In den Ebenen herrscht tropisches, im Gebirge gemäßigtes Klima. In Höhenlagen über 2000 m kann es recht kalt werden. Regenzeit von Mai bis Dezember.
Das beste Verkehrsmittel ist das Flugzeug, fast jede größere Stadt wird von den inländischen Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) und ServiVensa (VC) angeflogen.
Flughafengebühren
16.800 Bs.
Fähren verkehren zwischen Puerto La Cruz und der Insel Margarita (Fahrzeit 2 Std. 45 Min.).
Das Schienennetz in Venezuela ist noch wenig entwickelt und sollte deshalb nicht in die Reiseplanungen einbezogen werden. Zugverbindungen bestehen zwischen Caracas und Charallave. Bahnverbindungen von Barquisimeto nach Puerto Cabello sowie von Yaritagua über Acarigua nach Turen sind wegen Renovierungsarbeiten stillgelegt worden. Die Strecke Naguanagua - Cagua befindet sich im Bau.
Das Straßennetz zwischen den größeren Städten ist sehr gut.
Bus: Es gibt einige Überlandverbindungen.
Mietwagen kann man an den Flughäfen und in den Großstädten erhalten, die Preise sind jedoch hoch. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre, und der Wagen muss mit Kreditkarte bezahlt werden. Außerdem muss ein Personalausweis oder ein Reisepass vorgelegt werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein.
Mit der U-Bahn (Internet: www.metrodecaracas.com.ve) fährt man in Caracas bequem und preiswert. Valencia verfügt ebenfalls über eine U-Bahn. Die Por Puestos (Sammeltaxis) machen dem öffentlichen Busnetz starke Konkurrenz. Sie werden von Minibusfirmen betrieben und haben sich inzwischen zum Hauptverkehrsmittel in den größeren Städten entwickelt (außer abends und an Wochenenden gleiche Fahrpreise wie für die Busse). Taxis in Caracas haben Taxameter, trotzdem kann der Fahrpreis vorher ausgehandelt werden. Nach Mitternacht wird der Taxameter nicht mehr benutzt, und man sollte den Fahrpreis auf jeden Fall im Voraus vereinbaren. Nach 20.00 Uhr doppelter Fahrpreis. Am Flughafen hängen die Taxifahrpreise aus.
von Caracas zu den folgenden größeren Städten Venezuelas (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | |
| Porlamar | 0.45 |
| Los Roques | 0.50 |
| Mérida | 1.00 |
| Canaima | 1.15 |
| Cumana | 0.45 |
| Maracaibo | 1.00 |
| Ciudad Bolívar | 0.50 |
Venezuelas Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) (Internet: www.aeropostal.com) und ServiVensa (VC) verbinden Venezuela mit Destinationen in den USA, der Karibik und Südamerika. Lufthansa (LH), British Airways (BA) und United Airlines (UA) bieten Flugverbindungen von Europa nach Venezuela.
Der South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmenden Fluglinien sind: TAM (JJ) und TAM Mercosul (PZ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.
Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Finnair, Iberia, JAL Japan Airlines, LAN, Malev Hungarian Airlines, Qantas und Royal Jordanian Airlines innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr von 15 US$ erhoben. Stornogebühren: Vor Reiseantritt 50 US$, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.
84.000 Bs/40 US$. Transitpassagiere sind davon ausgenommen.
Ausreisesteuer: 33.600 Bs/16 US$. Transitpassagiere sowie Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sind davon ausgenommen.
Caracas (CCS) (Simón Bolívar) liegt 22 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 35 Min.). Bank, Post, Duty-free-Shops, Tourist-Information, Mietwagenschalter, Bars, Restaurants. Busse fahren alle 10 Min. zur Stadt. Rückfahrt vom Parque Zentralbahnhof, Avenida Lecuna. Der Stadtbus fährt 06.00-22.00 Uhr alle 45 Min. zur Stadt; Rückfahrt vom Busbahnhof Nuevo Circo. Taxis sind ebenfalls vorhanden.
Die größten Häfen sind La Guaira, Puerto Cabello, Maracaibo, Guanta, Porlamar und Ciudad Bolívar (am Orinoco).
Eine der größten Schifffahrtslinien, die Venezuela anlaufen, ist Hapag Lloyd (Internet: www.hlkf.de). Südamerika-Kreuzfahrten kann man u.a. auch mit Cunard (Internet: www.cunard.com) und AIDA (Internet: www.aida.de) unternehmen.
Hafengebühr bei Ausreise.
Keine internationalen Bahnverbindungen.
Verbindungsstraßen führen von Kolumbien (Barranquilla und Medellín) nach Maracaibo sowie vom brasilianischen Amazonasgebiet (Manaus) nach Caracas.
Selbstwählferndienst.
GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen Digitel (Internet: www.digitel.com.ve), Digicel und Infonet. Empfangs-/Sendebereich ist auf Caracas und Umgebung begrenzt.
Gibt es in den größeren Hotels.
Hauptanbieter sind CantvNet (Internet: www.cantv.net), Internet Venezuela (Internet: www.internet.ve) und Compuserve Venezuela. Internetcafés in größeren Städten.
Kann man im Telegrafenamt aufgeben.
