An der Küste herrscht fast das ganze Jahr über warmes Mittelmeerklima, während der Wintermonate kann es im Norden kühler und feuchter werden. Im Landesinneren ist es heißer, trockener und dem Kontinentalklima ähnlich. Im Süden des Landes herrscht Wüstenklima (heiß und trocken mit besonders starker nächtlicher Abkühlung während der Monate Dezember und Januar). Im Flachland sind die kühleren Monate von Oktober bis April bei Besuchern sehr beliebt. In dieser Zeit ist es angenehm warm bis heiß, mit ca. 30 °C tagsüber und ca. 15 °C in der Nacht.
Royal Air Maroc (AT) (Internet: www.royalairmaroc.com) bietet Linienflüge von Casablanca nach Agadir, Dakhla, Fez, Marrakesch, Ouarzazate, Oujda und Tanger an.
Das vom Office National des Chemins de Fer (ONCF) (Internet: www.oncf.ma) geführte marokkanische Bahnnetz verbindet u.a. Oujda im Nordosten mit Casablanca an der Westküste und Tanger an der Nordküste mit Marrakesch im Landesinneren. Die wichtigste Verbindung führt von Fez nach Rabat und Casablanca (auch Nachtzüge). Regelmäßige Zugverbindungen gibt es außerdem von Casablanca nach Marrakesch (Weststrecke) sowie von Kenitra nach Rabat.
Hauptrouten:
(a) Marrakesch–Casablanca–Rabat–Meknes– Fez–Oujda (alle 2 Std.);
(b) Marrakesch–Casablanca–Rabat (alle 30 Min.);
(c) Marrakesch–Casablanca–Meknes–Fez und
(d) Casablanca–Rabat–Tanger (Oststrecke).
Es gibt klimatisierte Schnellzüge, schnelle Vorort-Pendlerzüge (Trains Navettes Rapides (T.N.R.) und die so genannten Trains Ordinaires, die alle Stationen des marokkanischen Streckennetzes miteinander verbinden. Reservierungen sind nur für Expresszüge möglich.
Sonderpreise/Ermäßigungen: Kinder unter 4 Jahren reisen umsonst, Kinder im Alter von 4-12 Jahren zum halben Preis. Mit dem Wochenendticket erhält man 25 % Ermäßigung (Strecke muss mindestens 180 km lang sein). Gruppen von mindestens 6 Personen erhalten 20 % Ermäßigung.
Die Hauptstraßen, vor allem im Norden und Nordwesten des Landes, sind bei jedem Wetter befahrbar. Im Landesinneren, südlich des Atlasgebirges, wird das Reisen schwieriger, vor allem beim Überqueren des Atlas während der Wintermonate ist Vorsicht geboten. Zurzeit befindet sich eine Küstenstraße zwischen Tanger und Saidia in Bau, die nach ihrer Fertigstellung 560 km lang sein wird.
Fernbus: Gute Busverbindungen zwischen den größeren Städten, hauptsächlich fahren Privatbusse. Die zwei größten Firmen sind CTM (landesweit) und Supratours (Internet: www.supratourstravel.com). Die Busse zwischen den meisten Großstädten und Dörfern verkehren häufig und regelmäßig. Sie können sehr überfüllt sein. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Bus zu sein, um einen Sitzplatz zu bekommen. Die Fahrpreise sind niedrig, besonders im Regionalverkehr. Es ist üblich, dem Schaffner für das Einladen des Gepäcks ein Trinkgeld zu geben. Man kann von mehreren Busunternehmen klimatisierte Busse mieten.
Taxis findet man in den größeren Städten. Nur Petits Taxis haben Taxameter (s. u. Stadtverkehr). Im Überlandverkehr werden größere Taxis benutzt, die man mit anderen Passagieren teilen kann; der Fahrpreis sollte im Voraus vereinbart werden.
Mietwagen: Die großen Mietwagenfirmen haben Niederlassungen in den meisten größeren Städten, u.a. in Agadir, Casablanca, Essaouira, Fez, Marrakesch, Ouarzazate, Oujda, Rabat und Tanger. Das Mindestalter ist 21.
Unterlagen: Nationaler Führerschein. Bei Anmietung eines Fahrzeugs ist der internationale Führerschein erforderlich. Haftpflichtversicherung und Internationale Grüne Versicherungskarte (muss für Marokko gültig geschrieben sein) erforderlich. Versicherungen können auch vor Ort abgeschlossen werden.
Sicherheitshinweis: Das Rif-Gebirge sollte wegen gehäufter Übergriffe durch Rauschgifthändler von Reisenden nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Straße von Ketama nach Fez sollten gemieden werden.
Bus: In Casablanca und den anderen Großstädten gibt es weit verzweigte Busnetze. Man kann die Fahrkarten im Voraus kaufen. S-Bahn: In Casablanca fährt die S-Bahn von Ain Sebaa bis zum Flughafen Mohammed V. Taxi: In den Städten gibt es zahlreiche Petits Taxis mit Taxametern.
von Casablanca zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | |
| Rabat | 0.30 | 1.00 | 1.30 |
| Marrakesch | *0.30 | 4.00 | 4.00 |
| Agadir | *0.55 | - | 9.00 |
| Fez | *0.40 | 5.00 | 5.00 |
| Meknes | - | 4.00 | 2.30 |
| Tanger | *0.50 | 6.00 | 6.00 |
| Oujda | *1.05 | 12.00 | 12.00 |
| Layoune | 1.30 | - | 20.00 |
| Errachidia | 1.35 | - | 12.00 |
Anmerkung:
[*] Diese Zeitangaben gelten für Linienflüge von Casablanca.
Royal Air Maroc (AT) (Internet: www.royalairmaroc.com) ist die nationale Fluggesellschaft. Gute Flugverbindungen mit Royal Air Maroc von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., München, Genf und Zürich.
Austrian Airlines (OS) verkehrt im Winter zwischen Wien und Casablanca und Agadir im Dreieck. Marokko wird auch von Lufthansa (LH), Air Berlin (AB), Swiss International (LX), Air France (AF), Alitalia (AZ), British Airways (BA) und KLM (KL) angeflogen.
Die wichtigsten der 14 internationalen Flughäfen Marokkos sind:
Agadir (AGA) (Al Massira) liegt 22 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Busverbindung (Nr. 22) und Taxis zur Stadt. Bank/Wechselstube, Bar (kein Restaurant) und Mietwagenschalter.
Casablanca (CMN) (Mohammed V) (Internet: www.onda.ma/onda/fr) liegt 30 km südlich der Stadt (Fahrzeit 35 Min.). Taxis fahren nach Casablanca. CTM-Busse fahren stündlich ins Zentrum (Fahrzeit: 45 Min.). TNR-Züge fahren alle 90 Min. zu den Bahnhöfen Casa Voyageurs und Casa Port im Stadtzentrum und es gibt eine Bahnverbindung nach Rabat. Duty-free-Shop, Bank/Wechselstube (24 Std.), Post, Restaurant/Bar (08.00-23.00 Uhr), Mietwagenschalter.
Fez (FEZ) (Sais) liegt 10 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 10 Min.). Taxis und Busse fahren zur Stadt.
Marrakesch (RAK) liegt 6 km außerhalb der Stadt. Bank/Wechselstube. Taxis und Busse fahren zur Stadt.
Rabat (RBA) (Salé) liegt 10 km nordöstlich der Stadt (Fahrzeit 15 Min.). Ein Taxistand ist vorhanden. Bank, Post, Mietwagenschalter, Geschäfte, Restaurants, Bars.
Tangier (TNG) (Boukhalef) liegt 12 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Busse und Taxis fahren nach Tanger. Duty-free-Shop, Bank/Wechselstube, Restaurant/Bar (09.00-21.00 Uhr), Mietwagenschalter.
Die Haupthäfen sind Tanger, Casablanca und Ceuta. Folgende Reedereien laufen diese Häfen an: Compañía Transmediterránea (Internet: www.trasmediterranea.es) sowie FerriMaroc (Internet: www.ferrimaroc.com) (von Frankreich, Spanien und Italien).
Auto-Passagierfähren
Fährgesellschaften sind FerriMaroc (Internet: www.ferrimaroc.com), Trasmediterranea (Internet: www.trasmediterranea.es) und Compagnie Marocaine de Navigation. Preiswerte Linienfähren verbinden Südspanien mit Tanger und den spanischen Enklaven an der nordmarokkanischen Küste auf folgenden Strecken:
Algeciras – Ceuta (Sebta) (Autofähre);
Algeciras – Tanger (Tragflächenboot und Autofähre);
Tarifa – Tanger (Tragflächenboot);
Gibraltar – Tanger (Tragflächenboot und Autofähre);
Almería – Melilla oder Nadar (Autofähre);
Málaga – Melilla (Autofähre);
Almería – Nadar (Autofähre);
Gênes (Italien) - Tanger;
Alicante - Orán und
Almería - Al Hoceima.
Autofähren der Compagnie Marocaine de Navigation verkehren außerdem zwischen Sète an der französischen Küste (zwischen Béziers und Montpellier am Golfe du Lyon) und Tanger.
Die Bahnverbindungen zwischen Marokko und Algerien sind derzeit eingestellt (Die Strecke führt von Oujda in Marokko über Oran nach Algier.). Tanger erhielt in Moghogha, 5 km außerhalb des Stadtzentrums, einen neuen Bahnhof. Ab hier soll der geplante Tunnel nach Spanien bis 2010 gebaut werden.
Die beste Straßenverbindung ist über Algeciras in Südspanien oder Frankreich mit einer der Auto-/Passagierfähren (s. o. Schiff). Bereist man das Land mit dem Auto, muss auch die Ausreise wieder per Auto erfolgen, es sei denn, es liegt eine Ausnahmegenehmigung der marokkanischen Zollbehörde vor.
Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Marokko. Es bestehen Busverbindungen zwischen Deutschland und Marokko, Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der Eurolines-Vertretung in Deutschland (Deutsche Touring GmbH), Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. (Tel: (069) 79 03 50. Internet: www.deutsche-touring.com).
Von Grenzübertritten nach Mauretanien über die West-Sahara wird wegen der Verminung des Grenzgebietes abgeraten. Die Straßenverbindung zur nordalgerischen Grenze ist derzeit gesperrt.
Internationale Direktdurchwahl.
GSM 900, Netzbetreiber sind Itissalat Al-Maghrib (Internet: www.iam.ma) und Medi Telecom (Internet: www.meditel.ma). Empfangs-/Sendebereich für Mobilfunk um Rabat und an der Küste im Nordosten Marokkos.
In den größeren Hotels.
Internet/E-Mail-Anschlüsse in Geschäftszentren, Hotels und Internetcafés in größeren Städten. Hauptinternetanbieter sind Itissalat Al-Maghrib (Internet: www.iam.ma) und Jaweb (Internet: www.jaweb.ma).
Können in jedem Hauptpostamt aufgeben werden.
Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs, die Zustellung ist nicht immer zuverlässig. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.30 Uhr, Sa 08.30-14.00 Uhr.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
An der Mittelmeerküste zwischen Tanger und Nador stößt man auf kleine Flüsse, Buchten, geschützte Strände und Klippen, die ideal zum Schwimmen, Fischen und Bootsfahrten sind. Al-Hoceima, M’Diq, Taifor und Smir/Restinga sind neue Urlaubsorte mit guten Unterkunftsmöglichkeiten. Al Hoceima wurde allerdings von dem Erdbeben im Februar 2004 stark betroffen.
Die Atlantikküste ist an vielen Stellen felsig, hat aber auch gute Sandstrände und windgeschützte Buchten.
In Tangier ist die hoch gelegene Altstadt mit den Mendoubia-Gärten eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Beliebt sind auch die Sidi-Bounabib-Moschee, die Moulai-Ismail-Moschee und die Merinid-Medresse. Das herrlich gelegene Tangier hat einen malerischen und geschäftigen Markt, den Grand Socco. Interessante Ausflugsorte sind der Bergort Chechaouèn, das Fischerdorf Asilah und die Herkules-Grotten am Kap Spartel.
Ebenfalls an der Atlantikküste befindet sich die relativ junge Stadt Casablanca. Sie ist die größte Handelsstadt des Landes und die viertgrößte Stadt Afrikas mit einem der größten Häfen des Kontinents.
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Das im 12. Jahrhundert gegründete Rabat ist die heutige Landeshauptstadt und Residenz des Königs. In dieser ungewöhnlich grünen Stadt fallen mehrere imposante Tore auf, besonders beeindruckend ist das Tor in der Kasbah Oudaias, dem reizvollsten Viertel der Stadt. Im Sommer sind die zahlreichen Strände und der nahe gelegene Mamora-Wald die beliebtesten Touristenziele. Sehr besuchenswert ist der Tour Hassan, das grandiose Minarett einer unvollendeten Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Aus dem Mittelalter stammen auch die Zinnen, die die Altstadt und einen Teil der Neustadt umgeben. Etwas außerhalb liegt die Chellah mit einmaligen Denkmälern, schönen Gärten und römischen Ruinen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Königspalast, das Nationalmuseum und das Mausoleum Mohammeds V. Salé, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde, liegt am gegenüberliegenden Flussufer.
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Meknes ist von einer 16 km langen, von Türmen und Bastionen flankierten Stadtmauer umgeben und hat einen wundervollen Souk. Die Wintersportorte Michlifen und Djebel Habri liegen außerhalb von Meknes. Fez, die älteste und bedeutendste Königsstadt, wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Diese an historischen Baudenkmälern so reiche Stadt besteht aus der Altstadt El Bali und der Neustadt Jadid. Zu den Touristenattraktionen zählen der Place Nejjarine mit seinem reizvollen Springbrunnen, die Er-Rsif-Moschee, die Andalusische Moschee und der Königliche Palast. Die altehrwürdige Karaouine-Moschee ist heute Sitz der Universität. Eindrucksvoll ist auch die Architektur der wunderbaren mittelalterlichen Koranschulen. Der Markt von Fez ist einer der größten Märkte der Welt.
Das Ouergha-Tal im Norden ist für seine Souks und Marokkos berühmteste Reiterspiele bekannt.
In Marrakesch (1062 gegründet) gibt es ein Labyrinth enger Gassen, romantisch-exotische Paläste, Museen und Moscheen. Die Stadtparks werden noch immer von einem unterirdischen Bewässerungssystem gespeist, das im 11. Jahrhundert angelegt wurde. Auf dem Djemma-el-Fna, einem großen Platz, treten Tänzer, Wahrsager, Akrobaten und Märchenerzähler auf. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das majestätische Koutoubia-Minarett (12. Jh.), die Medersa Ben Youssef (Mosaiken, Marmor und Holzschnitzereien), der Bahia-Palast, die Saadier-Gräber, die Menara- und Agdal-Gärten und der berühmte Kamelmarkt.
Eine Autostunde von Marrakesch entfernt liegt Oukaimeden, Marokkos bester Skiurlaubsort. Auf der Fahrt nach Oukaimeden lohnt sich ein Abstecher nach Ourika (Eselmarkt) und nach Asni am Fuß des Toubkal.
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Agadir ist ein moderner Ferienort mit herrlichen Stränden, Sportanlagen, guten Hotels, einladenden Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Es bieten sich Ausflugsmöglichkeiten nach Taroudant, Tiznit, Tafraout, Goulimine, Essaouira und natürlich nach Marrakesch.
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Mohammedia, Essaouira (Surferparadies) und El Jadida sind weitere Urlaubsorte in dieser Gegend. In El Jadida ist vor allem das alte Portugiesische Viertel mit der Maria-Himmelfahrts-Kirche und gut erhaltenen Befestigungsanlagen besuchenswert.
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Im Süden ist die Landschaft besonders eindrucksvoll, und Brauchtümer und Volkskunst sind noch ursprünglicher. Erfoud ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zur Tafilalet-Oase, die ihr üppiges Grün den unterirdischen Flüssen Ziz und Rheris verdankt. Mittelpunkt der Provinzhauptstadt Er Rachidia ist der lebhafte Marktplatz. Auf der Straße von Er Rachidia nach Erfoud, in Meski, kommt man an den Blauen Quellen vorbei und in der Nähe von Midelt an einem natürlichen Amphitheater, dem Cirque de Jaffar. Tinerhir war einst eine große Garnison der französischen Fremdenlegion; die Kasbahs sind einen Besuch wert. In der Nähe von Tinerhir liegen die eindrucksvollen Schluchten Dades und Todra.
Hauptanziehungspunkte von Ouarzazate sind die Kasbah Taourirt, ein Museum für Kunsthandwerk und ein genossenschaftlicher Laden der Teppichknüpfer.
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Zagora: Von den Höhen des Djebel Zagora hat man eine herrliche Aussicht auf das Draa-Tal und die Wüste. Die Oase Tamergroute liegt 18 km von Zagora entfernt, hier gibt es eine Bibliothek mit den ältesten arabischen Manuskripten. Sie werden in der Zaouia Nasseria ausgestellt. In der Nähe liegt Mhamid mit seinen Palmengärten, das Tor zur großen Sandwüste. Südlich von Agadir liegen die Kasbahs von Tafraoute. Viele der Fassaden sind mit weißen oder ockerfarbenen Mustern bemalt. In Goulimine wird an jedem Wochenende der Souk der Blauen Tuareg abgehalten, samstags findet der Kamelmarkt statt.
Wichtige Wirtschaftszweige
Die Landwirtschaft blieb 2008 mit einem Anteil von 15,7 % (2004: 21,7 %) am Bruttoinlandprodukt (BIP) wichtigster Beschäftigungssektor Marokkos. 44 % der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft tätig. Angebaut werden hauptsächlich Getreide, Zitrusfrüchte und Gemüse.
Marokko ist weltweit der größte Produzent von Kalziumphosphat und hat weitere bedeutende Mineralvorkommen wie Eisenerz, Kohle, Blei, Zink, Kobalt, Kupfer, Silber und Mangan. Die wichtigsten Exportgüter sind Textilien, elektronische Bauteile, Phosphorsäure, Phosphate, Düngemittel, Wirkwaren, Frühgemüse, Meeresfrüchte, Fische, Konserven (Obst, Gemüse und Fisch), Schuhe, Olivenöl und Teppiche. Der Export von Phosphorprodukten, Kleidung und elektronischen Bauteilen hat sich in den letzten Jahren besonders gut entwickelt.
Wichtigste Devisenquelle neben dem Tourismus sind die Überweisungen der 1,6 Mio. Gastarbeiter, von denen etwa 50 % in Frankreich arbeiten, in Höhe von 3,4 Mrd. Euro (2004). Im Jahr 2007 sind 13 % mehr Touristen nach Marokko gereist (7,4 Mio.), und der Trend bis 2010 beläuft sich auf bis zu 10 Millionen.
Wirtschaftslage
Erfolge hatte Marokko zunächst bei der Eindämmung der Inflation (2005: 2,1 %, 2007: 2 % ) und beim Abbau des Haushaltsdefizits. 2008 betrug die Inflationsrate aber schon 3,9 %, und die fallende Kaufkraft der Marokkaner stellt zunehmend ein politisches Problem dar. Arbeitslosigkeit (2007: 9,8 % - davon 21 % in der Gruppe der 25-34jährigen, 2008: 10 %)) und Misswirtschaft im öffentlichen Sektor wirken sich jedoch weiterhin negativ auf die Wirtschaft aus. Ein konsequentes Vorgehen gegen die illegale und informelle Wirtschaft Marokkos bleibt eine Herausforderung für die regierung.
Das Jahr 2006 war mit einem Wirtschaftswachstum von 7,8 % ein sehr gutes, gefolgt von einem Einbruch 2007 (3,2 %) wegen geringerer Landwirtschaftserträge (Dürre). 2008 Betrug das Wachtum des BIP schon wieder 5,8 %, nachdem sich der Agrarsektor dank besserer Erträge etwas erholt hatte. Im Fiskaljahr 2007 wurde fast ein ausgeglichener Haushalt (-0,8 %) erzielt. Dies ist den weiterhin stark steigenden Staatseinnahmen (+ 55 % seit 2005) zu verdanken. Dies wäre ohne eine massive Verbesserung der Organisation der Steuerbehörden nicht möglich gewesen.
Wirtschaftspolitik
Seit 1993 ist ein breit angelegtes Privatisierungsprogramm im Gange. Verschlankung der Verwaltung und Abbau der Schuldenlast gehören zu den Prioritäten der marokkanischen Regierung. Marokko fand Anfang 2004 Anerkennung für sein Schuldenmanagement, als S&P die Bonitätsnote von stabil auf positiv heraufsetzte. Außerhalb der klassischen Exportmärkte Spanien und Frankreich hat Marokko, was die Außenhandelspolitik angeht, noch Reserven. Die Liberalisierung der Handelspolitik und die Modernisierung der Wirtschaft bleiben eine wichtige Herausforderung in den kommenden Jahren.
Handelspartner
Haupthandelspartner sind die EU-Länder, vor allem Frankreich und Spanien. Die wichtigsten Bezugsländer sind Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und die Russische Föderation sowie außerhalb des europäischen Raumes Saudi Arabien, China und die USA.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Marokko ist Mitglied der Afrikanischen Entwicklungsbank und Gründungsmitglied der Maghreb-Union. Seit 01.03.2000 ist das Assoziierungsabkommen mit der EU in Kraft. Der Abbau der Zolltarife verläuft nach Termin. Am 26. Juni 2003 wurde ein wissenschaftliches und technologisches Kooperationsabkommen zwischen der EU und Marokko geschlossen. Die neue EU- Nachbarschaftspolitik unterstützt Marokko bei seinem innenpolitischen Modernisierungsprogramm und der Bekämpfung der Armut.
Korrekte Kleidung wird erwartet, ein Anzug ist bei heißem Wetter jedoch nicht erforderlich. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Hartnäckiges Handeln, oft mit verschiedenen Gesprächspartnern, ist üblich.
Geschäftszeiten: Winter (September bis Juli, außer während des Ramadan): 08.30-12.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr oder später. Ramadan (s. Gesetzliche Feiertage): 09.00-15.00/16.00 Uhr. Sommer (Juli bis Anfang Sept.): 08.00-15.00/16.00 Uhr. Viele Büros halten sich jedoch in dieser Zeit an die Winteröffnungszeiten.
Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V.
Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet: www.ghorfa.de
Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at
Chambre Allemande de Commerce et d'Industrie au Maroc
140, Bd. Zerktouni, 6ème étage, MA-20000 Casablanca
Tel: (0522) 42 94 00.
Internet: www.dihkcasa.org
La Fédération des Chambres de Commerce et d’Industrie du Maroc (Industrie- und Handelskammer)
6 Rue d’Erfoud, BP 218, MA-60001 Hassan-Rabat
Tel: (0537) 76 78 81, 76 70 51.
Konferenzeinrichtungen befinden sich im Palais de Congrés. Weitere Informationen und eine spezielle Broschüre zum Thema Konferenzen und Kongresse sind beim Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) erhältlich.
Spezialitäten sind Harira (dickflüssige Suppe) und Bastilla, eine Pastete mit Taubenfleisch, die aus vielen Schichten dicken Teigs gemacht wird. Tajine, ein Eintopf aus Huhn, Pflaumen, Mandeln und Gemüse, wird in einem speziellen Tongefäß gegart. Couscous das marokkanische Nationalgericht, hat Hirse oder gedämpften Weizengrieß zur Grundlage, dazu kommen Ei, Huhn, Lamm, Gemüse oder süße Gewürze. Tajina sind leckere, dicke Eintopfgerichte mit mariniertem Lamm oder Huhn. Hout ist eine Fischvariante des gleichen Gerichtes, Djaja Mahamara ist ein mit Mandeln, Grieß und Rosinen gefülltes Huhn und Mchoui ein am Spieß gegarter Hammel. Zum Nachtisch gibt es oft Kab-el-Ghzal, ein Mandelgebäck, oder süßen Couscous. Hotelrestaurants bieten häufig auch internationale Küche an.
Getränke: Das Nationalgetränk ist Pfefferminztee, der aus frischer Minze und Zucker zubereitet wird. Der Kaffee ist sehr stark (außer zum Frühstück). Einheimischer Wein, Bier und Mineralwasser sind gut und preiswert. Importierte Getränke sind teuer.
Marokko bietet vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten, einschließlich Kasinos, Diskotheken, Restaurants und Nachtklubs, in denen oft Bauchtänzerinnen auftreten. In allen Städten und Urlaubsorten findet man moderne Nachtklubs. In Marrakesch und in Agadir gibt es auch Spielkasinos. Traditionelle Unterhaltung wie z. B. Folkloretänze wird in jeder Stadt geboten.
An bestimmten Wochentagen finden in den Städten und Dörfern Märkte statt, die Souks genannt werden. Alle Produkte der Region werden angeboten. Es gibt auch Coopartim-Geschäfte (Angehörige des Kunstgewerbeverbandes), in denen die Waren zu Festpreisen angeboten und Echtheitszertifikate ausgestellt werden. Besondere Einkaufstipps sind Lederwaren, Kupfer- und Silberwaren, Kleidung aus Seide und anderen Stoffen, wollene Läufer, Teppiche und Decken. Handeln ist üblich, der Endpreis sollte etwa ein Drittel des geforderten Preises betragen. Im Süden des Landes gibt es Versteigerungen von Berberteppichen in Marrakesch, Taroudant und Tiznit – man sollte einen Führer mitnehmen.
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.30-13.00 und 14.30-19.30 Uhr (in Tanger Mo-Sa 08.30-12.00 und 14.00-19.00 Uhr). Einige Läden in den Medinas (Souks) sind sonntags geöffnet, und viele Geschäfte haben freitags geschlossen.
Angeln: Angelscheine braucht man für Forellenbäche, Seen und Hechtteiche. Sie werden vom Forst- und Fischereiamt sowie von den örtlichen Vereinen ausgegeben. Hochseefischen kann vereinbart werden.
Golf: Golfplätze gibt es im Dar es Salaam Club in Rabat, in Mohammedia, im Country Club in Tanger, im Royal Golf Anfa in Casablanca und in Marrakesch, außerdem in Cabo Negro, Ouarzazate, Meknes, Fez, El Jadida, Ben Slimone und Agadir.
Reiten: Es gibt in allen größeren Städten Reitklubs, vor allem in Casablanca, Rabat, Marrakesch, Agadir und Fez. Einige Reitklubs veranstalten Ponytrekking im Mittleren Atlas.
Schwimmen: An allen Küsten kann man schwimmen, das Wasser an der Atlantikküste kann jedoch auch im Sommer kalt sein. Mohammedia, Agadir, El Jadida, Oualidia, Safi und Essaouira sind gute Badeorte.
Wintersport: Ifrane im Mittleren Atlas und Oukaimeden im Hohen Atlas haben Skipisten. Beliebte Wander-Skigebiete sind der Tidiquin-Berg im Ketamabezirk sowie der Djebel Bou Volane im Mittleren Atlas (kaum Unterbringungs-, Transport- oder Freizeitmöglichkeiten).
Jan. Dakar Rallye, versch. Orte. Jan. Internationaler Marathon, Marrakesch. Febr. Mandelbaumblüten-Festival, Tafraout. März-Apr. Sand Marathon, Quarzazate. Apr. Wachslaternenprozession, Salé. Jun. Festival der Heiligen Weltmusik, Fèz. Jun. Gnaoua und Weltmusikfest, Essaouira. Jul. Festival der schönen Künste, Marrakesch. Nov.-Dez. Internationales Filmfestival, Marrakesch. Dez. Agadir Festival.
Weitere Auskünfte vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Viele der Höflichkeits- und Umgangsformen sind französischen Ursprungs. Alltagskleidung wird überall akzeptiert; Badekleidung und Shorts gehören allerdings an den Strand oder an den Swimmingpool.
Rauchen ist sehr verbreitet, es ist durchaus üblich, einander Zigaretten anzubieten.
Fotografieren: Öffentliche Einrichtungen wie Polizeigebäude, Gerichte oder auch Polizisten dürfen nicht fotografiert werden.
Trinkgeld: In Hotelrechnungen ist Bedienung normalerweise bereits enthalten. Taxifahrer, Friseure, Platzanweiser und Kellner erwarten ein Trinkgeld.
In allen größeren Ortschaften, insbesondere in Agadir, Marrakesch und Tanger, ist die Auswahl relativ groß; in den meisten Großstädten gibt es auch internationale Hotels. Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder vom Hotelverband: Federation Nationale de l’ Industrie Hoteliere, Angle Avenue Nador et Rue 3, Quartier Polo, MA-20550 Casablanca (Tel: (0522) 80 04 87).
Kategorien: Klassifizierung mit 1-5 Sternen.
Es gibt Jugendherbergen in Asni, Azrou, Casablanca, Fez, Ifrane, Meknes und Rabat. Sie sind ausschließlich Schülern, Studenten sowie Jugendlichen mit Jugendherbergsausweis vorbehalten. Weitere Informationen vom Jugendherbergsverband: Fédération Royale Marocaine des Auberges de Jeunes, Parc de la Ligue Arabe, BP 15998, Casa Principle, MA-21000 Casablanca (Tel: (22) 47 09 52).
In vielen Gegenden Marokkos gibt es gut ausgestattete Campingplätze. Das Fremdenverkehrsamt veröffentlicht eine Informationsbroschüre.
Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Laut aktueller Untersuchungen besteht landesweit ein sehr hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A und ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis B. Eine Impfung gegen Hepatitis A wird empfohlen. Anläßlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B-Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose sowie die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommen landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist besonders auf dem Land z.T. technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Vielfach fehlen besonders auf dem Land auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. In allen Großstädten gibt es gute medizinische Einrichtungen, einschließlich Notdienst-Apotheken (manchmal im Rathaus), die außerhalb der üblichen Zeiten geöffnet haben. Die Krankenhäuser bieten in Notfällen für eine geringe Gebühr oder auch kostenlos ärztliche Behandlung. Grundsätzlich ist keine Kostenrückerstattung für Sachleistungen (Medikamente, ärztliche Behandlung) möglich.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird empfohlen.
[1] Das Malariarisiko ist gering. Malaria tritt nur in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax in einigen ländlichen Gebieten der Provinz Chefchaouen zwischen Mai und Oktober auf. Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria sind allenfalls bei speziellen Reiserouten sinnvoll.
[2] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. In Großstädten ist Leitungswasser normalerweise gechlort und relativ ungefährlich, kann jedoch u. U. leichte Magenbeschwerden hervorrufen. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher in Flaschen abgefülltes Wasser empfohlen. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Außerhalb der Großstädte ist Trinkwasser nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden.
Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
2012
1 Jan Neujahr
1 Jan Unabhängigkeitsmanifest
4 Feb Aïd al-Mawlid (Geburtstag des Propheten)
1 May Tag der Arbeit
30 Jul Thronfest
14 Aug Fête Oued Eddahab (Integration der Westsahara-Region)
19 Aug Aïd al-Fitr (Ende des Ramadan)
20 Aug Revolutionstag des Königs und des Volkes
21 Aug König Mohammeds Geburtstag
26 Oct Aïd al-Adha (Opferfest)
6 Nov Marche Verte (Jahrestag des Grünen Marsches)
15 Nov Fatih Muharram (Islamisches Neujahr)
18 Nov Fête de l'Indépendance (Unabhängigkeitstag)
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan (2011: 1.-31. August; 2012: 20. Juli-19. August), der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Marokko eingeführt werden (Personen ab 21 J.):
200 Zigaretten oder Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen und 1 l Wein;
ca. 5 g Parfüm;
Kaffee, Tee und Nahrungsmittel nur in Form von Reiseproviant;
Geschenke in einem Wert von bis zu 2.000 Dh.
Für die Einfuhr von Jagdgewehren und Munition wird eine Sondergenehmigung benötigt.
1 Marokkanischer Dirham (Dh) = 100 Centimes. Währungskürzel: Dh, MAD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Dh im Umlauf; Münzen in den Nennbeträgen 10, 5, 2, 1 und 1/2 Dh sowie 50, 20, 10 und 5 Centimes.
Marokkanische Dirham können nur in Marokko erworben werden. Der Geldwechsel sollte ausschließlich in offiziellen Wechselstuben erfolgen, die an ihrem goldenen Logo zu erkennen sind, und an Hotelrezeptionen. Der Umtausch ist gebührenfrei und man erhält eine Quittung, die bis zur Ausreise aus Marokko aufbewahrt werden muss, um ggf. den Rücktausch nicht benötigter Dirham zu gewährleisten.
Bargeld kann in größeren Städten mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Nummer von Geldautomaten abgehoben werden. Jedoch haben sich Falschbuchungen an Geldautomaten in Marokko mit deutschen ec-/Maestro-Karten in letzter Zeit gehäuft. ec-/Maestro-Karten werden auch in einigen Geschäften akzeptiert.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Die größeren internationalen Kreditkarten werden in größeren Hotels, Geschäften und in Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Bargeld kann in größeren Städten auch mit Kreditkarte von Geldautomaten abgehoben werden. Jedoch haben sich Falschbuchungen an Geldautomaten in Marokko mit deutschen Kreditkarten in letzter Zeit gehäuft.
Werden von Banken und in größeren Hotels angenommen, sollten in Euro, US-Dollar oder britischen Pfund-Sterling ausgestellt sein.
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt, ab einem Gegenwert von 15.000 Dh jedoch deklarationspflichtig. Die Ausfuhr von Fremdwährungen muss ebenfalls ab einem Gegenwert von 15.000 Dh deklariert werden.
Der Rücktausch der Landeswährung in Fremdwährungen ist wie folgt gestattet:
Aufenthalt bis 48 Std.: 100% des bei der Ankunft eingetauschten Betrages.
Aufenthalt über 48 Std.: 50% des bei der Ankunft eingetauschten Betrages.
Winter: Mo-Fr 08.00-11.15 und 14.15-16.30 Uhr.
Sommer: Mo-Fr 08.00-14.30 Uhr.
Ramadan: 09.30-14.00 Uhr.
Auf internationalen Flughäfen und in größeren Hotels auch Sa und So 09.00-13.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 11.55 MAD |
| 1.00 CHF = 9.62 MAD |
| 1.00 USD = 8.73 MAD |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Bei Einreise per Auto muss auch die Ausreise wieder per Auto erfolgen, andernfalls drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen). Eine entsprechende Versicherung empfiehlt sich.
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Österreichische Reisepässe müssen während des gesamten Aufenthalts gültig sein. Einige Fluggesellschaften verlangen jedoch eine Mindestgültigkeit von 3 oder 6 Monaten.
Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass. Österreicher: Eigener Reisepass. Schweizer: Eigener Reisepass. Türken: Eigener Reisepass. Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten (sofern nicht anders angegeben):
EU-Länder (Ungarn: 30 Tage), Schweiz und Türkei.
Transitreisende, die am selben Tag mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Weiterreisepapiere verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.
Einreise- und Transitvisum.
Je nach Nationalität unterschiedlich. Weitere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Einreisevisa sind maximal 3 Monate gültig. Verlängerungen müssen innerhalb von 21 Tagen nach der Einreise bei der Polizei beantragt werden. Weitere Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).
a) 1-2 Antragsformulare.
(b) 2-3 aktuelle biometrische Passfotos.
(c) Kopie des Reisepasses (muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein).
(d) Gebühr (Zahlungsmodus ist beim Konsulat zu erfragen).
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel (aktueller Bankauszug).
(f) Ggf. Kopie der Aufenthaltsgenehmigung des Gastlandes, die noch mindestens 6 Monate gültig sein muss.
Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Entsendungsschreiben der eigenen Firma mit Name des Reisenden und Reiseanlass und -dauer. Weitere Unterlagen für Dienstreisen sind beim Konsulat im Einzelnen zu erfragen.
Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.
Hinweis: Die Passfotos, der Reisepass im Original, ein Nachweis gültiger Hin- und Rückflugtickets sowie ein Unterkunftsnachweis sind nach Bewilligung des Visums durch die marokkanischen Behörden einzureichen.
Beantragung bei den örtlichen Polizeidienststellen. Weitere Informationen vom Ministère du Travail, Rabat.
Unterschiedlich, abhängig von der Nationalität des Antragstellers. Staatsangehörige mancher Länder müssen zur Beantragung eines Visums zuerst eine Genehmigung der Behörden in Rabat einholen, wobei mit einer Bearbeitungszeit von 6-8 Wochen zu rechnen ist. Ist keine Genehmigung erforderlich, beträgt die Bearbeitungszeit ca. 20 Tage. Weitere Informationen sind bei den marokkanischen Botschaften erhältlich.
Personen, die zu leger gekleidet sind oder äußerlich ungepflegt erscheinen, kann die Einreise verweigert werden.
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Ausreichende Geldmittel.
Eine Verlängerung des Aufenthalts ist möglich, wenn der Ausländerpolizei ein vollständiger Antrag mit Nachweis über finanzielle Mittel, ggf. Arbeitsvertrag in Marokko und Begründung, warum längerer Aufenthalt erforderlich ist, vorgelegt wird. Außerdem müssen sich alle Ausländer, die ihren Aufenthalt verlängern lassen wollen, innerhalb von 21 Tagen ab ihrer Ankunft polizeilich registrieren lassen. Wird die 3-Monatsfrist überschritten, muss mit der Vorführung vor dem Staatsanwalt und einer anschließenden Abschiebung gerechnet werden.
Für Hunde und Katzen werden ein Gesundheitszeugnis des Herkunftslands benötigt, das bei Ankunft nicht älter als 10 Tage sein darf, sowie ein Tollwut-Impfzertifikat, aus dem hervorgeht, dass die Impfung mindestens 30 Tage, aber nicht mehr als 6 Monate vor Ankunft erfolgt ist. Gesundheitszeugnis und Impfzertifikat müssen in französischer Sprache vorliegen. Weiterhin muss das Tier durch eine Tätowierung oder einen implantierten Microchip gekennzeichnet sein. Vögel können ohne Formalitäten nach Marokko verbracht werden.
Nordafrika.
458.730 qkm (einschl. West-Sahara 710.850 qkm).
34.343.220 (Schätzung 2008).
75 pro qkm.
Rabat. Einwohner: 1.787.307 (Schätzung 2009).
Parlamentarische Monarchie seit 1972. Verfassung von 1972, letzte Änderung 1996. Zweikammerparlament: Nationalversammlung mit 325 und Oberhaus mit 270 Mitgliedern. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges französisches und spanisches Protektorat).
West-Sahara: Der politische Status der West-Sahara ist nach wie vor ungeklärt. Die Demokratische Arabische Republik Sahara ist von 29 Mitgliedsländern der Organisation der Afrikanischen Einheit sowie von 77 Staaten weltweit anerkannt.
Marokko liegt an der westlichen Spitze Nordafrikas und wird im Osten von Algerien und im Süden von der Westsahara begrenzt. Durch die Mitte des Landes zieht sich das Atlasgebirge, das zu den fruchtbaren Ebenen und Sandstränden der Atlantikküste hin abfällt. Der Mittlere Atlas steigt vom Süden bis auf über 3000 m an und ist mit Pinien, Eichen und Zedern bewachsen, hier gibt es viel Weideland und kleine Seen. Das Rif-Gebirge erstreckt sich entlang der Nordküste. Ebenfalls an der Nordküste liegen die Häfen Ceuta (Sebta) und Melilla, die von Spanien verwaltet werden.
Amtssprache ist Arabisch, es werden aber auch Berbersprachen gesprochen. Zweitsprache ist Französisch, das vor allem in Geschäfts-, Regierungs- und Verwaltungskreisen gesprochen wird. Im Norden spricht man auch Spanisch, in den Städten und Touristenzentren oft auch etwas Englisch.
Überwiegend islamisch (98,7%); jüdische und christliche Minderheiten.
MEZ - 1.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Marokko.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -1 Std. und im Sommer -2 Std.
110/220 V, 50 Hz. Eurostecker wird empfohlen.
Abbas El Fassi, seit Oktober 2007.
König Mohammed VI., seit 1999.
Graf-Adolf-Straße 59, D-40210 Düsseldorf
Tel: (0211) 37 05 51/52.
Internet: www.tourismus-in-marokko.com
Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr.
Kärntner Ring 17/2/23, A-1010 Wien
Tel: (01) 512 53 26.
Internet: www.tourismus-in-marokko.com
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Schifflände 5, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 252 77 52.
Internet: www.tourisme-marocain.com
Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr.
Angle Rue Oued El Makhazine et Rue Zalaga, BP 19, Agdal, MA-Rabat.
Tel: (0537) 67 40 13 und 67 39 18.
Internet: www.tourisme-marocain.com
Niederwallstraße 39, D-10117 Berlin
Tel: (030) 20 61 24 12. Konsularabt.: Tel: (030) 20 61 24 35/36/38/41.
Internet: www.maec.gov.ma/berlin
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.30-14.00 Uhr.
Generalkonsulate in Düsseldorf und Frankfurt/M. Honorarkonsulate in Bremen, Kassel und Trutzing.
Opernring 3-5, 4. Stock, A-1010 Wien
Tel: (01) 586 66 50/51. Konsularabt.: Tel: (01) 586 76 76.
Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-15.00 Uhr.
Honorarkonsulat ohne Visumerteilung in Salzburg und Graz.
Helvetiastrasse 42, CH-3005 Bern
Tel: (031) 351 03 62, 351 46 30.
Internet: www.amb-maroc.ch
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.
Generalkonsulate ohne Visumerteilung in Lausanne und Zürich.
Marokko
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 12.09.2011
Unverändert gültig seit: 01.09.2011
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In vielen Staaten der arabischen Welt finden derzeit von breiten Bevölkerungsschichten getragene Protestaktionen statt, die sich gegen die jeweiligen Regierungen richten. Â
Auch in Marokko ist es in jüngster Zeit in einigen Städten zu Demonstrationen und zum Teil auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Reisenden wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Terrorismus
Am 28. April 2011 ereignete sich in einem Café in Marrakesch eine schwere Bombenexplosion, die mehrere Todesopfer und Verletzte - darunter auch Ausländer - forderte. Die marokkanischen Behörden gehen von einem terroristischen Hintergrund aus. In Marokko sind trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen der Regierung terroristische Gruppen weiterhin aktiv und planen unverändert Anschläge. Die marokkanischen Innenbehörden gehen weiterhin von einer hohen Gefahr weiterer terroristischer Anschläge im Lande aus. Auch ein Übergreifen der bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven Al Quaida in Maghreb (AQM) auf marokkanisches Gebiet wird von Sicherheitskreisen nicht ausgeschlossen
Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Marokko– wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten und für religiöse Kultstätten sowie für symbolträchtige Daten, wie zum Beispiel hohe religiöse und andere Feiertage. Im wüstenartigen marokkanischen Grenzgebiet zu Algerien könnten Reisende besonderen Gefährdungen ausgesetzt sein.
Reisenden wird empfohlen, die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Weisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.
Reisen über Land
Von Fahrten in und durch die Westsahara wird dringend abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder gegeben.Â
Im Rif-Gebirge werden mitunter Reisende von Rauschgifthändlern bedrängt (Steinwürfe, Straßensperren). Das Rif-Gebirge sollte daher nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Strasse von Ketama nach Fes sind äußerst problematisch. Rauschgiftbesitz wird rigoros verfolgt und mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet.