuchtete Schneise überblicken. Im Nebel der
höheren Hänge wachsen üppige Bergpflanzen. Es gibt zahlreiche
Wasserfälle, der größte ist der 300 m hohe Guru-Wasserfall.
Der Amboseli-Nationalpark
ist für Kenias Verhältnisse mit seinen knapp 400 qkm beinahe klein und
liegt an der Grenze zu Tansania, 220 km von Nairobi entfernt. Die
schöne Aussicht auf den schneebedeckten Kilimanjaro, Afrikas höchsten
Berg, zieht viele Besucher an. Der Park besteht aus Savannenlandschaft
und Sumpfgebieten und ist vor allem für seine Elefantenpopulation
bekannt. Außerdem gibt es an die 400 verschiedenen Vogel-, Amphibien-
und Reptilienarten. Es werden unter anderem auch Vorträge angeboten, in
denen man etwas über die Kultur der Massai erfahren kann.
Das Masai-Mara-Nationalreservat (Internet: www.game-reserve.com/kenya_masai-mara.html)
liegt 390 km von Nairobi entfernt im äußersten Südwesten des Landes.
Die weite Ebene, wird einmal im Jahr von riesigen Herden von Gnus,
Zebras, Gazellen und Antilopen überquert, die von der Serengeti des
Nachbarstaates Tansania aus gen Norden ziehen. Die Tiere werden oft von
Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen verfolgt. Erschöpft sammeln sie
sich an einer Stelle des Mara-Flusses, wo sie in langen Reihen auf die
Überquerung warten. Das Schauspiel kann am besten von einem der drei
Heißluftballons aus beobachtet werden, die vom Governor’s Camp aus aufsteigen. Es gibt 13 Buschlager und zwei Lodges (Mara Serena Lodge und Keekorok Lodge)
im Reservat. Grosvenor’s Camp verfügt über eine Landebahn und gehört zu
den am besten ausgestatteten Camps. Am Steilhang außerhalb des
Reservats befindet sich ein Luxushotel mit guter Aussicht auf die Ebene.
Der Meru-Nationalpark,
280 km von Nairobi entfernt, erstreckt sich über eine Fläche von 870
qkm. Hier leben Elefanten, Nilpferde, Giraffen, Zebras, Gazellen, Kudus
und Oryx-Antilopen. Außerdem beheimatet er über 300 Vogelarten. Dieser
Park ist einer der wilderen und ursprünglicheren Naturschutzgebiete.
Der Äquator führt durch den 600 qkm großen Mount-Kenya-Nationalpark,
der aus Wald, nacktem Fels und Schneefeldern auf den Berggipfeln
besteht. Das Schutzgebiet beginnt in 1800 m Höhe und steigt auf über
5000 m an. Der Aufstieg ist sehr schön, professionelle Ausrüstung ist
nicht erforderlich; man sollte sich jedoch genügend Zeit nehmen, um
Höhenkrankheit zu vermeiden. Es ist ratsam, die Tour in Begleitung
eines Führers anzutreten. Unterwegs kann man in Berghütten übernachten.
Warme Kleidung, einen Schlafsack und Nahrungsmittel muss man selbst
mitbringen. Der Berg ist einer der letzten Jagdgründe des schwarzen
Leoparden und der Lebensraum des seltenen schwarz-weißen Colobus-Affen.
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Samburu-Wildpark: Dieser wüstenähnliche Park liegt
zwischen Nairobi und dem Turkana-See. Hier kann man die seltenen
Oryx-Antilopen, Gerenuks, netzförmig gemusterte Giraffen und
Grevys-Zebras sehen. Strauße und Elefanten sind in der freien Wildbahn
leicht zu ersichten. In der Samburu Lodge und der River Lodge im Nationalpark können Besucher von der Bar aus durch Köder angelockte Leoparden beobachten.
Der Tsavo-Nationalpark
besteht aus einem Ost- und einem Westteil und ist mit insgesamt 21.000
qkm der größte Park Kenias. Der größte Teil des Landes ist offene
Savanne und Buschland, das von Elefanten, Büffeln, Löwen, Antilopen,
Gazellen, Giraffen und Zebras bevölkert ist. Bei Mzima Springs im Westen des Parks kann man Krokodile und Flusspferde sehen.
Am Turkana-See
im Norden Kenias liegen mehrere Naturschutzgebiete. In diesem See, der
sich mehrere hundert Kilometer durch weitgehend unbewohnte Wüste
erstreckt, gibt es einige nur hier vorkommende Fischarten und
Wasserpflanzen. Manche Urlauber kommen vor allem zum Fischen hierher.
Am Ostufer hat man für Angeltouristen mehrere Lodges errichtet. Trotz
des unwirtlichen Klimas trifft man hier viele der bekannteren Tierarten
Kenias an. Im See liegen zwei große vulkanische Inseln. Der mit Wasser
gefüllte Krater der südlichen Insel beheimatet außergewöhnlich große
Krokodile.
Wichtige Wirtschaftszweige
Kenia ist ein Agrarland – 75 % (2003) der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig und erwirtschaften rund 23,8 % (2008) des Bruttoinlandprodukts. Die Haupterzeugnisse sind Tee und Kaffee. Kenia ist eines der wenigen afrikanischen Länder mit nennenswerter Milchwirtschaft.
Außer Tee und Kaffee sind Petroleumprodukte die Hauptexportgüter des Landes. Das Land importiert große Mengen Rohöl und Fertigprodukte.
Der bedeutendste Wirtschaftszweig im Dienstleistungssektor ist die Tourismusbranche, vor der Landwirtschaft wichtigster Devisenbringer des Landes. Kenia verzeichnete bis 2007 ein kräftiges Wachstum bei der Zahl ausländischer Touristen, danach gab es durch die politischen Unruhen 2007/2008 und die Mitte 2008 einsetzende Weltwirtschaftskrise starke Einbrüche bei den Besucherzahlen. Bezeichnendes Beispiel ist der Rückgang des Tourismus aus Deutschland um 47 %.
Wirtschaftslage
Die Wirtschaft wuchs im Jahr 2003 um 1,8 % und verzeichnete damit nach zwei schwachen Jahren einen Aufwärtstrend. 2005 lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sogar bei starken 5,2 % und erhöhte sich 2007 noch auf 7 %. Wegen der gewalttätigen Unruhen nach der Wahl 2008 und der prekären Weltwirtschaftslage fiel die Wachsumtrate der kenianischen Wirtschaft 2008 mit knapp 2 % gering aus.
Kenia bezieht Entwicklungshilfe aus Großbritannien; der größte Teil dieser Gelder wird direkt zur Schuldentilgung verwendet. Wie viele afrikanische Länder unterschrieb Kenia Mitte der 90-er Jahre ein Structural Adjustment Programme des Internationalen Währungsfonds. Unstimmigkeiten zwischen der damaligen kenianischen Regierung und dem Fonds führten jedoch bald zum Erlöschen des Programms. Die politisch verworrene Lage und weit verbreitete Korruption trugen in den Jahren 2000 und 2006 zu einer generellen Abwendung westlicher Spendenorganisationen bei. Mittlerweile erhält Kenia wieder internationale Spenden, trotz ernsthafter Versuche, die politische Korruption zu verringern.
Wirtschaftspolitik
Ziel der Regierung unter Präsident Kibaki ist die Privatisierung der zahlreichen Staatsunternehmen.
Handelspartner
Importiert wird hauptsächlich aus Ländern des Nahen Ostens, aus Fernost, der EU und aus Afrika. Hauptabsatzmärkte Kenias sind die afrikanischen Nachbarländer sowie die EU. Die wichtigsten europäischen Handelspartner sind Großbritannien, die Niederlande und Deutschland.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Kenia ist ein aktives Mitglied der New Partnership for Africa's Development (NePAD) , einer Initiative für mehr Eigenverantwortung, Demokratie, gute Regierungsführung sowie Wirtschaftswachstum. Ferner ist Kenia Mitglied in der Welthandelsorganisation (WTO), bei den Vereinten Nationen (seit 1963), AU (Afrikanische Union) und in der EAC (Ostafrikanische Gemeinschaft).
Leichte Anzüge sind für alle Anlässe angebracht. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Englisch ist die offizielle Geschäftssprache.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-13.00 und 14.00-17.30 Uhr. In Mombasa öffnen und schließen die Büros i. Allg. eine halbe Stunde früher.
Handelsabteilung der Botschaft von Kenia
Markgrafenstraße 63, D-10969 Berlin.
Tel: (030) 259 26 60.
Kenya National Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer)
Ufanisi House, Hailé Sélassie Avenue, PO Box 47024, Nairobi.
Tel: (020) 22 08 67.
Internet: www.kncci.org
KenInvest Kenya Investment Authority (Investitionsförderungs-Center)
National Bank of Kenya Building, 8th Floor, Harambee Avenue, PO Box 55704, 00200 Nairobi.
Tel: (020) 22 14 01-4.
Internet: www.investmentkenya.com
Das Kenyatta International Conference Centre befindet sich in Nairobi, PO Box 30764. Tel: (02) 33 23 83/84 (Internet: http://www.kicc.co.ke/). Weitere Auskünfte vom Fremdenverkehrsamt.
Einheimisches Rind-, Huhn-, Lamm- und Schweinefleisch ist außerordentlich gut. Je nach Jahreszeit werden auch Forellen, Nilbarsche, Hummer, Garnelen oder Mombasa-Austern angeboten. Einige Lodges der Wildparks servieren Wild, einschl. Büffelsteak, das in einheimischem Likör mariniert und mit Beeren und oft mit wildem Honig und Sahne garniert wird. Hauptnahrungsmittel der meisten Kenianer sind Mais, auch Maismehl, und Bohnen. In den kleinen Hotelis sind Chai (Tee, der mit Milch und Zucker gekocht wird) und Mandazi (Fettgebackenes) sehr beliebt. In Nairobi und Mombasa findet man eine große Auswahl an Restaurants, in den kleineren Städten gibt es Restaurants vor allem in den Hotels.
Getränke: Einheimisches Bier (Tusker und White Cap) und in Flaschen abgefülltes Sodawasser kann man im ganzen Land kaufen. Kenya Cane (Zuckerrohrschnaps) und Kenya Gold (ein Kaffeelikör) sind weitere alkoholische Spezialitäten. Das traditionelle Bier Uki wird mit Honig gebraut.
In den meisten Hotels in Nairobi und den Urlaubsorten gibt es abends Tanzveranstaltungen mit Live-Musik oder Diskotheken. Man findet auch einige afrikanische Nachtklubs. Nairobi bietet eine große Auswahl an Kinos, die amerikanische und europäische Filme zeigen.
In der Bishara Street in Nairobi und in Mombasa sowie auf den Märkten kann man Khanga-, Kitenge- und Kikoi-Kleidung kaufen. In einer besonders guten Kooperative in Machakos sind naturgefärbte Kiondos-Taschen mit starken Lederriemen erhältlich. Schöne Souvenirs sind auch Holzschnitzereien, Batikarbeiten, Perlenschmuck und Steinarbeiten. Der Verkauf von Souvenirs aus Wildhäuten (einschl. Reptilienhäuten und Fellen) ist verboten.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.30-12.30 und 14.00-17.30 Uhr.
Tennis, Squash, Bowling, Reiten und Polo sind beliebte Sportarten. Gute Sportanlagen gibt es für Kenias Leichtathleten, die regelmäßig große internationale Erfolge erringen. Vorübergehende Mitgliedschaft in Sportklubs ist möglich. Wassersport: Segeln, Wasserski, Schwimmen und Wellenreiten sind in den Ferienanlagen nördlich und südlich von Mombasa sehr beliebt, hierzu gehören Malindi, Nyali, Bamburi, Shanzu, Kikambala und Kilifi. Die Urlaubsorte bieten gute Sandstrände und z. T. Korallenriffe. Angeln (Forellen) an den Seen bietet sich in den Monaten November bis März an.
Mai-Jun. Nachahmen von Nashörnern. Jul.-Okt. Zug der Gnus nach Masai Mara, Masai Mara Tierpark. Nov. Mombasa Karneval. 12. Dez. Unabhängigkeitstag, landesweit.
Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt.
Westeuropäische Bräuche spiegeln im ganzen Land den britischen Einfluss wider. Kenianer sind im Allgemeinen sehr freundlich. Kleidung ist zwanglos, und Alltagskleidung wird außer bei besonderen gesellschaftlichen Anlässen überall akzeptiert.
Rauchen: Landesweit besteht ein öffentliches Rauchverbot.
Trinkgeld: Falls kein Bedienungsgeld verlangt wird, sind 10 KSh angemessen. Höhere Trinkgelder liegen im Ermessen des Gastes.
Viele Hotels in Nairobi entsprechen dem internationalen Spitzenstandard. Es gibt auch preiswerte Hotels. Hotelrechnungen müssen in Fremdwährung oder über ein ausländisches Konto beglichen werden.
Kategorien: Die Unterkünfte sind in vier Gruppen aufgeteilt: Stadthotels, Urlaubshotels, Landhotels und Lodges. Innerhalb dieser Gruppen richtet sich die Klassifikation nach dem angebotenen Service und den zur Verfügung stehenden Einrichtungen. Die Kategorisierung erfolgt nach strengen Gesichtspunkten, die Komfort, Service, sanitäre Anlagen und Sicherheit widerspiegeln. Weitere Informationen von der Kenya Association of Hotel Keepers & Caterers, Mombasa Road, Heidelberg House, 2nd Floor, PO Box 9977, 00100 Nairobi. Tel: (20) 60 44 19. (Internet: www.kahc.co.ke).
In allen größeren Städten. Nähere Informationen vom Jugendherbergsverband: Kenya Youth Hostels Association, Ralgh Bunche Road, PO Box 48661, Nairobi. Tel: (02) 72 17 65. (Internet: http://www.yhak.org/)
Offiziell ist Zelten in Kenia nirgends verboten, kann jedoch in abgelegenen Gegenden gefährlich sein. Man muss mit wilden Tieren und Shifta (bewaffneten Banditen) rechnen, letzteren begegnet man vor allem im äußersten Norden des Landes. Ein Verzeichnis der Campingplätze ist vom Verkehrsbüro erhältlich.
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen (Victoriasee!) landesweit vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Fleckfieber tritt landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen in den halbtrockenen Gebieten im Norden und Osten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Örtliche Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis (so genannte "epidemischen Hirnhautentzündung") wurden in der Vergangenheit aus dem Nordwesten der Rift-Valley-Provinz mit Schwerpunkt im West Pokot-Distrikt unmittelbar an der ugandischen Grenze gemeldet. Wie Uganda gehört auch Kenia zum endemischen Meningitis-Gürtel, in dem besonders während extremer Trockenheit mit einem höheren Krankheitsaufkommen gerechnet werden muss. Für Risiko-Reisende ist Impfschutz empfohlen.
Pest kommt vereinzelt im Süden des Landes vor. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika. Besonders Kinder und Jugendliche sollten einen Impfschutz haben.
Es besteht im Westen, vor allem im Lambabwe-Tal die Infektionsgefahr mit der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis). Es werden sorgfältige Insektenschutzmaßnahmen empfohlen.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Landesweit und ganzjährig besteht die Gefahr des Zeckenbiss-Fiebers. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Nairobi ist gut. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte aller Fachrichtungen vorhanden.
Die East African Flying Doctors (ein fliegender Ärztedienst) bieten eine spezielle Mitgliedschaft für Touristen an, die garantiert, dass man bei Krankheit oder einen Unfall auf Safari diesen Dienst in Anspruch nehmen kann (einschl. Lufttransport). Die medizinische Versorgung in Nairobi und Mombasa entspricht nicht den europäischen Standards.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung ist dringend empfohlen.
[1] S. Aktueller Hinweis! Ansonsten gilt: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten kommen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere in Kenia, die den Transitraum nicht verlassen. Allen Reisenden nach Kenia, besonders Besuchern von ländlichen Gegenden, wird eine Gelbfieberimpfung dringend empfohlen, da Kenia selbst Infektionsgebiet ist.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Landesweit und insbesondere in den Distrikten Homa Bay, Isiolo, Kisumu, Koibatek, Migori, Rachuonyo, Siaya und Suba besteht ein erhöhtes Cholera-Erkrankungsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Die Infektionsgefahr von Touristen gilt als sehr gering. Eine Impfung ist in der Regel nicht erforderlich. Die sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene ist stets empfohlen.
[3] Malariaschutz ist ganzjährig im gesamten Land erforderlich. Hohes Malariarisiko besteht im ganzen Land unterhalb von 2.500 m Höhe, in den Regenwaldgebieten, einschließlich der Touristenresorts an der Küste sowie während der Regenzeit von März bis Juni und von Oktober bis Dezember. In der Hauptstadt Nairobi sowie im Hochland (über 2500 m) des Rift Valley, Central, Eastern, Western Province und Nyanza ist das Risiko im Allgemeinen gering. Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin-Resistenz der vorherrschenden gefährlicheren Form Plasmodium falciparium (Malaria tropica), die zu 85 % auftritt, wurden gemeldet. Eine Vorbeugung mit Medikamenten wird für die Reiseregionen unterhalb von 2.500 m Höhe einschließlich der Städten empfohlen.
[4] Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Nach Verzehr größerer Mengen von Mais sind in der Zentralprovinz zahlreiche Einwohner erkrankt, einige verstorben. Das Gift Aflatoxin, das beim Erhitzen nicht zerstört wird, stammt aus Schimmelpilzen, die sich unter ungünstigen Bedingungen auf dem Getreide bilden. In der Region, in der sich mehrere Nationalparks befinden, sollte vorübergehend auf Maisgerichte verzichtet werden.
Auch auf einen konsequenten Insektenschutz sollte geachtet werden, um Infektionskrankheiten und Durchfälle zu vermeiden.
Aktuellen Meldungen zufolge wird derzeit der Nachweis einer Gelbfieberimpfung von allen Reisenden, auch bei direkter Einreise aus Europa, vermehrt kontrolliert. Es ist daher dringend empfohlen, die Impfung rechtzeitig vornehmen zu lassen. Auskunft erteilen auch die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
2012
1 Jan Neujahr
6 Apr Karfreitag
9 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
1 Jun Madaraka-Tag
19 Aug Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
10 Oct Moi-Tag
20 Oct Kenyatta-Tag
26 Oct Opferfest
12 Dec Unabhängigkeitstag
25 Dec - 26 Dec Weihnachten
(a) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
(b) Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird er am darauf folgenden Montag begangen.
Folgende Artikel können zollfrei nach Kenia eingeführt werden (Personen ab 16 J.):
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak;
1 Flasche Spirituosen oder Wein;
500 ml Parfüm.
Schusswaffen und Munition (nur mit polizeilicher Genehmigung), CS-Gas und Pfefferspray, Drogen, pornografisches Material, Spielzeugwaffen und unechte Waffen, Obst, Pflanzen und Pflanzensamen.
Gold, Diamanten. Die Ausfuhr von Tierhäuten und anderen Jagdtrophäen ist ohne Genehmigung der kenianischen Regierungsbehörde verboten.
1 Kenia-Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: KSh, KES (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 1000, 500, 200, 100 und 50 KSh im Umlauf; Münzen im Wert von 20, 10, 5 und 1 KSh. Es gibt auch eine 40-Schilling-Münze, die allerdings selten vorkommt.
In allen größeren Banken, in Geldwechselstuben und in autorisierten Hotels möglich. Vorsicht vor Schwarzhändlern. Bei den Flughafenbanken am Jomo Kenyatta International Flughafen (Nairobi) und am Moi International Flughafen kann 24 Stunden täglich Geld gewechselt werden. Geldumtausch muss jedesmal auf dem Devisenformular bestätigt werden; Devisenvergehen werden empfindlich bestraft.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Eurocard, American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden in Hotels, Reisebüros, von Veranstaltern von Safaritouren und in Restaurants häufig angenommen. An zahlreichen Bankautomaten, die in Städten zunehmend auch an Tankstellen anzutreffen sind, kann man Bargeld mit Kreditkarte abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Kann man in den Banken umtauschen. Empfohlen werden vor allem US-Dollar-, alternativ auch Euro- oder britische Pfund Sterling-Reiseschecks.
Reiseschecks werden häufig akzeptiert, Eurochecks werden jedoch von Banken oder offiziellen Umtauschstellen in Kenia nicht anerkannt.
Die Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 5.000 US$ deklarationspflichtig (Herkunft und Verwendungszweck müssen belegt werden). Die Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbegrenzt.
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Einige Banken haben auch samstags von 09.00-11.00 Uhr geöffnet. Viele Niederlassungen haben inzwischen Geldautomaten, die rund um die Uhr zugänglich sind. Nationale und internationale Banken haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten.
| 1.00 EUR = 97.06 KES |
| 1.00 CHF = 80.82 KES |
| 1.00 USD = 73.33 KES |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Allein reisende, visumpflichtige Kinder benötigen einen eigenen Reisepass und ein Visum.
Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.
Visum bei der Einreise
Staatsangehörige von EU-Ländern und der Schweiz können das Visum auch bei der Einreise am Flughafen für einen Aufenthalt von max. 3 Monaten erhalten (Gebühr von 50 US$ ist in bar bereit zu halten), es wird jedoch empfohlen, das Visum vor Reiseantritt im Heimatland zu besorgen, um lange Wartezeiten zu vermeiden und da manche Fluggesellschaften auf einem vorab besorgten Visum bestehen.
Alle Besucher erhalten bei der Einreise einen Besucherpass (Visitor's Pass).
Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Einreise- und Transitvisum.
Deutschland
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Deutsche.
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig): 50 US$ (Flughafen) bzw. 40 € (Botschaft);
Transitvisum: 20 US $ (Flughafen).
Österreich
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Österreicher.
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig): 50 US$;
Transitvisum: 20 US $ (Flughafen).
Schweiz
Die angegebenen Visagebühren gelten u.a. für Schweizer.
Einreisevisum (einmalige Einreise, 3 Monate gültig):
50 US$ (Flughafen) bzw. 70 CHF (Botschaft).
Transitvisum: 20 US$ (Flughafen) bzw. 30 CHF (Botschaft).
3 Monate. Verlängerungen um maximal weitere 3 Monate können beim Immigration Department in Nyayo House - Kenyatta Avenue / Uhuru Highway, P. O. Box 30191-00100, Nairobi sowie in Mombasa oder Kisumu beantragt werden.
Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).
Touristenvisum:
(a) 1 Antragsformular (2 für mehrmalige Einreise).
(b) 1 Passfoto (2 für mehrmalige Einreise).
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält (mit je zwei Kopien aller relevanten Seiten für mehrmalige Einreise)
(d) Gebühr (Keine Barzahlung. In Berlin: ec-Karte oder Überweisung, In Wien und Genf: Per Überweisung).
(e) Reisebestätigung oder Kopie des Hin- und Rückflugtickets.
(f) Einschreiben-Rückumschlag für die Zustellung des visierten Passes.
Geschäftsvisum:
(a)-(f)
(g) Entsendungsschreiben der Firma mit Angaben zu Reiseanlass und -dauer und Bestätigung der Kostenübernahme.
Unterlagen für ein Visum bei der Einreise
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält.
(b) Rück- oder Weiterreiseticket und -dokumente.
(c) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt (mindestens 500 US$).
(d) U. U. 1 Passfoto.
(e) Visumgebühr von 50 US$ ist am Grenzübergang nur in bar und in Scheinen zahlbar. Die theoretisch mögliche Zahlung in Euro oder britischen Pfund kann problematisch sein.
Das Einreisevisum zur einfachen Einreise ermöglicht innerhalb seines Gültigkeitszeitraumes auch die Wiedereinreise aus Tansania und Uganda.
Anträge an das Einwanderungsamt: The Principal Immigration Officer, PO Box 30191, Nairobi.
Postalisch: 3-10 Werktage. Persönliche Beantragung: 1-3 Tage. Die Bearbeitungszeit richtet sich auch danach, ob der Antrag zur Bestätigung nach Nairobi geschickt werden muss. In diesem Fall kann die Bearbeitungszeit 8 Wochen und länger dauern.
Alle Reisenden müssen bei der Einreise über ein Rück-/Weiterreiseticket und über ausreichende Geldmittel (mind. 500 US$) verfügen.
Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.
(a) Rück- oder Weiterreiseticket und -dokumente.
(b) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt (mindestens 500 US$).
Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzertifikat, das im Herkunftsland ausgestellt wurde, benötigt. Die Tollwutimpfung muss mindestens 1 Monat und maximal 12 Monate vor der Ankunft durchgeführt worden sein. Zusätzlich muss eine Einfuhrgenehmigung vorgelegt werden, die von der Botschaft in Berlin innerhalb von 1 Woche bei postalischer Antragstellung bzw. innerhalb von einen Tag bei persönlicher Antragstellung ausgestellt wird. Notwendig ist ein Anschreiben an die Botschaft, das die persönlichen Daten des Reisenden enthält (v. a. Name und Anschrift). Die Gebühr, die per ec-Karte oder Überweisung bezahlt werden kann, beträgt 57 €. Die genauen Anforderungen sind unter www.kenyaembassyberlin.de erhältlich.
Ostafrika.
582.646 qkm.
37.953.840 (Schätzung 2008).
65 pro qkm.
Nairobi. Einwohner: 3.141.065 (Schätzung 2009).
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1963. Verfassung von 1963, letzte Änderung 2008. Einkammerparlament (Bunge) mit 224 Mitgliedern. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1963 (ehemalige britische Kolonie).
Kenia grenzt im Nordosten an Somalia, im Norden an Äthiopien, im Nordwesten an den Sudan, im Westen an Uganda und im Süden an Tansania. Im Osten liegt der Indische Ozean. Landschaftlich ist Kenia in vier Regionen unterteilt: Wüste im Norden, Savanne im Süden und fruchtbare Ebenen an der Küste und an den Ufern des Victoria-Sees. Das Bergland mit der Haupstadt Nairobi befindet sich im Westen. Nordwestlich von Nairobi liegt das Rift Valley, der Grabenbruch, in dem die Stadt Nakuru und der Aberdare-Nationalpark liegen, unweit des Mount Kenia (5200 m), der ebenfalls einen Nationalpark beherbergt. Ganz im Nordwesten von Kenia liegt der Turkana-See.
Kisuaheli und Englisch; daneben werden über 30 afrikanische Sprachen gesprochen, u. a. Kikuyu, Luo und Massai.
Protestanten (45%), Katholiken (33%), Muslime (10%), Naturreligionen (10%) sowie Minderheiten von Juden und Hindus.
MEZ + 2.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Kenia.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +2 Std. und im Sommer +1 Std.
220/240 V, 50 Hz. Dreipolige Stecker. Adapter erforderlich.
Raila Odinga, seit April 2008.
Mwai Kibaki, seit 2002.
c/o Travel Marketing Romberg, Schwarzbachstraße 32, D-40822 Mettmann/Düsseldorf
Tel: (02104) 83 29 19.
Internet: www.magical-kenya.de
Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr.
Argentinierstrasse 2/4, A-1040 Wien
Tel: (01) 581 89 22 90.
Internet: www.magical-kenya.de
Badenerstrasse 15, CH - 8004 Zurich
Tel: (044) 286 99 32.
Internet: www.magical-kenya.de
PO Box 40241-00100, KE-Nairobi
Tel: (020) 600 08 00, 600 23 45.
Internet: www.kws.org
Markgrafenstraße 63, D-10969 Berlin
Tel: (030) 259 26 60.
Internet: www.kenyaembassyberlin.de
Mo -Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
Honorarkonsulat in Hamburg.
Neulinggasse 29/8, A-1030 Wien
Tel: (01) 712 39 19/20.
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 10.00-12.30 Uhr.
(mit Konsularabteilung)
1-3 Avenue de la Paix, CH-1202 Genève
Tel: (022) 906 40 50.
Internet: www.kenyamission-un.ch
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.
Kenia
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.04.2012
Unverändert gültig seit: 04.04.2012
Aktuelle Hinweise
Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen und Entführungen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi sowie auf den Straßen in die Nordostprovinz und die nördliche Küstenprovinz. Am 11. September 2011 wurden zwei britische Staatsangehörige in einer Ferienanlage nördlich von Lamu, nahe der Grenze zu Somalia, überfallen. Der Mann wurde getötet, die Frau nach Somalia verschleppt. Sie kam erst am 21. März 2012 wieder frei. Am 1. Oktober 2011 wurde eine Französin von ihrem Privathaus auf Manda Island (gegenüber Lamu Island) von einer Gruppe entführt und ebenfalls nach Somalia verschleppt, wo sie zwischenzeitlich verstarb. Beide Angriffe wurden auf dem Seeweg mit Schnellbooten durchgeführt. Häuser und Hotelanlagen mit direktem Meerzugang sind daher besonders gefährdet. Obwohl die kenianische Regierung ihre Sicherheitspräsenz in der Küstenregion deutlich verstärkt hat, wird von Reisen in die genannten Gebiete weiterhin abgeraten. Â
Ebenso sollten Reisen, die näher als etwa 100 km an die somalische Grenze heranführen, vor dem Hintergrund des derzeitigen kenianischen militärischen Vorgehens gegen die al-Shabaab-Miliz im Süden Somalias sowie der fortgesetzten Gefahr von Überfällen somalischer Banditen vermieden werden. Aufgrund der Sicherheitslage wird auch vom Besuch des Flüchtlingslagers Dadaab dringend abgeraten. Â
Die somalische al-Shabaab-Miliz droht in Reaktion auf Operationen des kenianischen Militärs in Südsomalia mit Vergeltungsaktionen in Kenia (ausdrücklich auch in Nairobi und anderen Städten). Seit Oktober 2011 kam es in Nairobi und Mombasa zu mehreren kleineren Anschlägen, teilweise mit Todesopfern. Seit dem Jahreswechsel 2011/2012 gab es zudem mehrere Sprengstoffanschläge in Orten nahe der somalischen Grenze (Mandera, Wajir, Gerille), die sich v. a. gegen kenianische Sicherheitskräfte richteten.
Ferner werden sporadische kriminelle Aktivitäten auch im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in den Regionen Massai Mara, des Natron-Sees, Namanga und des Amboseli-Parks gemeldet.Â
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.orgdringend empfohlen.
Terrorismus
Auch in Kenia können sich terroristische Anschläge ereignen. Es wird zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit geraten, insbesondere auf öffentlichen Plätzen, an religiösen Stätten sowie beim Besuch von internationalen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter und exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten. Auch größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Reisen über Land/Kriminalität
Eine Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in allen Landesteilen. Wachsamkeit und ein aufmerksamer Umgang mit Geld, Kreditkarten und Wertgegenständen ist jederzeit geboten. Vor individuellen Ausflügen bei den Reise- und Hotelleitungen am Ort eingeholte Informationen erlauben eine bessere Lagebeurteilung und Risikoabwägung.
Reisende werden gebeten, besonders vorsichtig beim Einsatz von Bankkarten (Zahlung mit Kreditkarte, Abheben am Geldautomat) zu sein. Nicht ausgeschlossen sind Beobachtungen und Ausspähungen, die anschließend in sogenannte Express-Entführungen münden können, bei denen gerade auch westliche Ausländer über mehrere Stunden hinweg festgehalten werden, um mit ihren Bankkarten hohe Geldbeträge abzuheben.
Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, sollten in den vorhandenen Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten. In letzter Zeit kam es vermehrt zu Überfällen auf privat angemietete Bungalows und Ferienhäuser vor allem an der Küste. Bei Anmietung entsprechender Häuser und der Auswahl von Unterkünften generell ist auf angemessene Sicherheitsvorkehrungen zu achten.
Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollten nachts generell, bestimmte Gegenden des Stadtgebietes von Nairobi (insbesondere ärmere Wohngegenden oder Slums sowie Busbahnhöfe und Matatu-Haltestellen) möglichst auch bei Tag gemieden werden. Auch bei organisierten "Slum-Touren" ist es in der Vergangenheit zu gewalttätigen Übergriffen auf Besuchergruppen gekommen. Ebenso besteht bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden. Generell sollte auf das sichtbare Tragen von Wertsachen verzichtet werden. Es wird angeraten, selbst kürzeste Entfernungen mit einem Taxi zurückzulegen.
Raubüberfälle auf Fußgänger sowie auf Autofahrer, teilweise verbunden mit der Wegnahme des Fahrzeugs ("Car-Jacking"), nehmen zu, insbesondere in Nairobi und anderen größeren Städten.
Reisen über Land/Straßenverkehr
Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen oder den "Matatus" genannten Kleinbussen sollten vermieden werden. Die Fahrzeuge sind teils nicht in verkehrssicherem Zustand.
Schwere Unfälle von Überlandbussen mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind bedauerlicherweise vergleichsweise häufig.
Bei Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz, vor allem nach Lamu, sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden.
Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle. Auch kann sich der teilweise schlechte Straßenzustand als unüberwindliches Hindernis erweisen.
Safaris
In jüngster Zeit haben sich schwere Unfälle von Fahrzeugen lokaler Safariunternehmen auf Grund des offensiven Fahrstils und Übermüdung der Fahrer sowie nur bedingter Geländetauglichkeit der Kleinbusse gemehrt. Es wird empfohlen, sich bei der Reise- oder Hotelleitung über die Erfahrungen mit dem jeweiligen Safarianbieter zu informieren und sich bei Reiseantritt zu vergewissern, dass sich die Fahrzeuge in einem verkehrstauglichen Zustand befinden. Darüber hinaus sollte man den Fahrer bei risikoreicher Fahrweise vehement auf einen angemessenen Fahrstil hinweisen.
Luftverkehr
Die Durchführung der Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi â€Jomo Kenyatta" und Mombasa â€Daniel Arap Moi" gibt zu Bedenken Anlass, ob sie internationalen Standards entsprechen. Vorkommnisse in der Vergangenheit lassen jedenfalls an ihrer Effizienz zweifeln. Die Sicherheitskontrollen am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson, Ausgangs- und Zielpunkt zahlreicher "flying safaris" in Kenia, über den aber auch sämtliche Flüge nach und aus Somalia abgewickelt werden, entsprechen nicht dem europäischen Standard und werden als unzureichend eingeschätzt. Anlass zu erheblicher Besorgnis besteht vor allem wegen der mangelhaften Sicherheitskontrollen der Flugverbindungen von/nach Somalia.