Luftpost nach Europa ist 3 Tage bis 5 Wochen unterwegs; Sendungen im inländischen Postverkehr brauchen manchmal länger. Auf dem Land- und Seeweg ist Post nach Europa mindestens einen Monat unterwegs. Auf den Postämtern (ipostel) sind neben Briefmarken auch Briefbögen für Luftpost erhältlich, in deren Preis das Porto eingeschlossen ist. Briefkästen für Auslandspost sind mit extranjero bzw. internacional gekennzeichnet. Postämter haben Mo-Fr von 08.00-18.00 Uhr geöffnet. Mit einer zwei- bis dreistündigen Mittagspause sollte immer gerechnet werden.
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
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Die venezolanische Hauptstadt liegt in einem langen, engen Tal, 16 km von der Küste entfernt. Neben zahlreichen modernen Gebäuden findet man noch immer erhaltene Altstadtteile wie San José und La Pastora. Schön ist die Plaza Bolívar, an der sich die alte Kathedrale und das Casa Amarilla (Erzbischöfliches Palais) erheben. Das Capitol (Parlamentsgebäude) wurde 1873 in nur 114 Tagen gebaut und feiert mit seinen Wandmalereien die Erfolge der venezolanischen Armee. Im Panteon Nacional ist der Sarg des Freiheitskämpfers Simón Bolívar aufgebahrt. Der Jardín Botáníco, der Parque Nacional del Este und der Country Club sind ideal für ausgedehnte Spaziergänge. Die Stadt bietet gute Museen, besonders interessant sind das Museo de Bellas Artes, das Museo del Arte Colonial, das Museo del Arte Contemporáneo und das Museo de Transporte. Bei einem Stadtbummel sollte man auch einen Besuch der Casa Natal del Libertador (Nachbau des Geburtshauses Bolívars, das durch ein Erdbeben zerstört wurde) und des daneben liegenden Museums einplanen, in dem man diverse persönliche Gegenstände Bolívars bewundern kann. Für Nachtschwärmer ist der Boulevard de Sabana Grande mit Nachtklubs, Bars und Cafés die richtige Adresse.
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Ausflüge: Vom Avilaberg hat man eine gute Aussicht über die Stadt und die Küste. 30 km außerhalb der Stadt gibt es mehrere gute Strände mit ausgezeichneten Bars und Restaurants. Weitere Informationen über die Urlaubsorte in den folgenden Rubriken.
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Die 4000 km lange Karibikküste ist eines der Haupturlaubsgebiete des Landes. Es gibt herrliche Strände und Feriendörfer, deren Ausstattung von komfortabel bis luxuriös reicht. Es gibt täglich Flüge nach Porlamar auf der Insel Margarita, die mit ihren schönen Stränden, guten Hotels und Einkaufszentren viele Besucher anzieht. Westlich von Caracas liegen Macuto, Marbella, Naiguata, Carabelleda, Leguna und Oriaco, die alle sehr gute Strände bieten. Nördlich von Maiquetia liegt die zauberhafte Insel Los Roques.
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La Guaria ist der Haupthafen von Caracas. Obwohl
Industrieansiedlungen das Stadtbild verändert haben, lohnt sich ein
Abstecher in die Altstadt und zur Hügelstraße, die aus der Stadt hinaus
führt. Weiter nach Westen auf der Panamerikana kommt man nach Maracay. Die Oper, die Stierkampfarena und das Gomez-Mausoleum sind sehenswert. Ein Ausflug zum Gomez-Landhaus, der Rancho Grande, bietet sich an.
Die Badeorte Ocumare de la Costa und Cata mit ihren herrlichen Stränden kann man über den 1130 m hohen Portachuelo-Pass im zentralen Hochland erreichen. Die meisten Inseln kann man per Boot erreichen. Vor der Küste bei Tucacas liegt Morrocoy, eine der reizvollsten Inseln; Hunderte palmenbewachsener Korallenriffe laden hier zum Tauchen und Fischen ein. Palma Sola und Chichiriviche
sind ebenfalls vielbesucht. Bei der ca. vierstündigen Überfahrt von
Vela de Coro und Punto Fijo nach Aruba und Curaçao sollte man mit
Verspätungen rechnen.
Der quirlige Badeort Puerto la Cruz
bietet gute Strände, Bars und Restaurants. In der Nähe gibt es auch
einsame Strände. Der Jachthafen Morro liegt nicht weit von Puerto la
Cruz entfernt in der Region Lecherías. In der Lagunenstadt Pueblo Viejo
mit ihren Häusern im Stil alter karibischer Gebäude sind Boote das
einzige Verkehrsmittel. Die Gegend um Puerto la Cruz steigt immer mehr
in der Gunst der Besucher. Südlich von Coro liegt Barquisimento, eine
der ältesten Städte Venezuelas. Die viertgrößte Stadt des Landes und
Hauptstadt der Llanos ist besonders wegen ihrer modernen Kathedrale
bekannt.
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Maracaibo und der Lago de Maracaibo liegen in dem Gebiet zwischen der Sierra de Perije an der kolumbianischen Grenze und der weiter östlich gelegenen Bergkette Cordillera de Mérida. Stadt und Umland profitieren seit langem vom größten Ölfeld der Welt. Bei einem Ausflug zur Halbinsel Guajira,
dem ursprünglichen Siedlungsgebiet der Motilone- und Guajiro-Indios,
kann man einen Einblick in ihre Lebensweise erhalten (Visum zur
Wiedereinreise von Kolumbien nach Venezuela erforderlich). Nördlich von
Maracaibo leben die Goaro-Indios, deren Lebensstil sich seit der
spanischen Kolonialzeit kaum verändert hat. Ihre Pfahlbauweise brachte
Venezuela auch seinen Namen »Klein-Venedig« ein.
Die schneebedeckten hohen Gipfel und eisigen Plateaus der Cordillera de Mérida
prägen das Landschaftsbild dieser Region. Lagunen, Berge, Strände, alte
Dörfer, geschichtsträchtige Städte, Sanddünen und Seen mit indianischen
Pfahldörfern sind typisch für diese Gegend, die reich an
Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten ist. Der Sierra-Nevada-Nationalpark ist ebenfalls sehenswert.
Das Touristenzentrum Mérida
in der Sierra Nevada im Süden ist eine Stadt mit breiten, modernen
Alleen gesäumt von hochmodernen Bauwerken. Einige alte Gebäude aus der
Kolonialzeit haben sich jedoch erhalten. Im Hintergrund ragen die
Gipfel des Bolívar (5007 m) und des Espejo auf. Zu den
Sehenswürdigkeiten gehören Museen mit Exponaten moderner Kunst und
Zeugnissen aus der Kolonialzeit, das Valle Grande, die Blumenuhr, Los
Chorros de Milla, die Mucubaji-Lagunen, Los Anteojos, Tabay, Pogal, Los
Patos, San-say und die berühmte Schwarze Lagune. Eine Bergbahn (die
höchste Drahtseilbahn der Welt, sie fährt bis auf 4675 m Höhe)
verbindet die Stadt mit Pico Espejo, von hier eröffnet sich ein Panoramablick auf die höchsten Gipfel der Anden und die Llanos. Der Andenklub bietet Ausflüge nach Los Nervados an, dem höchstgelegenen Bergdorf des Landes. Abstecher nach San Javier del Valle, einem erholsamen Bergort, und nach Jaji (schöne Kolonialbauten) sind ebenfalls zu empfehlen.
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Diese große, dünn besiedelte Region von Grassteppen östlich der Cordillera de Mérida und nördlich des Orinicos ist überwiegend flach. Das Gebiet erstreckt sich bis zur Nordküste und ist Zentrum der Rinderzucht. Zahlreiche Flüsse schlängeln sich durch die Landschaft; an ihren Ufern liegen Wälder und Sümpfe, in denen Silberreiher, Papageien, Alligatoren und Affen leben. Auf den Rodeos kann man die Reitkünste der Steppenbewohner und ihre Kunstfertigkeit mit dem Lasso bewundern. Zur Entspannung kann man auch am Joropo, Venezuelas Nationaltanz, teilnehmen.
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Die Küste nördlich des Berglands von Guyana bietet schöne Strände und
Urlaubsorte wie Higuerote, La Sabana und Lecheria, wo im späten Juni
das San-Juan-Festival der Trommeln stattfindet. Das Bergland von Guyana
südlich des Orinoco erstreckt sich über die Hälfte der Landesfläche und
ist für seinen Gold- und Diamantenreichtum bekannt. Die Orinocoregion
und das Orinoco-Delta haben sich zu einer wichtigen Handelsregion
entwickelt. Die alte Stadt Ciudad Bolívar (ehemals Angostura)
am Südufer des Orinocos erlebt gegenwärtig einen Bauboom, aber man kann
noch immer Spuren der Kolonialvergangenheit finden. Der tierreiche Gran-Sabana-Nationalpark
ist das größte Plateau Venezuelas. Santa Elena, der Guri-Damm und die
Danto-Wasserfälle sind schöne Ausflugsziele. In der Pionierstadt Santa Elena de Uairén findet jeden August eine Fiesta statt. Die Besteigung des in der Nähe des Dorfes Peraitepin gelegenen Roraimaberg zu Fuß kann bis zu 14 Tage dauern. Der Aufstieg auf den Gipfel des Tepuly ist ebenso schweißtreibend wie lohnenswert; in Los Caribes können die Diamantenbergwerke besichtigt werden. Nach einem kräftigen Regenschauer suchen die Kinder von Icaban nach Goldnuggets, die von den Berghängen heruntergewaschen wurden.
Im Orinoco-Delta kann man Bootsausflüge nach La Tucupita unternehmen. In Canaima (mit 3 Mio. ha einer der größten Nationalparks der Welt) kann man die Salto del Angel (Engel-Wasserfälle)
bestaunen. Die Wasser des Flusses Churum donnern 979 m tief in einen
Abgrund. Touren beinhalten einen Besuch zu den Wasserfällen und anderen
Naturwundern, wie den vielen seltenen Pflanzen (es gibt über 500
Orchideenarten). Unterkunft findet man an den Ufern der Lagunen. Andere
Nationalparks liegen im Bundesstaat Bolívar und im Bundesterritorium des Amazonas (El Cocuy und Autana).
Wichtige Wirtschaftszweige
Der Erdölsektor Venezuelas blieb auch 2008 weiterhin die Hauptstütze der Wirtschaft. Venezuela und dessen wirtschaftliche Entwicklung ist deshalb in starkem Maße von der Entwicklung des weltweiten Erdölpreises abhängig; diese Abhängigkeit hat in den letzten Jahren noch an Bedeutung zugenommen. Erdöl trägt mit rund 50 % zu den Staatseinnahmen, mit mehr als 75 % zum Exportwert und mit rund 25 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei (Stand: 2008). Das Land ist zudem im Besitz von mehr als der Hälfte der weltweiten Schwerstölreserven. Daneben verfügt es über relativ große Mengen an Eisen und Eisenerz, Bauxit, Phosphat und Kohle sowie über reiche Vorkommen an Diamanten und Gold. Die großen Erdgasvorräte, die Venezuela ebenfalls besitzt, sind noch nicht weitreichend entwickelt.
Bedeutende Industriezweige neben der Erdölförderung und -verarbeitung sind – allerdings mit erheblichem Abstand – die Stahl-, Eisen- und insbesondere die Aluminiumindustrie. Darüber hinaus spielt auch die Montage von Fahrzeugen eine relativ bedeutende Rolle.
Der überdimensionierte Erdölsektor führt weiterhin zu Nachteilen für die übrigen Zweige der venezolanischen Exportwirtschaft, vor allem aber für die Landwirtschaft, verarbeitete Produkte und Dienstleistungen. Die Regierung hat verschiedene Anstrengungen zur Diversifikation der Wirtschaft unternommen - bisher mit wenig Erfolg.
Der Beitrag des Agrarsektors zum Bruttosozialprodukt liegt bei nur ca. 4 % (2008), trotz der großen Möglichkeiten in diesem Bereich. Die Importquote bei Nahrungsmitteln liegt bei über 70%. Rindfleisch und Milchprodukte sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter. Kaffee, Reis und Zucker werden fast ausschließlich für den Außenhandel produziert, Getreide für den Eigenbedarf. Aufgrund des tieferen Bolívars könnten sich Exportchancen eröffnen, weil venezolanische Agrarerzeugnisse international konkurrenzfähiger werden.
Der Anteil der Industrie am BIP beträgt 37,6 % (2008) und des Dienstleistungssektors 58,6 % (2008).
Wirtschaftslage
2003 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit -9,2% so stark wie nie zuvor. Nebst der Fortsetzung des negativen wirtschaftlichen Trends im Vorjahr war dafür vor allem die angespannte innenpolitische Situation verantwortlich. Präsident Chávez sollte durch die Lähmung der Wirtschaft - inklusive des Erdölsektors - zum Rücktritt gezwungen werden. Dieser misslungene Versuch war 2003 für mehr als die Hälfte des Rückgangs des BIP verantwortlich. Der Staatshaushalt konnte trotz hoher Erdölpreise nicht unter Kontrolle gebracht werden, das Haushaltsdefizit vergrößerte sich Ende 2003 auf 5,9 % des BIP. Daneben bestimmten auch im Jahr 2003 die Kapitalflucht, eine abwartende Haltung der Investoren und steigende Arbeitslosigkeit die Wirtschaftslage.
2005 sah die Wirtschaftslage dank der hohen Ölpreises und des guten Konsumklimas sehr positiv aus. Das BIP wuchs um 9,3 %, 2006 sogar über 10 %. Im Krisenjahr 2008 wurde noch ein Wirtschaftswachstum von knapp 5 % erreicht. Die Inflationsrate lag 2007 mit 18,7 % weiterhin sehr hoch und explodierte 2008 mit 30 %.
Die Arbeitslosigkeit betrug 2008 offiziell 7,4 %, was aber den informellen Sektor, in dem viele Menschen arbeiten, völlig außer Acht lässt.
Trotz Wachstums bleiben die Strukturprobleme der venezolanischen Wirtschaft ungelöst: Weite Bereiche der Industrie sind stillgelegt. Die Regierung plant den Ausbau staatlicher Industriebetriebe, z.B. im Bereich Petrochemie. Ferner werden Kooperativen gefördert, deren Produktivität allerdings noch nicht erwiesen ist. Ein Referendum über die Annahme einer umfassenden, von Präsident Chávez betriebenen Verfassungsreform, die u.a. die Umwandlung von Staat und Wirtschaft in ein sozialistisches Modell zum Ziel hatte, ist am 2. Dezember 2007 von einer knappen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt worden.
Handelspartner
Die USA sind der größte Handelspartner, gefolgt von Deutschland, Italien, Japan und Brasilien.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Venezuela gehört der OPEC, Mercosur und der Asociación Latinoamericana de Integración an.
In Geschäftskreisen wird überwiegend Englisch gesprochen, Spanischkenntnisse sind jedoch von Vorteil. Termine sollten rechtzeitig vereinbart werden, und Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten werden ausgetauscht.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr mit einer ausgedehnten Mittagspause.
Handelsabteilung der Botschaft von Venezuela
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 832 24 00.
Deutsch-Venezolanische Industrie- und Handelskammer (CAVENAL)
Centro COINASA, Piso 4, Avda. San Felipe, La Castellana, VE-Caracas
Tel: (02 12) 277 38 11.
Internet: www.cavenal.org
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch
Federación Venezolana de Cámaras y Asociaciones de Comercio y Producción (FEDECAMARAS)
Apdo. 2568, Edificio Fedecàmaras, Piso 5, Pent-House 2, Avenida El Empalme, Urb El Bosque, VE-Caracas
Tel: (02) 731 17 11.
Internet: www.fedecamaras.org.ve
Die größeren Hotels haben Konferenzeinrichtungen.
Spezialitäten sind die Vorspeise Tequenos (dünner Teig um weißen Käse gewickelt und gebraten), Arepas (Maisbrot), Tostadas (das Brotinnere wird entfernt und die knusprige Schale mit Schinken, Käse, gewürztem Fleisch, Hühnersalat oder Quark gefüllt) und Empanadas (Fleischpastete). Roast Lapa (saftiger Braten), Chipi Chipi (Suppe aus kleinen Venusmuscheln) und Hervido (Suppe mit Rindfleisch-, Huhn- oder Fischstücken und einheimischem Gemüse) sind ebenfalls äußerst wohl schmeckend. Die ziemlich scharfe Beilage Guasacaca wird normalerweise zu Fleisch gegessen, Pabellón Criollo (Hackbraten) mit schwarzen Bohnen, Kochbananen und Reis ist eine weitere Delikatesse. Tischbedienung ist üblich. Öffnungszeiten: 19.30-01.00/02.00 Uhr.
Getränke: Ausländische Weine werden im Land abgefüllt. Mehrere gute einheimische Biersorten, der Aperitif Pousse-Café, Gin und der ausgezeichnete Rum sind zu empfehlen. Merengada (Fruchtfleisch, Eis, Milch und Zucker) ist ein besonders erfrischendes Getränk. Batido ist ebenfalls ein guter Durstlöscher, wird jedoch mit Wasser zubereitet. In den Bars wird am Tisch oder Tresen bedient. Die meisten Bars haben bis spät geöffnet.
In den größeren Städten gibt es Nachtclubs und Diskotheken. Im Nationaltheater und auf den vielen städtischen Bühnen kann man Konzerte, Ballettaufführungen, Theaterstücke, Opern und Operetten genießen. Caracas bietet daneben Freilichttheater und Kinos.
Edelsteine, Schmuck, Cacique-Münzen, Gold, Perlen, Schuhe, Handtaschen, Pfeil und Bogen der Indios, Matten, Pfeifen, Körbe, Alpargatas (traditionelle einheimische Fußbekleidung der Campesinos) und Chinchorros (Hängematten).
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr.
Boxen, Baseball und Fußball sind sehr beliebt.
Dschungeltouren: Viele Reiseveranstalter bieten Abenteuertouren an.
Es gibt zahlreiche Golfklubs, Platzbenutzung ohne Mitgliedschaft ist nicht immer möglich.
Pferderennen: In Caracas steht Südamerikas modernste und größte Pferderennbahn La Rinconada, die an Wochenenden geöffnet hat.
Ringen: Wöchentlich finden Wettkämpfe im traditionellen Lucha-Libre-Stil statt.
Wassersport:
Caracas liegt nur rund eine Stunde von den wundervollen Stränden der Karibik entfernt. In Macuto werden jährlich Segel- und Jachtregatten abgehalten. Tauchen mit und ohne Tauchermaske ist in Chichiriviche, der Cata-Bucht und Macuto möglich. Schnorchler werden sich besonders auf der Insel Margarita wohl fühlen.
Wintersport: Die Saison ist von Mai bis Oktober.
In jeder Ortschaft wird ein Fest für den Schutzheiligen gefeiert. Bei diesen Provinzfiestas kann der Besucher farbenfrohe Folklore erleben, die mit ihren präkolumbianisch-indianischen, afrikanischen und spanischen Einflüssen die kulturelle Vielfalt des Landes dokumentiert. Die folgenden Veranstaltungen stellen nur eine knappe Übersicht dar, weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen):
Jan. Procesión de la Divina Pastora (Religiöse Prozession), von Santa Rosa nach Barquismeto. Febr. Karneval, El Callao. März Festival zu Ehren von San José, Elorza. März/April Verbrennung von Judas (Osterritual), landesweit. Mai/Juni Los Diablos Danzantes (Tänze zu Fronleichnam), landesweit. Juni St Johannesfest (Trommelmusik und Tänze), landesweit. Aug. Fiestras Patronales de San Joaquín, San Joaquín.
Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand; das Abrazo, eine Kombination aus Umarmung und Händedruck, ist ebenfalls üblich.
Kleidung: In Caracas ist zurückhaltende Alltagskleidung angebracht, Männer sollten bei Geschäftstreffen Anzüge tragen. In Restaurants und zu gesellschaftlichen Anlässen werden Sakko und Krawatte erwartet. An der Küste ist die Kleidung salopper, aber Badekleidung gehört an den Strand.
Rauchen: Nichtraucherzonen sollten beachtet werden.
Trinkgeld: Der Betrag liegt in der Regel im Ermessen des Gastes. In den meisten Bar- und Restaurantrechnungen sind 10% Bedienungsgeld enthalten, weitere 10% sind üblich. Das Hotelpersonal erwartet ebenfalls Trinkgeld; Taxifahrern gibt man Trinkgeld, wenn sie mit dem Gepäck helfen. In Caracas gibt man mehr Trinkgeld als in anderen Landesteilen.
In Caracas stehen dem Feriengast ausgezeichnete Hotels zur Verfügung. Im ganzen Land gibt es viele kleinere Hotels; Vorausbuchung empfohlen.
Kategorien: Hotels werden in drei Kategorien eingestuft. Je teurer das Hotel, desto mehr Komfort wird geboten. Bedienungsgeld wird nicht berechnet, und es gibt keine saisonalen Preisunterschiede.
Hotels außerhalb der Hauptstadt sind preiswerter, der Standard liegt allerdings etwas niedriger. Genauere Informationen enthält der Guía Turistica de Caracas Littoral y Venezuela, der von der Corporación de Turismo de Venezuela herausgebracht wird (s. Adressen).
Auskünfte erteilt: Hostelling International, Av. Lecuna Parque Central, Edif. Tajamar, Nivel OFC 1, Of. 107, Caracas (Tel: (02) 576 44 93) sowie Idiomas Vivos s.r.l., Res. La Hacienda Local 1-4-T, Final Av. ppal. Las Mercedes, Aptdo. 80160, Caracas 1080. Tel: (02) 993 39 30.
Es gibt es keine offiziellen Campingplätze. Man kann sein Zelt an Stränden, auf Inseln, in den Llanos oder den Bergen aufschlagen. Reiseveranstalter, die Dschungeltouren anbieten, organisieren manchmal auch Campingausflüge.
Bilharziose-Erreger können landesweit (v.a. in den ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo und Valencia) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den ländlichen Gebieten im Norden vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor allem während der Regenzeit von Mai bis Dezember landesweit, vor allem aber im Norden (auch Maracaibo-See) einschließlich der Hauptstadt, vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.
Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Tollwut kommt landesweit (v.a. in Zulia) vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
In den größeren Städten ist die medizinische Versorgung gut.
Die Versorgung mit Medikamenten ist jedoch mangelhaft. Daher sollte an eine gut ausgestattete Reiseapotheke gedacht werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung inkl. Rückholversicherung wird empfohlen. Selbst in der Notfallaufnahme in Krankenhäusern wird eine Behandlung verweigert, wenn keine Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung (Kredikarten) erbracht wird.
Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt.
[1] In Venezuela besteht außerhalb der größeren Städte ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Eine Übertragung auf den Menschen durch Stechmücken ist leicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber ist zwar nicht vorgeschrieben; bei Aufenthalten außerhalb der größeren Städte und bei Reisen ins Landesinnere wird jedoch allen Reisenden eine Impfung von der WHO ausdrücklich empfohlen.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, jedoch kann abweichend von offiziellen Bestimmungen gelegentlich ein Cholera-Impfzertifikat verlangt werden. Insbesondere dann, wenn im Herkunftsland Cholera vorkommt bzw. wenn man außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt einreist. Touristen sind jedoch in der Regel nicht betroffen. Das Risiko einer Infektion ist nicht auszuschließen. Cholera kommt gelegentlich in den Bundesstaaten Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta und Sucre vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
[3] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
[4] Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in den südlichen und östlichen Provinzen. Erhöhtes Malariarisiko für die gefährlichere Form Malaria tropica (Plasmodium falciparum) besteht in den Urwaldregionen des Amazonas (Atabapo), Bolivar (Cedeno, Gran Sabana, Sifontes, Raul Leoni und Sucre) und Delta Amacuro (Antonia Diaz, Casacoima und Pedernales). Überwiegend die weniger gefährliche Form Malaria tertiana (Plasmodium vivax) in den ländlichen Regionen von Apure, Amazonas, Barinas, Bolivar, Sucre und Tachira. Kein Malariarisiko besteht in den Städten, an der Zentral- und Westküste und auf den vorgelagerten Inseln (z.B. Insel Margarita). Die Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein. In den südlichen und östlichen Provinzen wird eine Notfallmedikation empfohlen, ansonsten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel.
[5] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Wasser außerhalb der Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden.
In ganz Venezuela werden vermehrt Dengue-Fieber-Fälle gemeldet. Ein konsequenter Mückenschutz ist empfohlen.
In Caracas kommt es außerdem zu einem Ausbruch der durch Wanzen übertragenen Chagas-Krankheit. Reisende sind allerdings eher selten betroffen.
2012
1 Jan Neujahr
7 Mar Karneval
5 Apr Gründonnerstag
19 Apr Tag der Unabhängigkeitserklärung
1 May Tag der Arbeit
24 Jun Schlacht von Carabobo
5 Jul Unabhängigkeitstag
24 Jul Geburtstag von Simón Bolívar
12 Oct Kolumbustag
6 Dec Karfreitag
25 Dec Weihnachten
Zusätzlich gibt es noch regionale Feiertage. Einzelheiten von der Botschaft oder vom Fremdenverkehrsamt.
Folgende Artikel können zollfrei nach Venezuela eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
2 l alkoholische Getränke;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zum Wert von 1.000 US$.
1 Bolívar Fuerte = 100 Céntimos. Währungskürzel: Bs.F., VEF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 10, 5 und 2 Bs.F. und Münzen sind im Wert von 1 Bs.F. sowie in 50, 25, 12,5, 10,5 und 1 ctmos im Umlauf. Der Bolívar Fuerte ist an den US-Dollar gebunden.
Ist nur in Wechselstuben (Cambios), Banken und in internationalen Hotels zum staatlich festgelegten Kurs gestattet.
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
American Express, Eurocard, MasterCard, Visa und teilweise Diners Club werden in den Städten und Touristenzentren von größeren Hotels, Geschäften und Mietwagenfirmen akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Sollten in US-Dollar ausgestellt sein. Häufig wird beim Einlösen der Reiseschecks nach der Originalquittung gefragt.
Keine Beschränkungen.
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.
| 1.00 EUR = 5.68 VEF |
| 1.00 CHF = 4.73 VEF |
| 1.00 USD = 4.29 VEF |
| Wechselkurse vom 30 April 2012 |
Die Visabestimmungen ändern sich häufig, aktuelle Informationen von der zuständigen konsularischen Vertretung.
Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass (auch für Kinder unter 16 Jahren empfohlen).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die mit einer Touristenkarte DEX-2 (Tarjeta de Ingreso) für einen touristischen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen können (nicht verlängerbar):
EU-Länder, Schweiz und Türkei.
Die Touristenkarte ist für die Einreise per Flugzeug und mit Kreuzschiffen gültig. Bei der Einreise mit privaten Jachten ist die Touristenkarte nicht nutzbar. Touristenkarten sind bei autorisierten Fluggesellschaften und Kreuzschifffahrtsgesellschaften erhältlich und müssen bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Die konsularischen Vertretungen erteilen weitere Auskünfte.
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Visum.
U.a. Touristen-, Geschäfts-, Arbeits-, Studenten- und Transitvisa.
Deutschland, Österreich und Schweiz Die Preise richten sich nach den täglichen Wechselkursen. Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz haben. Touristen- und Transitvisum: 27 € bzw. in CHF im aktuellen Gegenwert. Geschäftsvisum: 54 € bzw. in CHF im aktuellen Gegenwert. Transitvisum: ca. 27 € bzw. in CHF im aktuellen Gegenwert. Anmerkung: Die Visagebühren können sich kurzfristig ändern, aktuelle Angaben von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Touristenvisum und Geschäftsvisum (mehrmalige Ein- und Ausreise möglich, muss im Antrag vermerkt werden): bis zu 1 Jahr, maximale Aufenthaltsdauer 90 Tage pro Einreise (der Grenzbeamte entscheidet aber im Einzelfall über die genehmigte Aufenthaltsdauer). Kann vor Ablauf der 90-Tagefrist vor Ort beim Ministerium des Innern und der Justiz um weitere 90 Tage verlängert werden.
Transitvisum: 72 Std. Aufenthalt (bei Hin- und Rückflug über Venezuela: zweimaliger Transit, jeweils bis zu 72 Std.).
Touristenkarte: 90 Tage gültig, nicht verlängerbar.
Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).
(a) Ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Rück- bzw. Weiterreiseticket.
(e) Ggf. Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(f) Arbeitsbescheinigung oder Bafög-Bescheinigung oder Bürgschaft der Eltern.
(g) Kontoauszug oder Lohnabrechnung sowie ausreichend finanzielle Mittel für den Unterhalt während des Aufenthalts.
(h) Gebühr (Bei Antragstellung in bar, per Verrechnungsscheck oder per Überweisung mit Zahlungsnachweis).
(i) Ggf. Erlaubnisschreiben für Minderjährige.
(j) Dienstreisevisum: ein Schreiben der Firma mit genauen Daten der Ein- bzw. Ausreise, der Länge des Aufenthaltes, dem Aufenthaltsort und der Bezugsperson sowie einer Bestätigung, dass die Firma für alle Kosten aufkommen wird, sowie mit Angaben zu Gehalt und Stellenbezeichnung.
(k) Schreiben des einladenden Betriebes in Venezuela.
(l) Arbeitsvisum: Beglaubigte Kopie der vom Arbeitsministerium in Venezuela erteilten Arbeitserlaubnis sowie Nachweis über Befähigung zur Ausübung der Tätigkeit (Übersetzung).
Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.
Auskünfte vom Innenministerium in Caracas.
Unterschiedlich, ist bei der Visumbeantragung zu erfragen. Eine Expressbearbeitung in Frankfurt dauert derzeit 3-5 Tage.
Ausländer müssen für den Aufenthalt über ausreichende Geldmittel verfügen.
Visumpflichtige Reisende müssen sich beim Außenministerium, Dirección de Extranjería, registrieren lassen Ausgenommen sind Reisende mit Transitvisa sowie Inhaber von Touristenkarten.
Wer mit einem Haustier nach Venezuela einreisen möchte, muss den internationalen Impfpass des Tieres (gegen Tollwut und bei Hunden gegen Hundestaupe) vorlegen, der mit Unterschrift und Stempel eines Amtstierarztes versehen sein muss und dessen Unterschrift von der Konsularabteilung der venezolanischen Botschaft oder des venezulanischen Konsulats, in dessen Zuständigkeitsbereich der Antragsteller wohnt, beglaubigt sein muss. Bei Ankunft, die 24 Std. im Voraus anzumelden ist, findet eine tierärztliche Untersuchung statt. Die daraus resultierende Gesundheitsbescheinigung ist gebührenpflichtig.
Informationen zu weiteren Einfuhrbedingungen von den zuständigen diplomatischen Vetretungen (s. Kontaktadressen).
Südamerika.
912.050 qkm.
26.414.816 (Schätzung 2008).
29 pro qkm.
Caracas. Einwohner: 1.958.291 (Schätzung 2009). 3,4 Mio. mit Außenbezirken.
Präsidiale Bundesrepublik seit 1961. Neue Verfassung von 2000. Die Nationalversammlung hat 167 Mitglieder. Alle fünf Jahre finden allgemeine Wahlen statt. Wahlpflicht ab 18 Jahren. Unabhängig seit Juli 1811 (Proklamation; ehemalige spanische Kolonie), endgültig 1821. 1830 Loslösung von Großkolumbien.
Venezuela grenzt im Norden an die Karibik, im Osten an Guyana und den Atlantischen Ozean, im Süden an Brasilien und im Westen und Südwesten an Kolumbien. Das Land gliedert sich in vier Regionen: das Hochland im Westen, das Maracaibo-Becken im Nordwesten, das ausgedehnte Orinoco-Tiefland mit den Llanos und das Bergland von Guyana, das fast 50% der Gesamtfläche bedeckt.
Amtssprache ist Spanisch. Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache. Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch werden ebenfalls teilweise gesprochen.
Römisch-katholisch (96 %). Protestantische (2 %), orthodoxe und jüdische Minderheiten.
MEZ -5 ½.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Venezuela.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 ½ Std. und im Sommer -6 ½ Std.
110 V, 60 Hz. US-Stecker, Adapter erforderlich.
Hugo Chavez Frias, seit 1999.
Hugo Chavez Frias, seit 1999.
c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela
Schillstr. 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 83 22 40 00.
Internet: www.visit-venezuela.com
c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Österreich
Prinz-Eugenstr. 72, 1. OG, Stiege 1, top 1.1, A-1040 Wien
Tel: (01) 712 26 38 37.
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 832 24 00. Konsularabt.: Tel: (030) 83224030/31.
Internet: www.botschaft-venezuela.de
Mo-Do 09.00-16.00 Uhr. Konsularabteilung: Mo-Do 10.30-13.30 Uhr.
Generalkonsulate in Frankfurt/M. (Internet: www.consulvenezfrankfurt.de) und Hamburg. Honorarkonsulate in Endingen, Gelsenkirchen, Kiel und München.
Prinz-Eugen-Str. 72/1/1, A-1040 Wien
Tel: (01) 712 26 38.
Internet: www.austria.gob.ve
Mo-Fr 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00- 12.30 Uhr.
Schosshaldenstrasse 1, CH-3000 Bern 15
Postanschrift: Postfach 30, CH-3000 Bern 15
Tel: (031) 350 57 57. Konsularabt.: Tel: (031) 350 57 53.
Internet: www.embavenez-suiza.com
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. Konsularabt.: 09.00-13.00 Uhr.
Venezuela
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 21.03.2012
Unverändert gültig seit: 14.03.2012
Aktuelle Hinweise
Am 7. Oktober 2012 finden in Venezuela Präsidentschaftswahlen und am 16. Dezember 2012 Regional- (Gouverneure der Bundesstaaten) und Kommunalwahlen statt. Die vereinte Opposition hat in einer Vorwahl einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten bestimmt, der gegen den seit 1998 regierenden Amtsinhaber antreten wird. Schon beim ersten Wahlkampfauftritt des Oppositionskandidaten in einem Gebiet mit hohem Stammwähleranteil für den amtierenden Präsidenten ist es zu einer Schießerei gekommen, bei der Begleiter des Kandidaten verletzt wurden. Mit dem zeitlichen Heranrücken der Wahltermine muss erfahrungsgemäß damit gerechnet werden, dass das Klima sich weiter aufheizt und die Auseinandersetzungen der politischen Lager, die jederzeit auch unvorhersehbar und unkontrollierbar ausbrechen können, zunehmen. Es wird daher nachdrücklich empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten. Das gilt insbesondere für politisch motivierte An- und Versammlungen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht als Folge des kolumbianischen Binnenkonflikts immer noch eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.
Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. Abgeraten wird auch von der Ausreise nach Kolumbien über den Landweg. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können - wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen - nicht ausgeschlossen und jederzeit kurzfristig verfügt werden. Grenzschließungen ziehen erfahrungsgemäß teilweise extrem lange Wartezeiten nach sich.
Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch. Jedoch auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen.
Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Händigen Sie bei derartigen Kontrollen nach Möglichkeit nur eine Kopie Ihres Passes und nicht das Originaldokument aus.
Auf der Ferieninsel Margarita besteht die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle, auch in Hotelanlagen und bei begleiteten und organisierten Gruppenexkursionen.
Als besonders gefährlich gelten das Zentrum von Porlamar und die Küstenorte Playa El Agua und El Yaque.
Die Grenzregion zu Kolumbien sollte nicht bereist werden. Abgeraten wird auch von der Ausreise nach Kolumbien über den Landweg.
Es wird dringend geraten: