Warme Sommer, Frühling und Herbst sind relativ mild. Kalte Winter (November bis Mitte März) mit starken Schneefällen. Die Niederschläge sind über das ganze Jahr verteilt.
Entlang der Küste liegen einige kleine Häfen mit Yacht-Anlegestellen: Riga, Roja, Salacgriva , Pavilosta, Ventspils, Skulte, Engure, Mersrags, Liepaja und Lielupe.
Das gut ausgebaute Streckennetz verbindet Riga regelmäßig mit allen anderen größeren Städten des Landes. Der Hauptbahnhof ist Stacijas laukums (weitere Informationen unter Internet: www.ldz.lv).
Lettlands einzige funktionstüchtige Schmalspurbahn fährt die Strecke von Gulbene bis Aluksne (www.banitis.lv).
Alle Landesteile werden durch das gute Straßennetz verbunden. Bleifreies Benzin ist an internationalen Tankstellen flächendeckend erhältlich. Bei Einreise mit dem Pkw muss die Grüne Versicherungskarte mitgeführt werden. Abschleppservice unter Tel: 800 00 00 (24 Std.), Notruf: 188. Bus: Der Zentrale Omnibusbahnhof in Riga befindet sich in der Pragas iela 1 (Internet: www.autoosta.lv). Busse sind das beste Verkehrsmittel für die Reise im Land und jeder noch so kleine Ort hat mindestens eine tägliche Busverbindung. Mietwagen: Buchung über Hotels möglich, Vorausbestellung wird empfohlen. Angeboten werden westliche Marken aller Klassen auch mit Chauffeurservice. Einwegmieten ebenfalls im Angebot. Unterlagen: Der EU-Führerschein wird in Lettland anerkannt. Inhaber älterer deutscher Führerscheine sollten einen internationalen Führerschein mitführen. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen und die Unfallaufnahme zu erleichtern.
Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Der nationale Automobilklub: Automobile Association Auto - Moto Society (LAMB), Internet: www.lamb.lv.
Verkehrsbestimmungen:
Gurtanlegepflicht.
Promillegrenze: 0,5‰.
Abblendlicht muss rund um die Uhr beim Fahren eingeschaltet sein.
Die Benutzung von Mobiltelefonen am Steuer ist verboten.
Winterreifen sind vom 01.12.-01.03. für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen vorgeschrieben, aber in der Zeit vom 01.05.-01.10. sind Winterreifen verboten.
Die Ampelschaltung ist anders als in Deutschland: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot. Das blinkende Grün entspricht Gelb in Deutschland. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften 50 km/h,
Tempolimit auf Landstraßen 90 km/h.
In Riga fahren Straßenbahnen, Trolleybusse, Busse und Taxis. Fahrscheine können in den Fahrzeugen gekauft werden. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Riga (Internet: www.rigassatiksme.lv/) sind von 05.30 bis 00.00 Uhr in Betrieb. Taxis (Internet: www.rtp.lv) sind relativ preisgünstig in Riga. Alle haben Taxameter, trotzdem ist es ratsam vor der Fahrt den Preis auszuhandeln. Nachts 25% Aufschlag. Das Busliniennetz ist gut. Fahrkarten für Busse, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse werden in Kiosken und Geschäften verkauft oder können direkt beim Fahrer erworben werden.
Tägliche Direktverbindungen von Frankfurt/M. nach Riga werden von Lufthansa (LH) (Internet: www.lufthansa.com) angeboten.
Außerdem gibt es Direktverbindungen ab Frankfurt (täglich), Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und München nach Riga mit Air Baltic (BT) (Internet: www.airbaltic.com/). Air Baltic fliegt zudem von Hamburg nach Liepaja unweit der Kurischen Nehrung.
Finnair (AY) fliegt ab München direkt nach Riga.
Austrian Airlines (OS) und Air Baltic (BT) fliegen von Wien direkt nach Riga.
Von Zürich fliegt Air Baltic (BT) direkt nach Riga.
- Vertretung von Air Baltic in Deutschland: Tel: (01805) 24 72 25.
- Vertretung von Air Baltic in Österreich: Tel: (0820) 60 08 30.
- Vertretung von Air Baltic in der Schweiz: Tel: (0840) 60 08 30.
(Weitere Informationen von der Baltischen Zentrale für Fremdenverkehr: s. Adressen).
Riga (RIX) (Spilva) (Internet: www.riga-airport.com) liegt ca.13 km vom Stadtzentrum entfernt. Busverbindungen (Linie 22) in der Zeit von 05.30-22.40 Uhr alle 10-30 Min. zur Stadtmitte (Fahrzeit: 30 Min.). Taxistand (Fahrtzeit mit dem Taxi: 15-20 Minuten, Fahrtkosten: 5-7 Ls), Duty-free-Shops, Bank, Post, Tourist-Information, Café-Bar und Restaurant, Hotelreservierungs- und Mietwagenschalter (Avis, Budget, Europcar, National Car Rental, Sixt und Hertz).
Es gibt drei große Häfen: Liepaja, Riga und Ventspils.
Ostsee-Kreuzfahrten im Programm, in deren Verlauf auch Riga angelaufen wird, haben Transocean Tours, Royal Celebrity Cruises (Internet: www.rccl.com) und Hansa Kreuzfahrten (Internet: www.hansakreuzfahrten.de).
Es gibt regelmäßige Fährverbindungen zwischen Deutschland und Lettland auf folgenden Strecken:
• Rostock - Ventspils, mehrmals wöchentlich mit Scandlines (Internet: www.scandlines.de).
• Lübeck - Riga, mehrmals wöchentlich mit DFDS LISCO (Internet: http://www.dfdslisco.com/).
Weitere Fährverbindungen nach Lettland bestehen über Dänemark, Schweden und Finnland.
Von Berlin gibt es eine Verbindung über Warschau und Vilnius nach Riga und eine Nachtverbindung über Minsk (Belarus) nach Riga (belorussisches Transitvisum erforderlich, das vor der Abreise besorgt werden muss). Das lettische Streckennetz (Internet: www.ldz.lv) ist gut und bietet Verbindungen nach Russland, in die ehemaligen sowjetischen Länder sowie nach Estland und Litauen.
Die Via Baltica stellt eine Landverbindung zwischen Deutschland und Finnland dar und führt über 1500 km durch Polen und die Baltischen Staaten durch Seen- und Waldgebiete, entlang der Bernsteinküste bis nach Tallinn am Finnischen Meerbusen. Die großen Städte z.B. Vilnius, Riga und Tallinn sind über die gut ausgebaute Via Baltica (E67) miteinander verbunden.
Mehrere Verbindungsstraßen führen von Lettland nach Estland (Grenzübergänge: Ainazi, Valka, Veclaicene), nach Litauen (Grenzübergänge: Medumi, Subate, Grenctale, Meitene, Ezere, Pludoni, Rucava), in die Russische Föderation (Grenzübergänge: Vientuli, Grebneva, Terenova) und nach Belarus (Grenzübergänge: Paternieki, Silene).
Fernbus: Direktbus-Linien nach Riga bestehen von Bremen, Bremerhafen, Frankfurt (M.), Köln, München, Münster, Kiel und Stuttgart. Reisebusse der Firmen Ecolines (Internet: www.ecolines.net) und Eurolines (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Lettland. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der lettischen Eurolines-Generalvertretung (Eurolines Latvia, Internet: www.eurolines.lv) oder den Eurolines-Vertretungen in Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Fax: (069) 790 32 19. E-Mail: service@deutsche-touring.com; Internet: www.deutsche-touring.com), Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, E-Mail: info@eurolines.at; Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php) und der Schweiz (Eggmann + Frey, Internet: www.alsa-eggmann.ch).
Zentraler Busbahnhof in Riga, (Tel: (0722) 66 58. Internet: www.autoosta.lv).
Internationale Direktdurchwahl. Telefonkarten zu 2, 5 oder 10 Ls können in Kiosken, Postämtern oder in manchen Geschäften gekauft werden. Die englischsprachige Auskunft erreicht man unter 118. Münztelefone sind seltener als Kartentelefone. Öffentliche Telefone können angerufen werden. Die jeweilige Nummer steht auf dem Telefon. Weitere Informationen von Lattelekom (Internet: www.lattelekom.lv).
GSM 900 und GSM 1800. Netzbetreiber sind LMT GSM (Internet: www.lmt.lv) und Tele2 (Internet: www.tele2.lv). Roaming-Abkommen sind vorhanden.
Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum Eurotarif nutzbar. Kunden aller europäischen Mobilfunknetzbetreiber führen automatisch alle Telefonate im und aus dem EU-Ausland zum Eurotarif. Für andere Mobilfunkdienste wie SMS, MMS und Datenübertragungen gilt der Eurotarif hingegen nicht.
Günstig ist meist die Verwendung von PrePaid Cards, die in vielen Geschäften und Kiosken erhältlich sind. Für ca. 20 € bekommt man eine SIM-Karte, deren Guthaben man verbrauchen und mit Wertkarten wieder aufladen kann, sowie eine Telefonnummer, mit der man SMS verschicken und telefonieren kann und telefonisch erreichbar ist.
Die Bedienungsanleitungen sind in Lettisch sowie meist zusätzlich auf Englisch und Russisch beigefügt. Auch die Menüführung lässt sich meist auf Englisch umstellen. Die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer ist außer mit Freisprechanlage verboten.
Hauptinternetanbieter: Apollo (Internet: www.apollo.lv). In Riga und einigen größeren Städten gibt es Internetcafés.
Können z. T. in Hotels und Postämtern aufgegeben werden. Bei Telegrammaufgabe von öffentlichen Fernsprechern wählt man die Nummer 9002178 (0.40 Ls/Min., + 0.05 Ls/Welt).
Die Hauptpostämter (Zentrale: Boulevard 19) in Riga haben bis 20.00 Uhr und teilweise bis 22.00 Uhr geöffnet. Briefkästen sind gelb. Briefe nach Westeuropa sind 5-7 Tage unterwegs. Allgemeine Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Postämter außerhalb von Riga sind Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr und Sa von 9.00-13.00 Uhr geöffnet. Briefmarken sind in Postämtern und in Kiosken erhältlich.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
Einige Kilometer von Riga entfernt liegt der Bade- und Kurort Jurmala, der aus über 17 verschiedenen Dörfern besteht. Kiefernwälder und Dünen sowie das bekannte Kurzentrum gehören zu den Attraktionen. Zwei der Strände in Jurmala, Majori und Bulderi, wurden mit der Blauen Flagge für besonders umweltfreundlichen Standard und Sauberkeit ausgezeichnet. Ein weiterer Kurort ist Sigulda (im 13. Jh. gegründet), der im Binnenland an den Ufern der Gauja liegt. Die Burgruinen und Höhlen der Umgebung laden zum Erforschen ein. Wer Erholung in noch unberührter Natur sucht, findet herrliche Flora und eine reiche Tierwelt in Kurzeme (Kurland), Vidzeme (Livland) und Latgale (Lettgalien), die ideal für Wanderungen sind. In Latgale gibt es besonders viele Seen, unter anderem den Lubanssee (der größte See Lettlands) und den Dridzisee. In der Provinz Zemgale steht nahe der Stadt Bauska (etwa 77 km südlich von Riga unweit der litauischen Grenze) das bedeutendste Barockschloss des Landes, der Rundale-Palast. Architekt dieser prachtvollen Mischung aus Barockarchitektur und Rokokokunst war der Italiener Bartolomeo Rastrelli, der auch die Eremitage in St. Petersburg entwarf. Der Rundale-Palast wurde im 18. Jahrhundert gebaut, der Schlosspark ist nach französischem Vorbild angelegt.
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Riga, die Hauptstadt Lettlands, ist eine
der schönsten baltischen Städte. Die architektonische Vielfalt ist
groß, was besonders durch die alte Domkirche deutlich wird. Elemente der Romanik, Gotik, Renaissance, des Barock und des Klassizismus machen ihren Reiz aus. Der ehemalige Palast Peters des Großen
in der Nähe der Domkirche wurde mehrmals umgebaut und restauriert. Von
dem Turm des Palastes bietet sich ein hervorragender Ausblick auf die
Stadt. Die Altstadt wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft
und steht unter Denkmalschutz. Ganze Straßenzüge mit Jugendstilhäusern
sind erhalten geblieben. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Jakobi-Kirche im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik errichtet. Der Grundstein der ehemaligen Residenz des Deutschen Ritterordens wurde 1330 gelegt; dieses Schloss mit dem einzigen noch erhaltenen Stadttor, dem Schwedentor, beherbergt heute zahlreiche Museen, u. a. das Lettische Geschichtsmuseum. Nördlich vom Schloss steht auch die Peter-und-Paul-Kathedrale (Ende des 18. Jh.). Im Haus der kleinen Gilde kamen einst Handwerker zusammen, im Haus der großen Gilde
saßen die Kaufleute. Die zweischiffige »Alte Gildestube« wird jetzt von
der Philharmonie benutzt. Rigas Wahrzeichen ist der 137 m hohe Holzturm
der Petrikirche. Die Johanniskirche (14. Jh.) zählt zu
den schönsten Bauwerken des früheren Bischofssitzes. Die
mittelalterlichen Bürgerhäuser, darunter die so genannten Drei Brüder
(das älteste, aus Stein erbaute Wohnhaus in Riga) und 24 Lagerhäuser in
der Altstadt, sind weitere architektonische Schmuckstücke Rigas.
Die zahlreichen Museen bieten informative Ausstellungen zur Stadt- und Landesgeschichte. Das Museum für Stadt-, Schiffbau- und Seefahrtgeschichte besteht bereits seit 1773. Eine Fundgrube für nationale Kunst ist das Staatliche Lettische Kunstmuseum. Im Gegensatz dazu zeigt das Museum für Ausländische Kunst vor allem Werke flämischer Meister. Ein Besuch des Museums für Medizingeschichte sollte Teil jeder Stadtbesichtigung sein. In dem 1924 angelegten fast 100 ha großen Freilichtmuseum
sind bäuerliche Wohn- und Wirtschaftshäuser aus dem 16.-19. Jahrhundert
zu besichtigen, die aus verschiedenen Regionen zusammengestellt wurden.
Das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt ist die Freiheitsstatue
in der Freiheitsallee. Die Frauengestalt und die von ihr gehaltenen
Sterne symbolisieren Lettland und die drei lettischen Provinzen
Vidzeme, Kurzeme und Latgale.
Wichtige Wirtschaftszweige
Der Dienstleistungssektor hat sich von 1996 bis 2008 um ca. 15 % auf 74,5 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) vergrößert. Lettland hat kaum Bodenschätze, die verarbeitende Industrie spielt daher auch eine große Rolle. Metall-, Elektro-, Düngemittel-, chemische, Holz- und Leichtindustrie sind heute zusammen mit der Milchwirtschaft und der Fischerei die wichtigsten Stützen der Wirtschaft.
Wirtschaftslage
Im November 2008 musste Lettland die internationale Gebergemeinschaft um Hilfskredite bitten, die es auch erhielt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts betrug 2007 noch starke 10 %, sackte aber 2008 stark ab und lag bei -4,6 % im Negativbereich. Die lettische Wirtschaft befand sich schon vor dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise Mitte 2008 in einem sich schon länger abzeichnenden Abwärtstrend. Die jährliche Inflationsrate hat sich seit den 90er Jahren stark erhöht und stieg 2008 von 10,1 % (2007) auf 15,4 %. 1997 lag die Teuerung noch bei 0,7 %. Auch die Arbeitslosenquote unterliegt einem Aufwärtstrend. 2007 betrug sie noch 5 %. 2008 schon 7,3 %. Die regionalen Unterschiede sind jedoch enorm. Das lettische Außenhandelsvolumen verzeichnete 2008 nur einen leichten Anstieg um 0,3 % (2005: 29,4 %).
Die Infrastruktur ist, wie in allen baltischen Staaten, relativ gut ausgebaut. Ein großes Problem aber ist die Energieversorgung, Lettland kann gegenwärtig nur 50 % seines Energiebedarfs decken. Hauptenergieträger ist die Wasserkraft. Lettland verfügt jedoch über riesige Untergrundreservoirs für Gas, eisfreie Häfen und Ölterminals. Das geplante Western Pipeline System, die Schaffung eines Baltic Ring, der die Energienetze von den skandinavischen Ländern mit den anderen europäischen Ländern vereinen soll sowie zusätzliche Ölumladevorrichtungen eröffnen ebenfalls ein wichtiges Potenzial für Investitionen. Die Ressourcen sind noch längst nicht ausgeschöpft.
Wirtschaftspolitik
Kurz nach der Unabhängigkeit Lettlands 1991 geriet das Land in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was hauptsächlich auf die Rohstoffknappheit zurückzuführen war. Trotzdem ließ die Regierung nicht davon ab, die Einführung der Marktwirtschaft voranzutreiben und ausländische Investoren anzuziehen. Die Wirtschaft ist inzwischen zu 98 % privatisiert. Sozialstaatliche Elemente des Wirtschaftssystems sind in Form von Koalitionsfreiheit, Mindestlohn, Arbeitslosenunterstützung, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Altersrente verwirklicht.
Im März 1993 führte Lettland seine eigene Währung ein, den Lat, der anfänglich neben dem lettischen Rubel bestand und mittlerweile einziges legales Zahlungsmittel ist. Lettland beabsichtigt, den Euro am bis 2012 einzuführen.
Lettland ist Mitglied im Baltischen Freihandelsabkommen mit Estland und Litauen. Seit 1996 ist Lettland Mitglied des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Am 1. Mai 2004 trat Lettland der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei.
Handelspartner
Haupthandelspartner sind die EU (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Schweden und Finnland) sowie die Russische Föderation und die anderen baltischen Staaten. Die Ausfuhren werden dominiert von Holzprodukten, Textilien, Metallwaren, Chemikalien und Maschinen. Eingeführt werden überwiegend Maschinen und Ausrüstungen, Textilwaren und Lebensmittel.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.30 Uhr.
Deutsch-Baltische Handelskammer
Vilandes iela 1, LV-1010 Riga
Tel: 732 07 18.
Internet: www.ahk-balt.org
Swiss Baltic Chamber of Commerce (SBCC)
c/o Elizabetes Str. 2, LV-1340 Riga
Tel: 733 83 52 und 733 83 53.
Internet: www.swissbalticchamber.com
Lettische Industrie- und Handelskammer (LCCI)
Kr. Valdemara Street 35, LV-1010 Riga
Tel: 722 55 95.
Internet: www.chamber.lv
Latvian Investment and Development Agency (LIDA)
Perses iela 2, LV-1442 Riga
Tel: 703 94 21.
Internet: www.liaa.gov.lv
Nähere Auskünfte von der Association of Latvian Travel Agents, Room 201, 3, Skolas Str., LV-1010 Riga (Tel: 721 00 65. Internet: www.alta.net.lv).
Spezialitäten sind graue Erbsen mit Speck und Bier, Piragi (Hefeteigtaschen mit Speck und Zwiebeln gefüllt), Sauerampfersuppe (mit gekochtem Schweinefleisch, Zwiebeln, Kartoffeln, Graupen, hartgekochten Eiern und saurer Sahne) und Akroshka (Milchsuppe mit Zwiebeln, Kräutern, Salatgurke und saurer Sahne) sollten gekostet werden. Als Nachspeise gibt es häufig Alexandertorte (mit Himbeeren oder Preiselbeeren).
Getränke: Beliebt sind Miestins (aus Limonade und Honig), Kwass und Birkensaft. Rigas Black Balsam ist ein dunkler Likör, der seit dem Jahr 1700 aus zahlreichen Zutaten wie Ingwer, Eichenborke, Bitterorangenschalen und Weinbrand hergestellt wird. Man trinkt ihn mit Kaffee oder Wodka gemischt. Es gibt gute einheimische Biere, darunter das dunkle bauskas Tumsais und das helle Gaisais. Schaumwein ist auch sehr beliebt.
In Riga gibt es eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars.
Bernstein und kunsthandwerkliche Artikel (u.a. Weidenkörbe und Töpferwaren).
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00/10.00-18.00/19.00 Uhr, Sa 09.00/10.00-16.00/17.00, oft auch bis 22.00 Uhr. Kleinere Geschäfte schließen oft über Mittag. Lebensmittelgeschäfte sind von 08.00/09.00-20.00/21.00 Uhr geöffnet.
Jan. Blues-Festival, Riga. Jan. Eisfischen in Baltezers, Riga. Febr. Riga Musik, Riga. April Internationales Jazz Music Festival, Daugavpils; Apr. Usini Festival, landesweit. Mai/Juni/Juli Lettisches Sing und Tanz Festival, Riga. Juni Johannisnacht (um die Sommersonnenwende zu markieren, Bier wird gebraut und ein spezieller Käse wird zubereitet, die Leute tragen Blumen- und Laubkränze und verbringen die ganze Nacht singend an Lagerfeuern), landesweit. Juli Internationales Volkstanzfest, Riga. Jul. Jazzfestival, Saulkrasti. Aug.-Sept. Riga Sakrale Musik Festival. Aug. Tage der Schmiede, Riga. Sept. Apjumibas Festival (Erntefest), Aluksne district; IFF Arsenâls (Internationales Film Forum), Riga. Nov. Orientalisches Kampfkunst- Festival, Ventspils; Martini Festival, landesweit. 26. Dez Die Winterparty, Riga. Dez. Silvesterkarneval (Maskenumzug), Liepaja.
Weitere Informationen von den Fremdenverkehrsämtern (s. Adressen).
Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Letten sind eher zurückhaltende Menschen, jedoch äußerst gastfreundlich.
Rauchen: Das Rauchen ist in Restaurants, Bars, Cafés und Diskotheken nur noch in speziellen, abgetrennten Räumen gestattet, die über eine eigene Belüftungsanlage verfügen. In Lokalen, die nicht entsprechend umgebaut sind, ist das Rauchen ganz verboten. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kinos, Theater, Banken, Postämter und Sportstätten sowie in Treppenhäusern ist das Rauchen verboten. Raucher, die sich im Freien aufhalten, müssen einen Mindestabstand von zehn Metern zu öffentlichen Gebäuden einhalten.
Trinkgeld: Aufpreise für Bedienung sind in Rechnungen enthalten. Taxifahrpreise enthalten ebenfalls bereits ein Trinkgeld.
Das Hotelangebot ist gut und wird ständig erweitert. Auch außerhalb der Hauptstadt findet man eine recht gute Auswahl an größeren Hotels und kleineren Pensionen, die vor der Unabhängigkeit unter staatlicher Aufsicht standen. Hotels in Riga sind mitunter teuer. Urlaubsorte mit guten Übernachtungsmöglichkeiten sind in der Umgebung vom Gauja Nationalpark, in Kurzeme und Latgale zu finden. Zu empfehlen sind auch Privatquartiere, die in fast jedem Ort vermittelt werden. Informationen zu Unterkünften in Lettland findet man auch im Internet unter folgender Adresse (Internet: www.allhotels.lv).
Kategorien: Klassifizierung nach Sternen. Weitere Informationen erteilt die Baltische Zentrale für Fremdenverkehr und der nationale Hotel- und Gastronomieverband Association of Latvian Hotels and Restaurants, A Caka iela 55-223, LV-1011 Riga (Tel: 701 41 31. Internet: www.lvra.lv).
Informationen erteilt die Baltische Tourismuszentrale in Münster und das Lettische Fremdenverkehrsamt in Riga (s. Adressen) sowie die Latvian Youth Hostel Association - Hostelling Latvia, 17-2 Siguldas pr, LV-1050 Riga (Tel: 921 85 60. Internet: www.hostellinglatvia.com).
Offizielle Campingplätze mit westeuropäischem Standard gibt es wenig. Zeltplätze mit bescheidenem Komfort befinden sich überwiegend in den Nationalparks und Urlaubsgebieten, z.B. an der Ostseeküste in der Umgebung der Baderegion bei Jurmala und in Ventspils (Internet: www.camping.ventspils.lv) und an Seen und Flussufern. Manche sind mit kleinen Holzhütten ausgestattet, die man mieten kann. Auch auf Bauernhöfen kann preiswert übernachtet oder gezeltet werden. Außerhalb der Nationalparks wird freies Zelten, wie in den skandinavischen Ländern, toleriert.
Informationen zu Privatunterkünften, Pensionen und Landhäusern sind erhältlich vom Lettischen Fremdenverkehrsamt in Riga (s. Adressen) oder von der Latvian Country Tourism Association, Vīlipa iela 12-21, LV-1083 Riga (Tel: 761 76 00. Internet: www.celotajs.lv).
Lettland ist derzeit das Land mit dem dritthöchsten Diphterie-Vorkommen der Welt. Impfschutz ist möglich und empfehlenswert.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Hauptübertragungszeit ist April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober durch Zecken übertragen. Sie kommen insbesondere in ländlichen Gebieten um Riga vor. In einzelnen Fällen wurde eine Übertragung von FSME-Viren durch Schafs- und Ziegenmilch gemeldet. Hier ist zusätzlich zu den o.g. Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
HIV/Aids ist ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Tollwut kommt gebietweise vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die medizinische Versorgung entspricht nicht deutschem Standard. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an einen Allgemeinmediziner, der Vertragsarzt der lettischen Krankenversicherung (Veselibas obligatas apdrosinasanas valsts agentura - VOAVA) ist. Informationen zu Vertragsärzten sind in Lettland unter der gebührenfreien Service-Nummer 800 12 34 erhältlich.
In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
[1] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen (Trichinose-Erkrankung). Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
2012
1 Jan Neujahr
6 Apr Karfreitag
9 Apr Ostermontag
1 May Tag der Arbeit
4 May Tag der Unabhängigkeitserklärung
23 Jun Ligo (Mittsommernacht)
24 Jun Jani (Mittsommertag/Johannistag)
18 Nov Nationalfeiertag
25 Dec Weihnachten
31 Dec Silvester
Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Lettland eingeführt werden (Personen ab 18 J.):
200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein;
4 l Tafelwein;
16 l Bier;
Medikamente für den persönlichen Bedarf;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.
Betäubungsmittel, Schusswaffen und Munition (Einfuhrgenehmigung erforderlich), unverarbeitete Milch und rohes Fleisch (siehe Einfuhrbestimmungen). Aus Ländern, in denen die Geflügelpest aufgetreten ist, ist die Einfuhr von Vögeln, Eiern und anderen Produkten vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelten Jagdtrophäen in die Europäische Union (EU) verboten. Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).
Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.
(a) Wertvolle Gegenstände wie Schmuck und Pelze sollten deklariert werden.
(b) Für Kunstgegenstände, die über 50 Jahre alt sind, ist eine Ausfuhrgenehmigung der lettischen Behörden erforderlich.
Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern (s.o.).
Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. Für Reisende aus den neuen EU-Ländern außer Bulgarien, Malta, Zypern, Polen, der Slowakischen Republik und Ungarn bestehen bis zur Einführung einer Mindestverbrauchsteuer für die Einfuhr von Tabakwaren in die alten EU-Länder länderspezifische Übergangsregelungen, die mit den jeweiligen erlaubten Einfuhrmengen aus Nicht-EU-Ländern identisch sind.
Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (nur Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (nur Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (nur Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (nur Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (nur Personen ab 17 J.);
10 Liter alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) (nur Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (nur Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (nur Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (nur Personen ab 17 J.);
10 kg Kaffee (nur Personen ab 15 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 20 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.
Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)
1 Lat = 100 Santimi. Währungskürzel: Ls, LVL (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 500, 100, 50, 20, 10 und 5 Ls im Umlauf; Münzen im Wert von 2 und 1 Ls sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Santimi. Der Lat ist an den Euro gebunden.
Es gibt zahlreiche Wechselstuben, vor allem in größeren Hotels, Postämtern, Flughäfen und Bahnhöfen. Diese schließen im Allgemeinen um 19.00 Uhr. Euro werden empfohlen.
Mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der ec-/Maestro-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Ähnliches gilt für die deutsche Sparcard, dem Nachfolger des Postsparbuches als Sortenbeschaffungsmittel im europäischen Ausland. Mit Sparcard und PIN-Nummer kann Bargeld von europäischen Geldautomaten mit dem Plus-Logo abgehoben werden.
Generell gilt: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
MasterCard/Eurocard, Visa, American Express, JCB und Diners Club werden von vielen Hotels und Tankstellen angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. An den zahlreich vorhandenen Geldautomaten in allen kleineren und größeren Städten kann häufig auch mit der Kreditkarte in PIN-Nummer Geld abgehoben werden.
Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landeswährung, Einfuhr und Ausfuhr von Fremdwährungen unbegrenzt.
Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr; manche Banken auch Sa 09.00-12.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 0.73 LVL |
| 1.00 CHF = 0.61 LVL |
| 1.00 USD = 0.55 LVL |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Lettland ist Unterzeichner und Anwender des Schengener Abkommens. Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr. Sie sind jedoch verpflichtet, ein gültiges Ausweispapier mitzuführen.
Allgemein erforderlich, muss bei Visumpflicht noch mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig sein. Besteht keine Visumpflicht, muss der Reisepass während des Aufenthalts gültig sein.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis. Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass. Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass. Türken: Eigener Reisepass. Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:
(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum. Diese Regelung gilt nicht für Staatsbürger einiger Länder. Nähere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.
Bei Einreise auf dem Landweg über Russland oder Belarus wird ein Transitvisum für Russland bzw. Belarus benötigt.
Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.
Kurzzeit-/Langzeit- und Transitvisum/Flughafentransitvisum.
Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft. Schengen-Visum: 60 €.
Einreisevisum: 90 Tage. Transitvisum: 5 Tage.
Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers.
Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.
Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.
(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.
(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.
(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.
(e) Visumgebühr.
(f) 2 biometrische Passfotos.
(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.
EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Lettland aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht von der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich. Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.
Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.
[1] U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen: EU-Länder und Schweiz.
Kopie einer Auslandsreisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung (EU-Bürger: Europäische Krankenversicherungskarte. Reiserückholversicherung dringend empfohlen.)
Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt.
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden.
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.
Nordeuropa.
64.589 qkm.
2.245.423 (Schätzung 2008).
35 pro qkm.
Riga. Einwohner: 711.789 (Schätzung 2009).
Republik seit 1991. Die lettische Verfassung von 1922 ist seit 1993 wieder in Kraft, nachdem sie 1940 während der sowjetischen Besetzung Lettlands annulliert worden war. Parlament (Saeima) mit 100 Mitgliedern. Unabhängig seit 1991. Lettland ist EU-Mitglied.
Lettland liegt an der Ostsee und grenzt im Norden an Estland, im Süden an Litauen, im Osten an die Russische Föderation und im Südosten an Belarus. 43% der Landesfläche ist bewaldet. Zur Küste hin ist die Landschaft überwiegend flach. Der östliche Landesteil ist hügelig mit zahlreichen Wäldern und Seen. Es gibt 12.000 Flüsse in Lettland, davon sind nur 17 mehr als 100 km lang. Der größte Fluss ist die Daugava.
Amtssprache ist Lettisch. Russisch ist weit verbreitet.
19,6% Protestanten (Lutheraner), 15,3% Russisch-Orthodoxe, 1% andere Christen.
MEZ + 1. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 2 (Sommerzeit in Lettland = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 2 Std.).
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils +1:00 Std.
220 V, 50 Hz. Euro-Norm-Stecker.
Valdis Dombrovskis, seit März 2009.
Valdis Zatlers, seit Juli 2007.
Katharinenstraße 19-20, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 00 90 91.
Internet: www.baltikuminfo.de
Mo-Fr 10.00-12.00 und 14.00-16.00 Uhr (tel. Auskünfte), Mi 14.00-17.00 Uhr (Publikumsverkehr).
(Lettisches Fremdenverkehrsamt)
Brīvības iela 55, LV-1050 Riga
Tel: (06) 722 99 45.
Internet: www.latvia.travel/de
Reinerzstraße 40/41, D-14193 Berlin
Tel: (030) 82 60 02 22. Konsularabt.: Tel: (030) 82 60 02 12.
Internet: www.mfa.gov.lv/berlin
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr (telefonische Anfragen). Konsularabt.: Mo, Di, Fr 10.00-13.00 Uhr, Do 13.00-16.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Bremen Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Künzelsau, München und Rostock.
Stefan-Esders-Platz 4, A-1190 Wien
Tel: (01) 403 31 12.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
(auch für die Schweiz zuständig).
Honorarkonsulate in Graz, Linz, Salzburg und Zürich.
Für Lettland besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.
Handgepäckregeln im internationalen Flugverkehr für die EU und Schweiz
Flugpassagiere, die von Flughäfen innerhalb der Europäischen Union und der Schweiz starten, dürfen nur begrenzte Mengen an Flüssigkeiten, Aerosolen und Gels im Handgepäck mitnehmen. Dazu zählen Getränke, Zahnpasta, Haargel, Parfüm, Rasierschaum, Suppen, Sirup und andere Artikel mit ähnlicher Konsistenz.
Folgende Regeln sind zu beachten:
- Im Handgepäck dürfen nur Flüssigkeitsbehälter mitgeführt werden, die ein maximales Fassungsvermögen von jeweils 100 ml nicht übersteigen.
- Alle Flüssigkeitsbehälter müssen zusammen in einem verschließbaren transparenten Plastikbeutel verwahrt werden, der ein Gesamtvolumen von maximal 1 Liter nicht übersteigen darf.
- Flüssige Medikamente und Babynahrung dürfen zusätzlich mitgeführt werden, sofern sie auf dem Flug benötigt werden. Gegebenenfalls muss der Passagier die Echtheit der Medikamente/Babynahrung nachweisen.
- Ausnahmen: Nicht unter die Beschränkungen fallen alle Flüssigkeiten, die erst nach der Handgepäck-Kontrolle in einem Flughafen der Europäischen Union erworben wurden, in einem manipulationssicheren Behältnis verpackt sind und ein Kaufbeleg an diesem Tag vorliegt. Dies betrifft insbesondere Einkäufe in den Duty-free-Geschäften im Abflugbereich.
Neuregelung seit 29. April 2011, auf befristete Zeit ausgesetzt:
Flüssigkeiten, Aerosole und Gels, die an einem Drittlandsflughafen (außerhalb der EU) oder an Bord eines Flugzeugs eines gemeinschaftsfremden Luftfahrtunternehmens erworben wurden, sind in Sicherheitsbereichen und an Bord von Flugzeugen erlaubt, wenn sie
- sich in einem Behältnis befinden, das den empfohlenen Leitlinien der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation für Sicherheitskontrollen (ICAO) entspricht und
- ein hinreichender Nachweis über den Kauf innerhalb der vorausgegangenen 36 Stunden auf der Luftseite des Flughafens oder an Bord des Flugzeugs erbracht wird.
Das bedeutet, dass Flüssigkeiten, Aerosole und Gels im Handgepäck erlaubt sind, wenn sie in einem EU-fremden Flughafen hinter der Bordkartenkontrolle oder im Sicherheitsbereich erworben wurden. Die Verkaufsstelle muss dabei den genehmigten Sicherheitsverfahren unterliegen, die Teil des Flughafensicherheitsprogramms sind.
Verbotene Gegenstände im Handgepäck
Eine ausführliche Liste von im Handgepäck verbotenen Gegenständen bei Flugreisen befindet sich auf der Internetseite der deutschen Bundespolizei (Internet: www.bundespolizei.de). Dazu zählen Feuerwaffen, Betäubungsgeräte, spitze oder scharfe Gegenstände (u. a. Messer/Scheren mit mehr als 6 cm langen Klingen), Werkzeuge, die schwere Verletzungen verursachen können, stumpfe Gegenstände, die als Schlagwaffe eingesetzt werden können sowie Spreng- und Brandstoffe.